Koriander - Korianderkraut unversichtbar in der Indischen Küche

 
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Koriander - Korianderkraut unversichtbar in der Indischen Küche

Ist das tatsächlich wahr – es gibt ein Gewürz, das Brot und Lebkuchen verfeinert und gleichzeitig unverzichtbar in indischen Chilis und Currymischungen ist?

Koriander - Korianderkraut unversichtbar in der Indischen KücheDas bei den alten Griechen als Aphrodisiakum galt und im Mittelalter zur Vertreibung von Flöhen und Läusen eingesetzt wurde? Das zum einen den Darm aufräumt und zum anderen beruhigend auf die Nerven wirkt? Ja, das gibt es – willkommen in der Welt des Korianders. Koriander wurde erstmals in der Bibel erwähnt und ist seitdem aus gut sortierten Gewürzregalen nicht mehr wegzudenken.

Seinen Ursprung hat das Korianderkraut in Vorderasien, breitete sich aber rasch im gesamten mediterranen Raum aus. Denn die Pflanzen lieben lockeren, kalkhaltigen Boden und benötigen ein geschütztes Eckchen mit viel Sonne und Wärme, um gut zu gedeihen.

Die Blüten des Krauts gaben dem Gewürz seinen Namen: Vor allem unter Sonneneinstrahlung erinnert ihr intensives Aroma an die Ausdünstungen von Wanzen. Kori ist das griechische Wort für Wanze – doch das ist auch der einzige unappetitliche Aspekt des Korianders.

Der Geschmack der Samen ist nämlich alles andere als wanzenartig. Deshalb würzten bereits die Griechen und Römer ihren Wein mit Koriander; auch im alten Ägypten hatte der Koriander einen solch hohen Stellenwert, dass seine Samen mit in die Gräber der Pharaonen gelegt wurden.

Denn Koriander schmeckt nicht nur gut, sondern hat auch zahlreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit: Die in seinen Samen enthaltenen ätherischen Öle lindern Blähungen und Völlegefühle, indem sie die Darmmuskulatur schonend antreiben und entspannen; gleichzeitig haben sie einen stabilisierenden Effekt auf den Magen. Überdies fühlen sich viele Menschen nach dem Genuss von Koriander angenehm beruhigt, ohne in eine bleierne Müdigkeit zu verfallen.

In der Küche kann Koriander fast in allen Bereichen eingesetzt werden. Beliebt ist seine Verwendung beim Backen von Brot und Weihnachtsspezialitäten wie Lebkuchen und Spekulatius – genauso gut kann er aber in einen fruchtigen Apfelkuchen oder einen Biskuitteig integriert werden.

Deftige Fleischgerichte erhalten durch Koriander eine feine, leichte Würzung. Deshalb kommt das Gewürz vielfach bei der Produktion von Würsten, Schinken und Pasteten zum Einsatz. Besonders harmonisch ist die Kombination aus frischem Lammrücken und Koriander. Auch lohnt es sich, selbst gemachte Grill-Marinaden oder Fleischsoßen mit einem  Hauch gemahlenen Koriander zu bereichern.

In der indischen Küche spielt Koriander eine gewichtige Rolle: Seine Samen und Blätter sind ein unverzichtbarer Bestandteil scharfer Currys auf Fleisch- oder Gemüsebasis. Auch das hierzulande angebotene gelbe Currypulver enthält Koriander. Beim Aufbewahren des Pulvers sollte darauf geachtet werden, dass die Samen gut verschlossen bleiben und nicht zu oft Licht und Luft ausgesetzt werden, da sie dann schnell an Aroma verlieren.

Koriander lässt sich übrigens auch als einjährige Pflanze im Garten anbauen. Ab April kann das Gewürz im Freiland ausgesät werden; im Hochsommer fallen die Samen von alleine ab und sollten dann sofort aufgelesen und in einem lichtgeschützten, dicht schließendem Gefäß gelagert werden. Erst kurz vor dem Verwenden werden die Samen zerkleinert oder gemahlen.

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Kategorie: gemuese
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Erfassung: 02.04.2008
Quelle: kochmix
 
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