Kaviar - Stör Eier Beluga, Osiestra, Sevruga Kaviar Luxus pur?

 
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Kaviar - Stör Eier Beluga, Osiestra, Sevruga Kaviar Luxus pur?

Woher der Name stammt, darüber gehen die Meinungen auseinander. Poetischere Naturen führen den Begriff auf den persischen Stamm der Khediven zurück, die am kaspischen Meer als große Liebhaber der Fischeier diese Cahv-Jar nannten.

Kaviar - Stör Eier Beluga, Osiestra, Sevruga Kaviar Luxus pur?was soviel bedeutet wie »Kuchen der Freude«. Andere sind der Meinung, der ursprüngliche Name laute Khag-viar – nichts anderes als eine Bezeichnung, die im mittelpersischen Sprachraum weit verbreitet sei und ganz prosaisch »kleines schwarzes Fisch-Ei« bedeute.

Einigkeit herrscht jedoch darüber, dass Kaviar ein Lebensmittel ist, für das sich exorbitante Preise erzielen lassen. Kaviar gehört zu den Lebensmitteln (oder besser Luxusartikeln), die der Demokratisierung entgangen sind. Ausgerechnet Fischeier gehören zu den teuersten Lebensmitteln der Erde. Der Begriff Kaviar steht international für Luxus. Und der Kaviar des Störs ist in den letzten Jahren stetig im Preis gestiegen.

Störe gehören zu den ältesten Lebewesen der Welt. Seit über 250 Millionen Jahren durchkreuzen sie die Tiefen der Weltmeere. Sie können über 100 Jahre alt werden und bis zu 1.500 Kilogramm schwer. Doch mittlerweile sind alle 27 bekannten Arten bedroht.

Die Lebensbedingungen haben sich verändert, die Lebensräume sind kleiner geworden, dazu kommt die Jagd nach dem Kaviar der Fische. Schließlich ist jedes kleine Kügelchen ein potenzieller neuer Stör. Und wenn ein Weibchen mit dem Bauch voller Kaviar gefangen wird, bedeutet das eben nicht nur das Ende für diesen einen Fisch, sondern auch für sämtliche Nachkommen.

Um die Nachfrage zu befriedigen, wurde in Mecklenburg-Vorpommern die größte Zuchtanlage der Welt für Störe gebaut. In 176 Becken werden hier jedes Jahr 11 Tonnen Kaviar produziert. Doch echten Liebhabern gilt der Zuchtkaviar nichts, er wird hauptsächlich zur Dekoration nobler Buffets verwendet. Nur Kaviar vom wilden Stör, vorzugsweise vom Beluga, kommt an ihren Gaumen.

Da der Beluga erst nach 20 Lebensjahren zum ersten Mal laicht, sind seine Eier entsprechend kostbar. Nur der goldene, nicht schwarze, Kaviar von äußerst seltenen Albino-Stören erzielt noch höhere Preise. Bei Caviar Creator in Demmin eine Zuchtanlage in Mecklenburg-Vorpommern plant man, in einigen Jahren das Kilo dieses Gold-Kaviars für knapp 22.000 Euro zu verkaufen. »Normaler« Beluga-Kaviar kostet vor Ort am kaspischen Meer rund 200 Euro das Kilo, in Deutschland bringt die gleiche Menge inzwischen bis zu 7.500 Euro.

Kaviar sollte, wie alle Eier, keinesfalls mit einem Metalllöffel gegessen werden, vor allem nicht mit einem Silberlöffel. Der feine Geschmack würde durch den des Silberoxids überlagert werden. Am besten verwendet man einen Horn-, Perlmutt- oder Plastiklöffel. Mehr braucht man eigentlich nicht. Allenfalls noch etwas frisches Baguette und etwas Butter. Als Getränk dazu eignet sich – James Bond lässt grüßen – am besten Champagner oder ein trockener Weißwein.

Kaviar ist nicht gleich Kaviar Der Beluga liefert mit rund 3,5 mm Durchmesser pro Korn die größte der drei großen Kaviarsorten. Und die begehrteste. Kenner schätzen seinen sahnigen, feinen Geschmack und die zarte Schale.

Osiestra-Kaviar ist deutlich kleiner. Er besitzt eine härtere Schale, was ihn unempfindlicher macht. Sein Geschmack ist sehr speziell und etwas nussig.

Sevruga besitzt wie der Beluga eine sehr dünne Schale. Er schmeckt kräftig-würzig und ist die preiswerteste der drei Sorten.

Wer nicht gleich ein Vermögen ausgeben und trotzdem einmal den Geschmack von Fischeiern kosten will, der kann auch zu Rogen von Forelle oder Lachs greifen. Auch solch ein Kaviarersatz kann durchaus wohlschmeckend sein, wenn er frisch und von guter Qualität ist. Die bekannt übersalzenen und fischig schmeckenden Gläschen mit Seehasenrogen allerdings haben mit Kaviar nun wirklich nichts mehr zu tun.

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Kategorie: lifestyle
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Erfassung: 15.10.2007
Quelle: kochmix
 
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