Insekten - eine gesunde Delikatesse?

 
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Insekten - eine gesunde Delikatesse?

Spätestens seit dem Dschungelcamp sind sie in aller Munde. Heuschrecken und Co gehören zwar nicht zum alltäglichen Grundnahrungsmittel in Deutschland, jedoch sind Riesenmehlwürmer an Tagliatelle, Heuschrecken knusprig frittiert oder Wolfsspinnen in Blätterteig ein Gaumenschmaus für einige Feinschmecker.

Delikatesse in Thailand - MadenInsekten sind nicht für jeden appetitlich, außerhalb Europas sind sie jedoch eine schmackhafte Delikatesse und nebenbei auch noch sehr gesund. Wenn für Fisch und Fleisch der Geldbeutel knapp ist, kommen die Eiweißlieferanten auf den Tisch. Lecker zubereitet, sind sie wirklich delikat. In Thailand findet man beispielsweise gebratene Heuschrecken, Käfer oder geröstete Mehlwürmer mit Salat an jedem Imbiss um die Ecke.

Die eingeborenen Aborigines feiern in Australien sogar jährlich ein Fest der Bogong-Motte. Hierbei werden die Motten in heißen Sand eingegraben und mit glühenden Kohlen bedeckt, bis sie gar sind. Auch als Kuchen werden diese gern von den Aborigines verzehrt. Als kulinarischer Leckerbissen um den Amazonas gelten auch gebratene Vogelspinnen, während die Chinesen Skorpione, die sogar gemästet und in riesigen Mengen produziert werden, bevorzugen.

Gesunde Eiweißlieferanten

Für viele löst allein schon die Vorstellung, Insekten zu essen, Ekelgefühle aus. Während die kleinen Tierchen in anderen Ländern schon längst als gesunder Snack zwischendurch gelten, stößt man in unseren Gefilden beim Genuss schmackhafter Heuschrecken eher auf Abscheu und Unverständnis. Doch auch in Deutschland führen einige ausgewählte Restaurants das eiweißreiche Kleingetier auf der Speisekarte.

Liebhaber dieser kulinarischen Köstlichkeit greifen für gegrillte Heuschrecken an Tagliatelle oder gebratene Mehlwürmer im gemischten Salat tief in die Tasche. Schon in der Antike wusste man die Krabbeltiere zu schätzen. Gesund sind sie in jedem Fall, Insekten sind reich an Mineralien, Vitaminen und Eiweißen. Sogar der Panzer aus Chitin verbirgt viele Ballaststoffe, die unserer Gesundheit zugute kommen. Beispielsweise enthalten 100 Gramm Termiten 610 Kalorien und 38 Gramm Eiweiß, Heuschrecken sind sogar zu 65 Prozent eiweißhaltig.

Insekten – immer häufiger auf der westlichen Speisekarte

Auf der Erde existieren weit über 1680 bekannte essbare Insekten, die als sehr gesund und leicht verdaulich gelten. Wenn es an tierischem Fleisch mangelt, sind die gesunden Tierchen ein eiweißreicher Ausgleich zu Steak und Co. Zwar gilt die gut mundende Delikatesse in Europa und USA als noch sehr gewöhnungsbedürftig, sicherlich auch bedingt durch teure Haltungs-, Import- oder Lagerkosten, jedoch werden Insekten auch hier zu Lande immer beliebter. Pauschal gesehen, sind die kleinen Krabbler ein kostengünstiges Grundnahrungsmittel für die Menschheit.

Man stelle sich nur vor, dass von zehn Tieren acht davon Insekten sind. Die unbegrenzte Verfügbarkeit ist ein großer Pluspunkt und könnte die Armut durch den Export der schmackhaften Delikatessen großflächig eindämmen. Wissenschaftler prophezeien sogar, dass mit zunehmender Weltbevölkerung eine Umstellung der Europäer auf den Verzehr von Insekten unumgänglich sein wird. Da sie sich leicht vermehren und einfach zu halten sind, werden diese auch für die reichen Industrieländer zu einem wichtigen Nahrungsmittel werden.

Insekten – Ekel oder kulinarischer Leckerbissen

Seltsamerweise aßen schon unsere westlichen Vorfahren Insekten und priesen sie sogar als köstliche Delikatesse an. Wieso also verschwanden diese Verzehrgewohnheiten und woher kommt unser Ekel gegenüber den Kleintieren? Ob Nahrung genüsslich ist oder nicht, hängt nicht nur vom Geschmack ab. Die Grundlagen dafür  findet man auch in der Erziehung, Tradition und Gewohnheit wieder. Diese kulturelle Basis ist auch dafür verantwortlich, dass Krabben, Muscheln und Kaviar in der westlichen Welt als vorzügliche Delikatesse gelten, jedoch marinierte Maden eher Übelkeit und Abscheu in uns hervorrufen.
 
Die Entwicklung unterschiedlicher Esskulturen führen Anthropologen auf  die jeweils zur Verfügung stehende Nahrung zurück. Der Mensch ist ja bekanntlich durchaus in der Lage, verschiedenste Nahrungsquellen zu erschließen. Ekel ist ein instinktiver Schutz des Menschen vor der Aufnahme vor giftigen Substanzen. Man rümpft die Nase, die Nasenlöcher verengen sich und die Zunge wird im offenen Mund nach vorne geschoben. Diese Abscheu bringt den Menschen dazu, gewisse Speisen nicht zu essen oder wieder auszuspucken.

Während der Ekel beim Menschen angeboren ist, sind Vorlieben und Abneigungen jedoch nicht festgelegt. In den ersten zwei Lebensjahren werden Kinder für ihre weiteren Nahrungsvorlieben geprägt. Dies passiert natürlich vorrangig durch die Eltern. Interessant ist, dass für Kleinkinder Regenwürmer und Spinnen kein Problem sind und diese, im Experiment, auch gegessen werden. Erst wenn die Eltern angewidert reagieren, lernen Kinder, diese „Nahrungsmittel“ zu meiden. Die kulturellen Unterschiede lassen sich überall auf der Welt beobachten. Moslems, die aus religiösen Gründen kein Schweinfleisch essen, werden schon beim Geruch angeekelt das Gesicht verziehen.

Auch roher Fisch war noch vor einiger Zeit nicht überall beliebt, und galt bei weitem nicht als Delikatesse. Erst seitdem das Sushi in die westliche Welt eingeführt wurde, können Feinschmecker nicht genug davon bekommen. Ein Grund für den Ekel vor Insekten in den westlichen Industrieländern könnte auch sein, dass diese Lebewesen in Europa und Nordamerika als unsauber gelten. Dies ist leider ein weitverbreiteter Irrtum, da Insekten viel sauberer als andere Tiere sind aufgrund des Verzehrs von grünen Pflanzen. Das kleine Getier eignet sich am besten für Salate, Beilagen oder Hauptgänge oder auch als Dessert.

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Kategorie: lifestyle
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Erfassung: 18.05.2009
Quelle: kochmix
 
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