Huhn und Hähnchen

 
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Huhn und Hähnchen

Man liebt es gebraten, gegrillt und gekocht. Sein zartes Fleisch bekommt auch empfindlichen Mägen, und eine Suppe vom ganzen Huhn war Großmutters Standardrezept bei Grippe.

Gebratenes HühnchenDas gewöhnliche Haushuhn (Gallus gallus domesticus) ist kein Bewohner Europas – es stammt ursprünglich aus Asien. In China wurde es bereits vor rund acht Jahrtausenden als nützliches und schmackhaftes Haustier gehalten.

Von dort verbreitete es sich langsam aber sicher über Indien und den Nahen Osten. In Europa, genauer gesagt bei den Griechen und Römern, traf es erst recht spät ein und wanderte von dort mit den Römern gen Norden. In der Schweiz ist es zwischen dem vierten und fünften Jahrhundert vor Christus nachweisbar. Und rund 1200 Jahre später schreibt Karlder Große (747–814) in seiner Landgüterverordnung „Capitulare de villis“ aus dem Jahr 812 die Hühnerhaltung vor.

Hühner zu halten war eine der Maßnahmen, die zum einen der Ernährung der Bevölkerung, zum anderen aber auch der Ernährung des Hofstaates dienen sollten, denn damals war die Geldwirtschaft noch kaum entwickelt und Kaiser wie Fürsten erhielt die Steuern in Naturalien: Hühner und Hühnereier waren eine Möglichkeit, Steuern oder Zinsen zu bezahlen.

Auch Heinrich IV. von Bourbon (1553–1610) förderte die Hühnerzucht – jeder Bauer sollte sonntags Hühnerfleisch essen können. Kein Wunder: Hühner zu halten war eine recht günstige Möglichkeit, eiweißreiche Kost zu bekommen.

Doch erst im 20. Jahrhundert begann mit der Massentierhaltung ein trauriges Kapitel der Geschichte von Mensch und Huhn. Glücklicherweise kann man heute wieder Hühner aus artgerechter Haltung kaufen, die weit langsamer aufwachsen und erheblich besser schmecken als die Retorte-Hühner.

Da kann man wieder nachvollziehen, warum Wilhelm Busch über die gefräßigen Knaben Max und Moritz reimte: „Und von dem ganzen Hühnerschmaus guckt nur noch ein Bein heraus“. Doch während die im Kamin gegrillte Hühnchen von Witwe Bolte vertilgten, versuchen wir uns lieber an einer edleren Variante: Coq au Vin, Mischtkrätzerle in Weinsoß’, wie die Elsässer sagen.

Mischtkrätzerle in Weinsoß’ – Coq au Vin à l'alsacienne

Ein küchenfertiges großes Brathuhn von etwa 1500 Gramm teilt man in acht Stücke. Die brät man in Olivenöl oder Butterschmalz (feinerer Geschmack) kräftig an, dann salzt und pfeffert man das Fleisch und legt es in eine Auflaufform.

Nun streut man vier Schalotten und zwei Knoblauchzehen, in feine Stücke geschnitten, über das Fleisch und gibt etliche Zweige frischen Thymian dazu. Wer Thymian nicht mag, nimmt stattdessen Petersilie und ein Lorbeerblatt.

Nun 250 Gramm Champignons zu den Hühnerstücken geben – wenn sie sehr klein sind, putzt man sie nur und lässt sie ganz, das sieht am schönsten aus. Mittelgroße Champignons viertelt man, große schneidet man blättrig.

Nun übergießt man das Fleisch mit 250 Millilitern trockenem Riesling und zwei Cl Cognac, die man mit einem Becher Créme fraîche verrührt hat.

Jetzt darf das Huhn in den Ofen – bei 200°C sollte es nun etwa eineinviertel Stunden unter einem Deckel oder einer Haube aus Alufolie vor sich hin schmoren. In regelmäßigen Abständen sollte man die Geflügelstücke mit der Sauce übergießen, die man bei Bedarf mit dem Riesling verlängert.

Als Beilage reicht man Reis und grünen Salat, als Getränk natürlich Riesling.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 01.11.2008
Quelle: kochmix
 
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