Kaki: Gesunde Persimonen

 
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Kaki: Gesunde Persimonen

Meine erste Begegnung mit der Kaki, die auch Dattelpflaume, Persimone oder Sharonfrucht (eine Züchtungsform aus Israel) genannt wird, fand in Amerika statt.

Kaki, Persimone oder SharonfruchtGenauer gesagt: In einem Vorort von San Francisco. Ich besuchte dort mitten im Dezember eine Freundin, und als ich zum Luftschnappen in den Garten spazierte, wartete dort eine Überraschung auf mich.

Ein riesiger, blattloser Baum voller Tomaten. So schien es jedenfalls. So etwas hatte ich noch nie gesehen und fragte natürlich voller Neugier nach, um was für einen Baum es sich handele. Die Antwort „Persimonen“ half mir nicht wirklich weiter, aber immerhin erfuhr ich, dass es sich um essbare Früchte handelt.

Als mir also eine reife Frucht direkt vor die Füße plumpste, zögerte ich nicht lange, sie zu probieren. Das tomatenartige Äußere täuschte: Nach Tomate schmecken die Früchte des aus Asien stammenden Ebenholzgewächses jedenfalls nicht. Die Haut erinnert jedoch neben der Optik ebenfalls an das rote Gemüse, aber bei den Persimonen zieht man sie am besten ab. Sie enthält nämlich reichlich Gerbstoffe, und man hat das Gefühl, den Zähnen wächst schlagartig ein dicker Pelz, wenn man einfach so in die Schale beißt.

Göttlicher Genuss: Kaki, die Götterbirne

Am einfachsten lassen sich die Kakis essen, wenn man sie mit einem scharfen Messer halbiert und auslöffelt oder in Viertel zerteilt und das Fruchtfleisch, das in reifem Zustand eine glitschig-schleimige Konsistenz hat, einfach abzuckelt. Die in Israel gezüchtete Variante der Sharon hat übrigens in reifem Zustand ein festes Fruchtfleisch, eignet sich also auch als Belag für Kuchen.

Da reife Kakis sich schlecht transportieren lassen, bekommt man im Supermarkt oder beim Feinkosthändler nur halbreife Früchte, die man aber einfach ein paar Tage bei Zimmertemperatur liegen lässt, bis sie auf Fingerdruck leicht nachgeben. Wer es eilig hat, legt ein paar Äpfel dazu. Die strömen Ethylengas aus, das den Nachreifungsprozess beschleunigt.

Das leuchtend orangerote Fruchtfleisch der Persimonen ist in jedem Falle zuckersüß und aromatisch, lässt sich aber nur schwer mit europäischen Früchten vergleichen. Vielleicht noch am ehesten mit Reneclauden, die aber mehr Säure aufweisen.

Gesunde Persimonen

Wie die Farbe der Früchte, die zwischen hellem Orange und kräftigem Tomatenrot schwankt, anzeigt, enthält die Kaki reichlich Karotinoide, die im Körper u. a. zu Vitamin A, dem Augenvitamin umgewandelt werden können. Die Karotinoide wirken zudem als starke Antioxidantien und helfen, Zellschäden durch freie Radikale vorzubeugen. Außerdem stärken sie das Immunsystem. Die köstlichen Früchte, die bis zu einem Pfund wiegen können, sind also gerade im Winter ein willkommenes Lebensmittel für einen ausgewogenen Speiseplan.

Noch stammt ein Großteil der Kakiernte aus China und anderen asiatischen Ländern wie Japan oder Korea, doch mittlerweile wird das köstliche Obst für Leckermäuler auch an der Levante, in Nordamerika und in Italien angebaut.

In Asien sind mehrere tausend Kakisorten heimisch, doch auch in anderen Weltgegend gibt es „Zeusbirnen“, wie der botanische Gattungsname Diospyros übersetzt heißt. In Mexiko wächst beispielsweise die Schwarze Persimone (Diospyros digyna), auf den Philippinen der Samtapfel (Diospyros discolor), in Nordamerika ist die Amerikanische Kakipflaume (Diospyros virginiana) heimisch.

Wer in einer Weinregion wohnt, kann auch in Europa einen Kakibaum (Diospyros kaki) anpflanzen. Denn der Baum, der bis zu zehn Metern hoch werden kann, hält Temperaturen von bis zu –15° Celsius aus.

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Kategorie: saisonales
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Erfassung: 04.11.2009
Quelle: kochmix
 
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