Kokosnuss - exotische Frucht aus der Karibik

 
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Kokosnuss - exotische Frucht aus der Karibik

Knochenharte Schale, köstlich-flüssiger Kern: Die Kokosnuss belohnt jeden, der es geschafft hat, ihre äußere Hülle zu knacken – denn sie ist die einzige Nuss, die in ihrem Inneren einen Milchvorrat hegt.

Kokosnuss exotische Frucht aus der KaribikAllerdings ist diese mit Milch von der Kuh nicht zu vergleichen: Kokosmilch ist wässrig und dünnflüssig, hat aber einen süß-karibischen Geschmack und durstlöschende Wirkung. Ihr ist es zu verdanken, dass etliche Schiffbrüchige auf einsamen Tropeninseln auch ohne Trinkwasser überlebten. Wir zeigen, wie man eine Kokosnuss zum Kapitulieren bringt und ihr Innenleben verwenden kann.

Eine Kokosnuss muss immer Flüssigkeit enthalten, denn diese sorgt dafür, dass das Fruchtfleisch nicht austrocknet und aromatisch bleibt. Deshalb sollte beim Kauf zuerst der Schütteltest zum Zuge kommen: Hört man es leise im Inneren plätschern, ist die Kokosnuss in einem guten Zustand.

Da Kokosnüsse wie alle exotischen Früchte in der Regel eine lange Reise hinter sich haben, sollten sie bei gutem Gesamtzustand auch binnen weniger Tage verzehrt werden, denn frisch schmecken sie am besten. Unter Kokosnuss-Fans kursieren die seltsamsten Gerüchte über Methoden, welche die Nuss am schnellsten zum Bersten bringen sollen. Doch Bohrmaschine und Spatel können getrost im Bastelkeller bleiben.

Jede Kokosnuss hat drei so genannte „Augen“ – runde, dunkle Punkte in der Schale, die meistens eng beieinander liegen. Diese Augen sind leichter zu durchbohren als die übrige Schale. Sobald zwei von ihnen geöffnet sind, kann die Milch abfließen und entweder zum Kochen verwendet oder getrunken werden. Anschließend genügt ein gezielter Schlag (etwa mit einem Fleischklopfer oder einem dicken Hammer) auf die Narbe der Kokosnuss, damit die haarige Exotin in zwei Stücke springt.

Das weiße, feste Fruchtfleisch kann pur genossen werden – manchmal aber lässt es sich nicht ganz so leicht von der haarig-braunen Schale lösen. In diesem Fall sollte man diese widerborstigen Stücke bei 150 Grad für einige Minuten in den Backofen geben, und schon trennen sich Schale und Fleisch freiwillig voneinander. Alternativ kann das Fruchtfleisch auch getrocknet und zu Kokosraspeln verarbeitet werden, die ihre Bestimmung als Eis-Dekoration, in Kokosmakronen oder Dessertcremes finden.

Die frische Kokosmilch ist eine hervorragende Basis für asiatische Soßen in scharfen Hühnchengerichten, die mit Currypaste, Ingwer und Paprika gewürzt werden. Regelmäßiges Abschmecken nicht vergessen – die Kokosmilch mildert zwar die Schärfe, doch Currypaste ist mit getrocknetem Curry aus dem Gewürzstreuer in seiner Intensität nicht ansatzweise zu vergleichen.

Doch der Kokosnusssaft eignet sich auch für einen Abend mit karibischen Cocktails: Kokosnussmilch in einen Shaker fließen lassen und mit Ananasssaft, einem Schuss Remy Martin, etwas Sahne, einem Schuss Cointreau und Eis mixen. Die Menge des Alkohols richtet sich nach der Menge der enthaltenen Kokosmilch, sollte sich aber auf jeden Fall deutlich in der Minderheit befinden. Bei schlechter Kokosmilch-Ausbeute  kann der Cocktail auch mit gekauftem Kokoslikör oder Kokosmilch aus dem Asia-Laden gestreckt werden.

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Kategorie: saisonales
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Erfassung: 26.02.2008
Quelle: kochmix
 
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