Kochen mit der Mikrowelle, gesund oder nicht?

 
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Kochen mit der Mikrowelle, gesund oder nicht?

Mikrowellenherde gibt es heutzutage in fast jedem Haushalt, aber auch in Restaurants und Kantinen.

Mit der Mikrowelle kochen?Die „schnellen Wellen“ haben stressgeplagte Menschen, die sich immer unter Zeitnot fühlen, innerhalb weniger Jahre überzeugt. Heute ist fast in jedem deutschen Haushalt ein Mikrowellenherd zu finden. Er gehört mittlerweile zum Alltag.

Die Menschheit kennt seit Urzeiten zahlreiche Methoden und Zubereitungsformen für Nahrungs- und Lebensmittel, viele haben mit Feuer zu tun. Roh essen, trocknen, räuchern, dämpfen und dünsten, kochen, braten, grillen oder in der Mikrowelle zubereiten – all diese Möglichkeiten stehen uns heute zur Verfügung. Die letzte, die Zubereitung im Mikrowellenherd, ist die jüngste und zudem gesundheitlich umstritten.

Wie funktioniert ein Mikrowellenherd?

Mittels eines so genannten Magnetrons werden im Mikrowellenherd elektromagnetische Wellen erzeugt, die über verschiedene Vorrichtungen ins Innere des Herdes geleitet werden. Weil die Wände des Garraumes aus Metall gefertigt sind, reflektieren sie die eintreffenden Mikrowellen und verstärken sie zudem.

Bei allen traditionellen Zubereitungsarten wird der Nahrung von außen Wärmeenergie zugeführt, um sie zu garen. Im Mikrowellenherd läuft das anders: Die Wärme entsteht im Inneren der Nahrung. Denn die elektromagnetischen Wellen dringen etwa zwei bis vier Zentimeter ins Innere des Gargutes ein und versetzen dort vor allem die Wassermoleküle in der Nahrung in Schwingungen. Diese Vibrationen erzeugen Reibungshitze – dadurch gart die Nahrung.

Pro & Contra Mikrowelle

Während die einen von der Zeitersparnis schwärmen, warnen die anderen vor gesundheitlichen Schäden durch ‚gewellte’ Nahrung.

Ob die Warner Recht haben, ist noch ungewiss. Fest steht aber, dass beispielsweise der Nitratgehalt von Gemüse, das mit wenig Wasser in der Mikrowelle gegart wird, höher ist, als im Kochtopf – wenn dort das Kochwasser weggeschüttet wird, in das Nitrate beim Kochen übergegangen sind.

Ein anderer Grund spricht aber gegen die Mikrowelle: ihr schlechter Wirkungsgrad, je größer die Nahrungsmenge. Wie Greenpeace berechnet hat, ist der Stromverbrauch der Mikrowelle so hoch, dass er bei mehr als zwei Portionen den eines gewöhnlichen Küchenherdes übersteigt.

Auch die Wahl des richtigen Geschirrs für den Mikrowellenherd ist ein wichtiger Gesundheitsfaktor. Bei gewöhnlichem Plastikgeschirr etwa können ab einer Erwärmung auf rund 70°C krebserregende Weichmacher freigesetzt werden, die dann im Essen landen. Guten Appetit.

Was darf in die Mikrowelle?

Je mehr Wasser eine Speise enthält, desto besser eignet sie sich für die Mikrowelle. Man sollte allerdings darauf achten, dass das Wasser nicht eingesperrt ist – dann bringt es das Lebensmittel nämlich zum Platzen, weil sich Wasser beim Erhitzen ausdehnt.

Rohe Eier sind ein solcher Fall, aber auch Würstchen oder Tomaten – die kann man allerdings anpieksen, dann lassen sie sich mikrowellen, ohne dass sie explodieren.

Leicht brennbare Substanzen wie Alkohol und Öl sind ungeeignet – den Glühwein bereitet man lieber im Topf zu, genauso wie den Grog, und auch das Öl für die Fritteuse ist dort sicherer erhitzt als im Mikrowellenherd. Wer sein Kissen mit Körnerfüllung in der Mikrowelle erhitzt, riskiert ebenfalls einen Hausbrand.

Da die Wellen nur bis etwa vier Zentimeter Tiefe eindringen, begrenzt das den Verwendungszweck. Ein ordentlicher Braten wird also nicht wirklich gar, und eine Kruste bekommt er ebenfalls nicht, da braucht man dann sowieso wieder einen richtigen Herd.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 10.04.2009
Quelle: kochmix
 
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