Inka-Gurke, Caigua - saftige Minis für Balkon und Garten

 
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Inka-Gurke, Caigua - saftige Minis für Balkon und Garten

Inka-Gurke, Caigua, Achoccha, Hörnchenkürbis oder botanisch Cyclanthera pedata – die kleinen gurkenartigen Früchte dieser in Mittelamerika und Südamerika heimischen Kletterpflanze tragen viele Namen.

Inka-Gurke, Caigua, Achoccha, Hörnchenkürbis oder botanisch Cyclanthera pedataDa das Kürbisgewächs aus den Anden auch Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt aushält, eignet sich die Inka-Gurke auch für den Anbau im eigenen Garten oder in Kübeln auf dem Balkon. Man sollte ihr ein Gerüst zum Klettern anbieten; auf dem Balkon eignet sie sich auch als lebender Schattenspender an der Südseite, der einem zudem gleich Salatzutaten in den Mund wachsen lässt.

Praktisch ist: Man kann nicht nur die Früchte der Inka-Gurke roh, gekocht oder gebraten verspeisen, sondern auch die Blätter roh als Salat oder gekocht als Gemüse verwenden.

Man isst die Caigua-Früchte, wenn sie noch recht jung sind und etwa so groß wie eine Walnuss. Werden sie größer, verwandelt sich das Fruchtfleisch in ein wattiges Etwas, man muss die mittlerweile harten Kerne loswerden und die zarten Härchen auf der Schale der jungen Früchte haben sich zu pieksenden Stacheln verhärtet – also lieber etwas kleiner pflücken als zu lange warten.

Der Geschmack liegt etwa zwischen Gurke und Zucchini, ist also eher mild und lässt sich mit zahlreichen anderen Gemüsen und Gewürzen kombinieren.

Das Gemüse ist übrigens ein richtiger Gesundheitssnack: Die Früchte enthalten nicht nur zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe wie Saponine und Phytosterole, denen man positive Auswirkungen auf Blutfettwerte und Cholesterinspiegel zuschreibt, sondern auch Schwefelverbindungen

Gefüllte Inka-Gurken – Fingerfood mit Delikatesse

Die kleinen Inka-Gurken lassen sich prima für ein Büffet als delikates Fingerfood anrichten. Dazu füllt man sie entweder in rohem Zustand, etwa mit einer Frischkäse-Paste, die man zum Beispiel mit scharfem Mango-Chutney, mit frischen Kräutern oder cremigem Gorgonzola gewürzt hat.

Oder man gart die kleinen Früchtchen mit einer Füllung im Ofen. Lecker schmeckt eine aromatische Mischung aus gedünsteten Zwiebeln, Knoblauch, Gartenkräutern, Ricotta und Parmesan oder eine Masse aus klein geschnittenen gedünsteten Pilzen und Zwiebeln mit Salz und Pfeffer. Man füllt die Mischung in die aufgeschnittenen und leicht ausgehöhlten Früchte und gibt sie dann mit etwas Brühe und Weißwein in eine Auflaufform, um sie im Ofen zu überbacken.

Inka-Gurke: Gemüse mit medizinischen Qualitäten

In der Volksmedizin der Inka werden die Hörnchenkürbisse ebenfalls eingesetzt. Ein Tee aus den Samen soll gegen Blutdruck wirksam sein, die Früchte selbst schmecken nicht nur sondern werden bei Magen- oder Darmproblemen gegessen und sollen blutzuckersenkend und harntreibend wirken.

In Peru wirft man die kleinen Gürkchen in den Mixer und trinkt zweimal am Tag bis zu einer halben Tasse von dem entstehenden Inka-Gurken-Smoothie als Mittel gegen entzündliche Erkrankungen wie z. B. Mandelentzündungen.

Mit den Wurzeln der Achoccha, wie die Pflanze in der Sprache der Inka heißt, lassen sich außerdem prima die Zähne schrubben.

Dass die überlieferten medizinischen Wirkungen nicht auf Aberglauben, sondern auf solider Erfahrungswissenschaft beruhen, zeigen neuere klinische Untersuchungen. In einer peruanischen Doppelblindstudie mit 60 Teilnehmern über den Zeitraum eines Jahres zeigte sich, dass das gefährliche LDL-Cholesterin bei 82 Prozent der Patienten um rund 18 Prozent sank, wenn sie vier bis sechs Kapeseln getrockneten Caigua-Saft (à 300 Milligramm) zu sich nahmen. Andere Studien kamen bei einer Gabe von 100 Millilitern Frischsaft pro Tag innerhalb von zehn Tagen zu ähnlichen Ergebnissen.

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Kategorie: gemuese
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Erfassung: 08.12.2009
Quelle: kochmix
 
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