Juan Amador - ein umtriebiges Genie am Kochtopf

 
Rezepte, Kochen, Kochbuch, Kochrezepte, TV-Guide usw.

Kategorien für das Kochmagazin:

Kochmagazin: Live Search

Kochmagazin - Koeche

Juan Amador - ein umtriebiges Genie am Kochtopf

Eigentlich zog es den Schwaben mit den spanischen Wurzeln, der im Dezember 1968 geboren wurde, nicht in die Küche, sondern ins Hotelfach. Feinschmecker sei Dank absolvierte Juan Amador jedoch mangels Alternativen eine Ausbildung als Kochanwärter.

Diese brachte ihn offensichtlich auf den Geschmack, denn mit seiner Karriere ging es danach steil bergauf. Im Rahmen seiner Lehr- und Wanderjahre traf er im Hotel Waldhorn auf Albert Boulley, unter dessen Leitung er sich mit nur 22 Jahren zum Sous-Chef hocharbeitete. Die Arbeit mit Boulley prägt die Küche Amadors nachhaltig. Er fand Gefallen am Minimalismus, sowie daran, kulinarisch völlig neue Wege zu gehen. 

Molekulargastronomie in Perfektion

Die von Ferran Adrià populär gemachte Molekulargastronomie hat es Amador angetan und plant er neue Menüs, zieht es ihn nicht zwangsläufig in die Küche. Wo andere Küche mit Töpfen, Pfannen und Bergen von frischen Lebensmitteln wirbeln, treibt es Amador ein einen laborartig anmutenden Raum, in dem er mit Stickstoff, Calciumchlorid, Alginat, Messgeräten und sonstigen Laborutensilien hantiert.

Ergebnis seiner gastronomischen Experimente sind völlig neue und bisher ungeahnte Geschmackserlebnisse. Mittlerweile gilt der Schwabe als prominentes Aushängeschild der Molekularküche und wurde im Jahr 2005 als „Innovativster Koch des Jahres“ ausgezeichnet.

 

 

Am Gourmethimmel leuchten die Sterne für Amador

Waren die Michelin-Sterne bisher eher der klassischen Gourmet-Küche vorbehalten, so schaffte es der kreative Chef Amador, den Geschmackshorizont der Kritiker zu erweitern. In welche Küche es ihn auch verschlug – er kam, kochte und gewann.

Sternenglanz verlieh der damals 25-jährige Amador dem Restaurant Petersilie, sowie wenig später dem Sylter Fährhaus Munkmarsch. Als es das Team um Amador nachfolgend nach Aschaffenburg in die Weyberhöfe zog, leuchteten auch dort bald zwei Michelin-Sterne.

Zeit für etwas Eigenes: Amador, Tasca, Amesa

Nachdem Amador zahlreichen Restaurants zu Sternenglanz verholfen hat, ist es 2005 für ihn an der Zeit, gemeinsam mit seiner Frau Victoria und einem eingespielten Team ein eigenes Restaurant aus der Taufe zu heben.

Das Amador wird geboren und – wie sollte es auch anders sein - nur wenig später mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Der zweite Stern, sowie diverse weitere Auszeichnungen, lassen nicht lange auf sich warten. Ein Restaurant reicht dem umtriebigen Koch nicht und so eröffnet er im Jahr 2006 das Wiesbadener Tasca-Amador.

Im Jahr 2007 folgt der endgültige Durchbruch für den Mann, der sich nie mit dem zufrieden gibt, was er erreicht hat. Sowohl sein Amador, als auch der Nachzügler Tasca werden erneut mit einem Stern prämiert. Da ist das das im gleichen Jahr erscheinende Kochbuch „Tapas“ nur noch das Tüpfelchen auf dem i.

Restaurant Amesa in Mannheim

Und was macht der Sternekoch? Der besinnt sich auf traditionelle Werte. Nachdem das Tasca in Wiesbaden nicht den erhofften Publikumserfolg brachte, gibt es bereits einen Nachfolger: Das Amesa in Mannheim mit einer eher klassisch orientierten Speisekarte:

Das „Menü Amesa“ für 129 Euro beginnt etwa mit einer marinierten Gänseleber ‚Schwarzwälder Art’, gefolgt von einer andalusischen Gazpacho mit Kaisergranat. Als Fischgang wird Seezunge ‚à la Meunière’ serviert, gefolgt vom Limousin-Lamm ‚à la Boulangère’ mit geschmorten Zwiebeln, Kartoffeln und schwarzem Knoblauch. Als Nachspeise darf sich der Gast an Pfirsich Melba delektieren.

Restaurant Amesa, Floßwörthstraße 38, 68199 Mannheim, geöffnet Dienstag–Samstag ab 18.30 Uhr, Tel. 06 21 / 8 54 74 96

Restaurant Amador, Vierhäusergasse 1, 63225 Langen, Tel. 0 61 03 / 50 27 13

Anzeigen zum Artikel:


Weitere Interessante Artikel aus der selben Kategorie: Koeche
» Elena Arzak: Die kreative Köchin aus dem Baskenland sammelt Aromen
» Clemens Wilmenrod - Deutschlands erster Fernsehkoch
» Nicole Fagegaltier - sympathische Sterneköchin aus den Pyrenäen
» Douce Steiner - das Talent liegt in der Familie
» Lea Linster - Kochen auf hohem Niveau

Kategorie: Koeche
Hits: 4064 mal gelesen
Erfassung: 11.01.2010
Quelle: kochmix
 
nach oben


Copyright © Pixel Trader Ltd. 2005 2006 2007 All rights reserved.