Jod - wie kann ich Jodmangel vorbeugen?

 
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Jod - wie kann ich Jodmangel vorbeugen?

Jod gehört zu den Spurenelementen – die heißen unter anderem so, weil sie für den Körper in äußerst geringen Mengen gut und nützlich sind. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bewertet Deutschland als mittelschweres Jodmangelgebiet.

Frischer Lachs enthält JodDoch was heißt das? Was bewirkt Jod eigentlich im Körper?

Bereits im Altertum hatte man festgestellt, dass sich Kropfkrankheiten mit den Schilddrüsen von Schafen behandeln lassen. Der Kropf, eine Vermehrung des Schilddrüsengewebes, ist eine Folge von zu wenig Jod in der Nahrung.

Im Jahre 1811 wurde Jod das erste Mal aus der Asche von Seetang gewonnen und 1814 erhielt das Jod von zwei französischen Naturwissenschaftlern seinen Namen. Jod findet man vor allem in Algen, Meeresfrüchten und Seefischen. In manchen Gegenden enthalten auch Gemüse, Milch und Milchprodukte noch ausreichend Jod – das hängt allerdings von der Bodenbeschaffenheit ab.

Weil Jodmangel eine ganz Reihe von Krankheiten auslösen kann, empfiehlt die WHO, Lebensmittel mit Jod anzureichern. Jodiertes Salz ist heutzutage in Deutschland überall zu bekommen, und viele Fertignahrungsmittel werden mit Jodsalz hergestellt. Auch der rote Farbstoff Erythrosin (E 127) enthält Jod – mit ihm werden beispielsweise Arzneimittel und Cocktailkirschen gefärbt.

In der Wissenschaft herrscht keine Einigkeit darüber, ob die Verabreichung von Jod und jodiertem Salz wirklich gesund ist oder nicht. Manche Menschen reagieren auf jeden Fall negativ und mit Krankheitssymptomen auf die allgegenwärtigen jodierten Speisen.

Bevor man also jodierte Nahrung zu sich nimmt, sollte man lieber beim Hausarzt klären lassen, ob man unter Jodmangel leidet oder nicht. Fakt ist, dass der Körper auf das vorhandene Jodangebot reagiert. In Japan etwa nehmen die Menschen Jod über die Algen- und Seefischreiche Nahrung in einer Menge auf, die hierzulande als gefährlich gilt.

Jod gehört zu den essentiellen Spurenelementen. Die Jodvorräte im Körper sind begrenzt, es muss also mit der Nahrung aufgenommen werden. Für einen Erwachsenen reichen schon 180 bis 200 Mikrogramm Jod, um den Tagesbedarf zu decken. Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf an Spurenelementen, sie brauchen deshalb etwas mehr Jod.

Ein Großteil des körpereigenen Jods befindet sich in der Schilddrüse, der Rest teilt sich auf Galle, Hirnanhangdrüse, Muskeln und Speicheldrüse auf. Im Körper steuert es den Sauerstoffverbrauch im Gewebe und die Energieverwertung.

Aber vor allem für die Schilddrüse ist dieses Spurenelement von größter Bedeutung, da diese mit dem Jod Schilddrüsenhormone bildet, zum Beispiel die Hormone Thyroxin und Trijodthyronin. Dafür verwendet sie rund drei Viertel der täglichen Jodmenge.

Schon im Mutterleib ist für Wachstum und Entwicklung eine ausreichende Versorgung mit Jod wichtig. Später spielt Jod dann für den Blutdruck, die Fruchtbarkeit, Herztätigkeit, Regulation der Körpertemperatur und das Leistungsvermögen, eine Rolle.

Bei einem chronischen Jodmangel kommt es zum Wachstum der Schilddrüse, die versucht, trotz des Mangels ausreichend Hormone zu bilden – es entwickelt sich in der Folge ein Jodmangelkropf oder Struma. Bei unzureichender Jodzufuhr wird die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigt – und das hat Auswirkungen auf den gesamten Organismus.

Eine Schilddrüsenunterfunktion macht sich beispielsweise mit Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit, unerklärbarer Gewichtszunahme, blasser Haut und depressiven Verstimmungen bemerkbar. Bei Kindern kann sich durch Jodmangel die geistige und körperliche Entwicklung verzögern.

Eine Schilddrüsenüberfunktion – Morbus Basedow oder Basedow’sche Krankheit – erkennt man u. a. an hervortretenden Augen und unerklärbarem Gewichtsverlust. Sowohl Schilddrüsenunter- als auch Schilddrüsenüberfunktion sind Krankheiten, die einer ärztlichen Behandlung bedürfen. Über einen möglichen Jodmangel gibt nur eine Blutuntersuchung genaue Auskunft.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 04.10.2008
Quelle: kochmix
 
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