Knoblauch - Allium sativum das Gewächs mit Geruch und Geschmack

 
Rezepte, Kochen, Kochbuch, Kochrezepte, TV-Guide usw.

Kategorien für das Kochmagazin:

Kochmagazin: Live Search

Kochmagazin - gemuese

Knoblauch - Allium sativum das Gewächs mit Geruch und Geschmack

Mit dem Einzug mittelmeerischer Früchte und Gewürze in die deutsche Küche hat er mehr und mehr an Popularität gewonnen: der Knoblauch (Allium sativum), auch bekannt als Knobi, Knofi oder Knofloch.

Knoblauch - Allium sativum das Gewächs mit Geruch und GeschmackIm Mittelalter von Hildegard von Bingen zu den Küchengiften gezählt, von indischen Brahmanen als unrein geschmäht, hat die weißliche oder rosa Knolle mit den in papierartige Hüllen gepackten Zehen in Europa allgemein einen guten Ruf, wegen ihrer medizinischen Qualitäten wie ihres würzigen Geschmacks.

Einen Nachteil hat das Gewächs aber in jedem Fall. Dank der schwefligen Verbindungen, die ihm sein köstliches Aroma verleihen, dünstet man nach dem Genuss aus Haut und Rachen höllische Gerüche aus. Das sorgt zwar dafür, dass man problemlos Platz in der S-Bahn bekommt. Aber es macht auch einsam. Deshalb gilt für Knoblauch: nur in Gemeinschaft vertilgen. Denn wenn alle Knoblauch speisen, können sich auch alle riechen, ohne naserümpfend Reißaus zu nehmen.

Knoblauch eignet sich wunderbar als Würze zu Lammbraten und sonstigem Fleisch, Er passt zu Fisch, aber auch zu vegetarischen Gemüseeintöpfen wie französische Ratatouille. Eine Sauce, zu deren Genuss man unbedingt auch den Rest der Familie und Freunde verleiten sollte, ist ein würziger Knoblauchdip, der köstlich schmeckt zu frischem Baguette, türkischem Fladenbrot und natürlich rohem Gemüse.

Würziger Knoblauchdip
Pro Person rechnet man eine halbe Knolle Knofi, anderthalb Esslöffel Olivenöl, ein Viertel einer Zwiebel, fein gehackt, einen halben Esslöffel Zitronensaft, einen dreiviertel Esslöffel Sesampaste (Tahini), außerdem Salz und Pfeffer.

Die Knoblauchzehen im vorgeheizten Ofen rund 10 Minuten bei 200°C anrösten, abkühlen lassen, schälen und fein hacken oder durch die Knoblauchpresse drücken. Das Olivenöl erhitzen, Knoblauch und Zwiebel darin bei geringer Hitze weichbraten, bis sie leicht goldbraun werden (Achtung: wenn Knoblauch zu dunkel wird, schmeckt er bitter).

Die Pfanne vom Feuer nehmen, Tahini und Zitronensaft unterrühren und mit Pfeffer und Salz nach Geschmack würzen. Wer mag, kann noch pro Nase einen halben Esslöffel kleingehackte frische Petersilie hinzufügen.

Köstlich ist auch süßsauer eingelegter Knoblauch – pur oder zu Gemüse, Weißbrot oder Spaghetti:

Knofi süßsauer
Für süßsauren Knofi braucht man ganz frische Knollen, deren Zehen noch keinen grünen Keimling entwickelt haben. Die geschälten Zehen von drei Knollen kocht man drei bis fünf Minuten in Salzwasser, lässt sie abtropfen und gibt sie in ein großes, verschließbares Glas (z.B. ein Gurkenglas).

Für den Sud köchelt man 175 ml weißen Balsamico-Essig (alternativ Weißweinessig), dem man 120 g Zucker, einen Rosmarinzweig, ein Blatt Lorbeer, einige Pfefferkörner, Salz und 50 ml Wasser zugegeben hat, bis der Zucker aufgelöst ist. Den süßsauren Sud heiß über die Zehen gießen und vier Wochen lang im Kühlschrank ziehen lassen.

Die Zehen lassen sich übrigens prima schälen, wenn man sie drei Minuten in lauwarmes Wasser einlegt. Die Haut wird dann geschmeidiger und lässt sich gut abziehen, außerdem riechen die Hände weniger.

Anzeigen zum Artikel:


Weitere Interessante Artikel aus der selben Kategorie: Gemuese
» Zitronengras - Lemongras für asisatische Gerichte
» Die Gewürznelke: Eine außergewöhnliche Heilpflanze
» Kräutersegen für kalte Jahreszeiten
» Meerkohl: Ein historisches Gemüse mit Zukunft
» Frühlingsgemüse - zart und gesund

Kategorie: gemuese
Hits: 7357 mal gelesen
Erfassung: 24.07.2007
Quelle: kochmix
 
nach oben


Copyright © Pixel Trader Ltd. 2005 2006 2007 All rights reserved.