Küchenmesser - Wieviel Messer braucht der Mensch?

 
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Küchenmesser - Wieviel Messer braucht der Mensch?

Wer bei Mama und Papa auszieht und seinen eigenen Hausstand gründet, steht wohl meist etwas ratlos vor der Frage, wie er oder sie seine Küche einrichten soll und was man dazu überhaupt braucht.

Messer und Besteck für den eigenen HausstandZu den wichtigsten Utensilien am heimischen Herd gehören Messer. Ob man sein Frühstücksbrot vom Laib abschneiden will, die Tomate für den Salat kleinschnibbeln, das Sonntagsbrötchen schmieren, ein Hühnchen oder einen Braten zerteilen oder Zwiebeln und Kartoffeln schälen will – ein einziges Messer reicht meist für diese unterschiedlichen Zwecke und Bedürfnisse nicht aus. Doch wie viele Messer braucht der Mensch?

Je nachdem, ob man Profiköchin ist und wie etwa Sarah Wiener mehr als vier Dutzend Kochmesser sein Eigen nennt oder als kochmuffeliger Single sein Leben aus Fast Food-Tüten und mit selbst aufgetauter Pizza bestreitet, fällt die Antwort natürlich etwas unterschiedlich aus.

Eine Investition wert: gute Messer

Wer als Normalo einfach gern – oder aber aus Kostengründen – selbst am Herd steht und nicht nur für sich, sondern auch für Mitbewohner, Lebensgefährten oder Kinder zu kochen gedenkt, sollte bei der Wahl seiner Messer wählerisch sein: Ein gutes, qualitativ hochwertiges Messer kann einen mehrere Jahrzehnte lang begleiten.

Ein Billig-Ramschmesser aus dem nächsten Supermarkt oder gar im Ein-Euro-Laden gekauft nervt dagegen bald, weil es die Arbeit in der Küche eher behindert als unterstützt oder im ungünstigsten Augenblick kaputtgeht und fliegt rasch in den Müll. An Messern zu sparen kann also, langfristig betrachtet, eine ziemlich teure Angelegenheit sein, die zudem Nerven kostet.

Bei der Überlegung, welche Messer notwendig sind, geht man am besten von den täglichen Mahlzeiten aus. Für Frühstück, Vesper oder Jause benötigt man ein Messer, mit dem man Brotscheiben abschneiden kann und eines, mit dem man das Brot buttern oder mit streichfähiger Wurst oder weichem Käse beschmieren kann:

Das Brotmesser – lang, stabil und wellig

Fürs Brotschneiden wählt man am besten ein Messer mit langer Klinge und Wellenschliff. Es wird auch mit harten Krusten fertig. Achten Sie darauf, dass die Klinge stabil genug ist – wenn sie sich beim Schneiden biegt, werden die Scheiben ungleichmäßig dick.
Brotmesser sind auch hervorragend geeignet, um sehr große Obst- und Gemüsesorten wie Melonen oder Kürbisse aufzuschneiden.

Das Streich- oder Buttermesser – breite Klinge

Zum Brotschmieren ist ein Buttermesser mit breiter, vorn abgerundeter Klinge ideal. Mit ihm lässt sich die Butter in dünnen Spänen abhobeln und schön gleichmäßig auf dem Brot verteilen. Das gilt natürlich auch für Frischkäse oder Leberwurst und sonstige streichfähige Brotbeläge.

Wer eine warme Mahlzeit selbst zubereiten möchte, braucht auf jeden Fall Messer, die fürs Gemüseputzen und Gemüseschnibbeln geeignet sind. Wer kein Vegetarier ist, braucht zusätzlich Messer, mit denen sich Fleisch gut zerteilen lässt. Spezielle Fischmesser dagegen sind nur dann erforderlich, wenn man Silberbesteck verwendet. Denn an der vermeintlich guten Sitte „iss nicht Fisch mit Messer“, die früher zu den Grundregeln guten Benehmens gehörte, ist allein das Silber schuld. Messer mit silberhaltigen Klingen laufen beim Kontakt mit säure- oder schwefelhaltigen Nahrungsmitteln wie Fisch, Eiern oder Kartoffeln an und erzeugen dann einen scheußlichen Geschmack.

Das prototypische Küchenmesser – kurze Klinge

Zum Schälen von Gemüse und Obst eignet sich ein gewöhnliches Küchenmesser mit einer Spitze und einer glatten, scharfen Klinge. Die kann ganz nach Wunsch gerade oder gekrümmt ausfallen. Gebogene Küchenmesser eignen sich besonders zum Schälen von Zwiebeln.

Das Tomatenmesser – spitz und scharf mit Sägeschliff

Speziell für Tomaten, aber auch für andere relativ weiche Gemüse oder harten Käse eignen sich die scharfen Sägezähne dieser Messersorte. Sie schneiden, ohne das Gemüse zu zerdrücken.

Das Fleischmesser – scharf mit gerader Klinge

Um die Fasern von Fleisch glatt zu durchtrennen, braucht man ein scharfes großes Messer mit gerader Klinge. Damit kann man den Sonntagsbraten auch ohne Schneidemaschine in schöne Scheiben zerlegen – und aus dem erkalteten Rest hauchdünne Schnitten als Brotbelag zaubern.

Das Messer aus dem Essbesteck – Chamäleon für Gemüse, Fleisch und Beilagen

Ob man Messer mit feinen Sägezähnchen oder glatter Klinge bevorzugt, ist beim Essbesteck Geschmackssache. Glatte Klingen sollten aber auch hier regelmäßig geschärft werden.

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Erfassung: 04.02.2009
Quelle: kochmix
 
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