Kichererbsen - die witzigen Hülsenfrüchte

 
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Kichererbsen - die witzigen Hülsenfrüchte

Eine Schönheit sind sie wahrlich nicht. Dafür haben sie jedoch den lustigsten Namen aller Gemüsesorten: Kichererbsen sind fade braun und schrumpelig und machen keinen besonders raffinierten Eindruck. Der Eindruck täuscht.

Kichererbsen – die witzigen HülsenfrüchteDie Hülsenfrüchte sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen, aber arm an Fett. Die Samen der uralten Kulturpflanze lassen sich nicht nur zu Eintöpfen, sondern auch zu Brotaufstrichen und frittierten Bällchen verarbeiten – dem berühmten und beliebten Falafel.

Warum heißen Kichererbsen - Kichererbsen? Machen sie lustig und vergnügt? Nun, die farblosen Samen versorgen den Körper zwar mit fast allem, was er braucht und machen satt, was zumindest eine wichtige Voraussetzung für ein fröhliches Gemüt ist. Ihr ungewöhnlicher Name aber ist aus einer Eindeutschung des lateinischen Wortes cicer entstanden.

Cicer ist der botanische Überbegriff der verschiedenen Kichererbsenarten, die bereits vor mehr als 10.000 Jahren im vorderen Orient angebaut wurden und seitdem fest zur morgenländischen Küche gehören. Große Kichererbsen-Kulturlandschaften findet man heute in der Türkei, in Nordafrika, Pakistan und Indien, aber auch in Spanien und Mexiko. Vom Orient aus gelangte die Kichererbse aber in die warmen Nachbarländer und hatte bei den Römern sogar den Status eines Aphrodisiakums.

Als Symbol der Erotik wurden die Pflanzen der Göttin Venus geweiht und geopfert; außerdem setzten Heilkundige die Cicer gegen verschiedene Zipperlein, unter anderem Harnleiden und Menstruationsbeschwerden, ein. Ganz ungefährlich ist die Kichererbse jedoch nicht: Roh sind die Samen unverdaulich und enthalten Giftstoffe, die erst während des Kochens verschwinden.

Beim Zubereiten der Hülsenfrüchte ist zu beachten, dass die Kichererbsen immer ausgiebig eingeweicht werden müssen, um weiter verarbeitet werden zu können. Dann aber geben sie sich äußerst flexibel und machen sich gut als Dipgrundlage, als Basis für einen Brotaufstrich oder sind eine ideale Ergänzung zu Couscous und Reisgerichten. Die gekeimten Kichererbsen, die eine weniger blähende Wirkung als die normalen Exemplare aufweisen, stellen eine interessante und nährreiche Ergänzung zu einem gemischten Salat dar.

Ein klassisches arabisches Kichererbsengericht, das inzwischen auch fest zur kulinarischen Vielfalt deutscher Großstädte gehört, sind die so genannten Falafel: runde, frittierte Bällchen aus Kichererbsenmehl, die mit Salat oder Gemüse-Rohkost serviert werden.

Falafel schmecken am besten frisch und selbst gemacht, da die Qualität des sättigenden Snacks wesentlich von der Frische des Fettes abhängt. Zunächst müssen die Kichererbsen zwölf Stunden lang zusammen mit etwas Kreuzkümmel in kaltem Wasser quellen. Anschließend die weichen Erbsen zusammen mit etwas Wasser und Maismehl zu einem festen, aber geschmeidigen Teig verarbeiten.

Nun wird die Masse mit etwas Knoblauch, Meersalz, Cayennepfeffer und Koriander frei nach dem persönlichen Gusto abgeschmeckt und anschließend zu kleinen Bällchen geformt. Diese Bällchen können nun entweder in einer Pfanne und reichlich Fett oder in der Friteuse goldbraun ausgebacken werden. Sie sind dann fertig, wenn sie eine krosse, braune Kruste haben und intensiv duften. Falafel sollten ganz frisch verzehrt werden.

Besonders hübsch sehen die Bällchen aus, wenn sie in einem Teigkörbchen, einer so genannten Pita, serviert werden. Pitas gibt es fix und fertig in Spezialitätenläden.

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Kategorie: gemuese
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Erfassung: 30.10.2007
Quelle: kochmix
 
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