Kalium - ein lebenswichtiges Elektrolyt

 
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Kalium - ein lebenswichtiges Elektrolyt

Nicht zu viel und nicht zu wenig, sondern 3,5 – 5,5 Millimol pro Liter – so sieht der ideale Kaliumwert im Blutserum aus. Das unscheinbare, für den menschlichen Organismus unverzichtbare Alkalimetall im Zellinneren gleicht einer Schaltzentrale, in der alle Fäden zusammenlaufen.

In Hülsenfrüchten ist viel Kalium enthaltenKalium gehört zu den so genannten Elektrolyten. Mit Hilfe des Mineralstoffes werden unter anderem der körpereigene Flüssigkeitshaushalt, der Blutdruck, die Stimulation von Muskel- und Nervenzellen, die Herzfunktion sowie diverse weitere wichtige Stoffwechselfunktionen gesteuert.

Die so genannte Natrium-Kalium-Pumpe sorgt dafür, dass ein Kalium-Konzentrationsgefälle zwischen dem Zellinneren und dem umgebenden Raum besteht – das ist für die Übertragung von Nervenimpulsen notwendig.

Ebenso raffiniert, wie das Kalium die wichtigen Körperfunktionen regelt, hat die Natur die Kaliumaufnahme geplant – im Idealfall funktioniert diese nämlich wie von selbst. Ernährungswissenschaftlern zufolge nimmt ein gesunder Erwachsener die täglich benötigte Kaliummenge von zwei Gramm mit einer ausgewogenen Ernährung zu sich.

Kalium aus der Nahrung – frisch auf den Tisch

Kalium liebt es natürlich, und so liefern viele Obst- und Gemüsesorten die nötige Portion Kalium. Ideale Kaliumspender sind zum Beispiel:

  • Obst wie Bananen (ca. 382 Milligramm Kalium pro 100 Gramm), Aprikosen, Pfirsiche, Honigmelonen, Kiwis, schwarze Johannisbeeren, aber auch Trockenobst
  • Gemüse und Hülsenfrüchte wie Sojabohnen (ca. 1750 Milligramm Kalium pro 100 Gramm), weiße Bohnen, Artischocken, Bambussprossen, Fenchel, Grünkohl, Broccoli, Bohnen, Salat, Kartoffeln
  • Nüsse.

Möglichst erntefrisch verzehrt - oder bei Bedarf äußerst schonend gegart - bleibt der Mineralstoff am besten erhalten.

Im Hinblick auf den Kaliumgehalt ist übrigens auch die Konserve besser als ihr Ruf – zumindest dann, wenn es sich um eine Konserve mit Ölsardinen handelt. Ölsardinen sind nämlich nicht nur fett, sondern auch reich an Kalium. Und im Gegensatz zu Kartoffen, Grünkohl, Erbsen und allem, was erst noch gekocht werden muss, landet das Kalium der Ölsardinen nicht im Kochwasser und nachfolgend im Ausguss, sondern wird direkt verzehrt. Ein besseres Argument, um hin und wieder der Konservendose zu frönen, gibt es wohl kaum.

Aus dem Gleichgewicht - Risiko Kaliummangel

Eine ausgewogene Ernährung schützt vor einem Kaliummangel. Anders sieht es bei rigorosen Diäten aus. Wird diese Mangelernährung womöglich noch mit der Einnahme von Abführmitteln kombiniert, rutscht der Kaliumwert leicht in den Keller. Auch sehr schweißtreibender Sport kann die Kaliumbilanz ins Ungleichgewicht bringen.

Gleiches gilt übrigens auch bei einem Magen-Darm-Infekt, der mit starkem Durchfall und/oder Erbrechen einhergeht. Vor allem Säuglinge, Kleinkinder oder ältere Menschen können durch den Flüssigkeitsverlust leicht in einen Kaliummangel rutschen, der massive Kreislaufprobleme nach sich zieht. Vorbeugend wirken hier parallel zum Infekt verabreichte Elektrolytlösungen.

Kalium – viel hilft viel?

Ohne Kalium geht es nicht – sollte man also vielleicht sicherheitshalber mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln eine Extra-Portion Kalium einnehmen? Wer sich sehr einseitig ernährt, übermäßig schwitzt und zudem vielleicht Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschwäche oder Krämpfe verspürt, die auf einen Kaliummangel hinweisen könnten, sollte seinen Hausarzt aufsuchen.

Eine Selbstmedikation mit frei verkäuflichen Kaliumpräparaten ist nicht empfehlenswert. Die diffusen Symptome explizit einem Kaliummangel zuzuordnen, ist ohne Blutuntersuchung schlicht unmöglich - ein Zuviel an Kalium (Hyperkaliämie) hingegen äußerst ungesund, denn das kann schlimmstenfalls bis zum Herzversagen führen.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 26.02.2010
Quelle: kochmix
 
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