Kiwano - Die schmackhafte Horngurke

 
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Kiwano - Die schmackhafte Horngurke

Die Kiwano kennt man auch als Horngurke oder Hornmelone. Vielen ist die Kiwano noch unbekannt, doch es lohnt sich, sich an das exotische Gewächs heranzutrauen.

Eine aufgeschnittene KiwanoIn der afrikanischen Steppe des Kalahari-Gebiets besitzt die Kiwano ihren Ursprung, doch mittlerweile wird sie weltweit gegessen und vielerorts kultiviert angebaut. Aus Neuseeland, aber auch aus Kenia und Israel wird die Kiwano exportiert, in Europa kann man sie teilweise während des ganzen Jahres kaufen. Der botanische Name der Kiwano ist Cucumis metuliferus, abgesehen von den erwähnten Namen Horngurke und Hornmelone wird Kiwano auch Igelgurke und Stachelgurke genannt. Kiwano gehört zur Pflanzenfamilie der Kürbisgewächse, den Cucurbitaceae.

Wichtiges über die Pflanze

Es handelt sich bei Kiwano um ein Kürbisgewächs und es ist eine einjährige Kletterpflanze, die sehr schnell wachsend ist. Bereits bei einer Größe von 50 cm bildet sie Seitentriebe aus, die sich über den Boden ausbreiten, sofern sie nichts zum Hochranken finden. Die Blätter der Kiwano sind ähnlich wie die der Gurkenpflanze und sie werden bis zu 15 cm groß und sind mit kleinen, feinen Stacheln überzogen, ebenso die Stängel der Kiwano-Pflanze. Die Kiwano bildet männliche und weibliche gelbe Blüten, die sich nach der Befruchtung später zu den Früchten entwickeln.

Nach der Befruchtung dauert es einen Monat, bis die Horngurke ihr volles Gewicht erreicht hat, das bis zu 700 g schwer sein kann. Die Frucht ist schließlich rund 10 bis 15 cm lang, länglich und rund 6 cm dick. An der grünorangen bis satt-orangen Schalenoberfläche bilden sich während des Wachsens hornartige Spitzen, denen die Kiwano ihre Beinamen verdankt. Zwei weitere Wochen später hat die Frucht die volle Reife erreicht. Hellgrün zeigt sich das Fruchtfleisch, wenn man eine Kiwano aufschneidet, außerdem befinden sich viele essbare Kerne darin, insgesamt erinnert sie an das Innere einer Gurke.

Geschmack und Verwendung der Kiwano

Die Kiwano schmeckt sehr erfrischend nach einer Mischung aus Bananen, Limetten und Gurke, manche reden auch von einer Melonen-Note. Der Geschmack scheint je nach Herkunft – und vermutlich je nach Erntezeitpunkt – zu variieren. Des Weiteren ist die Hornmelone sehr kalorienarm (ca. 22 kcal/100g) und enthält wertvolle Vitalstoffe wie Magnesium, Eisen, Kalium und Vitamin C sowie Vitamin B. Außerdem belastet sie nicht den Organismus und ist leicht verdaulich. Die Kiwano wird gerne aufgeschnitten und ausgelöffelt.

Die dekorative Schale lässt sich wunderbar als Obstschale für Fruchtsalat verwenden, selbst Cocktails können in der Kiwano-Schale gereicht werden, sofern man das Käppchen der Frucht abschneidet und das Fruchtfleisch mit einem Löffel entfernt. Wer die Kerne nicht mitessen möchte, kann das Fruchtfleisch durch ein Sieb drücken. Vermixt, beispielsweise mit Limettensaft und Zucker, kann man tolle, erfrischende Getränke aus dem Kiwano-Fruchtfleisch zaubern. Außerdem gibt es viele Kiwano-Rezepte hier auf Kochmix.de

Herkunft der Kiwano

Die Kiwano ist in Afrika schon seit geschätzten 3000 Jahren bekannt. In den Handel kam sie allerdings erst Anfang der 1980er Jahre. Auf Umwegen gelangte die Kiwano nach Neuseeland, wo sie wohl schon seit 1920 nach und nach Bekanntheit erlangte. Doch das Ehepaar Morris erkannte das Potenzial der Frucht, entwickelte eine spezielle Anbaumethode und züchtete sie hinsichtlich des Aussehens und Geschmackes weiter. Die Kiwano, die von John und Sharyn Morris zunächst Mexican Fruit Salad genannt wurde, entwickelte sich in Bezug auf den Export hervorragend und bald wurde sie auch auf anderen Kontinenten professionell angebaut. Wegen ihres Geschmacks wird Kiwano in Italien „Lemonbana“ (Fantasiewort aus Lemone und Banane) geheißen, die Schweizer können Kiwano unter dem Namen Delicano erwerben.

Eigener Anbau und Lagerzeit

Im Internet und bei manchen Händlern können Kiwano-Samen, aber auch vorkultivierte Jungpflanzen erworben werden. Im Garten benötigen sie einen warmen, sonnigen Platz, vorteilhaft ist eine Hauswand, vor die man sie pflanzt, da diese zusätzliche Wärme abstrahlt. Die Nachttemperaturen sollten nicht mehr langfristig unter 15° C sinken, weil dies den Wachstum behindern oder gar verhindern könnte. Zusätzlich kann man Kiwano anfangs unter Folie wachsen lassen.

Von Ende April bis einschließlich Mai ist eine gute Zeit zur Aussaat, schwarze Mulchfolie ist zudem hilfreich für das Wachstum der Kiwano. Außerdem braucht sie ab einer Größe von 40 cm ähnlich wie Gurken einen Stab oder Schnüre zum Ranken. Mit der Ernte beginnt man im August, wenn die Früchte beginnen, sich gelb-orange zu verfärben, allerdings können noch grüne Früchte bei Zimmertemperatur nachreifen. Die Kiwano sollte nicht in den Kühlschrank gegeben werden, hier verdirbt sie schnell. Bei Zimmertemperatur allerdings lässt sie sich bis zu vier Monate aufbewahren, manche sagen auch, dass sie bei idealen Lagerungsbedingungen von 9 bis 11 Grad Celsius bis zu neun Monate frisch bleiben soll!

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Kategorie: saisonales
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Erfassung: 02.05.2009
Quelle: kochmix
 
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