Isländische Küche, für Geniesser der etwas anderen Küche

 
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Isländische Küche, für Geniesser der etwas anderen Küche

Die herbe und karge Landschaft Islands und die langen Wintermonate prägten auch die kulinarischen Gewohnheiten der Isländer.

Den Hering isst man auch in Island sehr gerneIm Gegensatz zu anderen Ländern, die mit einem mediterranen oder gar subtropischen Klima und entsprechender Vegetation gesegnet sind, ging es zumindest in früheren Jahrhunderten auf Island bei der pflanzlichen Nahrung weit bescheidener zu.

Gemüse oder Gewürze waren bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts kaum bekannt. Auch Brot bildete aufgrund des fast unmöglichen Getreideanbaus eher die Ausnahme. Stattdessen bildeten Fisch und allerlei Fleisch die Grundlage der isländischen Küche.

Verzehrt wurden vor allem Schafe, Pferde und Rinder. Da aufgrund mangelnder Weideflächen die Viehzucht nicht ertragreich genug war, griffen die Isländer auch auf Seevögel, Robben oder Wale zurück.

Die Isländer machten aus der Not eine Tugend und perfektionierten die unterschiedlichsten Konservierungsmethoden, um Fleisch und Fisch möglichst lange haltbar zu machen und im Winter keinen Hunger leiden zu müssen.

Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Bau von Gewächshäusern kultiviert, so dass die Isländer auf einheimische Gemüsesorten wie Paprika, Salate, Gurken oder Tomaten zurückgreifen konnten. Eine weitere Bereicherung für die einheimische Esskultur bildet der Import von weiteren Obst- und Gemüsesorten, dank ihnen ist der Speiseplan wesentlich abwechslungsreicher geworden.

Ganz spezielle Delikatessen

Die isländische Küche kann den ausländischen Gaumen schnell überfordern. Zumindest, dann, wenn die ganz speziellen einheimischen Delikatessen ins Spiel kommen. Zu einem traditionellen Mahl wird beispielsweise gerne Svid serviert. Dabei handelt es sich um die Hälfte eines geschorenen und gekochten Schafskopfes.

Wer daran keinen Gefallen findet, kann auch zu in Molke gesäuerten Widderhoden oder eingelegten Schafsinnereien greifen. Alternativ auch zu fermentiertem Fisch, Kæst Skata, der bezeichnenderweise übersetzt ‚Gammelrochen’ heißt und mit dem schwedischen Surströmming verwandt ist. Diese für uns kurios klingenden Gerichte sind natürlich nicht alles, was die isländische Küche zu bieten hat.

Als eine weitere Delikatesse, die auch unserem Magen schmeichelt, gilt fangfrischer Fisch. Sehr empfehlenswert ist die mit Wachholder geräucherte Forelle. Auch Schellfisch und Kabeljau, die in allerlei Variationen sehr schmackhaft zubereitet werden, sind eine gute Wahl. Eine besondere Spezialität ist der isländische Wildlachs, der sowohl geräuchert oder gegrillt eine Sünde wert ist.

Bekömmlich ist ein gesäuertes fettarmes Milchprodukt, Skyr, das die Isländer von den Wikingern übernahmen.

Gesündigt wird von den Isländern übrigens auch gerne am nachmittäglichen Kuchenbuffet. Dort wird, neben herzhaften Snacks, sehr gerne ein üppiges Stück Sahnetorte genossen. Abgerundet wird diese kleine Pause mit einer Tasse Kaffee. Der Kaffee zählt nämlich – ebenso wie hierzulande – zum Lieblingsgetränk der Isländer und darf bei keinem Mahl fehlen.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 10.06.2009
Quelle: kochmix
 
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