Honig das süsse Naturprodukt

 
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Honig das süsse Naturprodukt

Bereits seit Jahrtausenden wird Honig von den Menschen als natürliches Lebensmittel geschätzt. Im alten Ägypten war um 3000 v. Chr. ein Topf Honig so viel wert wie ein ganzer Esel, er galt als Speise der Götter.

Honig das süsse NaturproduktUnd schon gegen 9000 v. Chr. wurden die Bienenjäger bei der Jagd auf den köstlichen Honig in steinzeitlichen Wandmalereien verewigt. Heute wie damals gilt: Honig ist ein reines Naturprodukt, das der Mensch so nicht nachmachen kann.
  
Wie wird Honig »gemacht« ?
Honig wird von Bienen als Nahrungsvorrat produziert. Die Sammelbienen saugen Blütennektar oder Honigtau von Läusen mit ihrem Rüssel in ihre Honigblase. Im Stock wird der Inhalt der Honigblase an die Stockbienen übergeben, die ihn untereinander austauschen ihn also mehrfach aufsaugen und wieder herauslassen. Dabei wird die Flüssigkeit mit Enzymen aus der Honigblase angereichert und der Wassergehalt wird reduziert. Schließlich wird die Flüssigkeit durch Fächeln mit den Flügeln weiter eingedickt, bis sie in Lagerzellen gebracht und mit einer luftundurchlässigen Wachsschicht überzogen werden kann.

Honigernte - Geben und Nehmen
Auf diese Weise macht das Bienenvolk überschüssige Nahrung haltbar und legt einen Vorrat an. Die Imker tauschen den Honig dann gegen eine Zuckerlösung aus. So kommen die Bienen gut über den Winter und die Menschen kommen in den Genuss goldgelben Honigs. Wobei die Farbe durchaus auch fast weiß, beige oder so dunkel sein kann, dass der Honig  grünschwarz wirkt.

Mehr als Blütennektar
Abhängig ist dies vom »Rohstoff«, den die Bienen verarbeiten, also vom Blütennektar oder Honigtau. Die dunklen Wald- und Tannenhonige zum Beispiel werden nicht aus Blütennektar erzeugt, sondern aus den zuckersüßen Ausscheidungen von Läusen, die auf den Bäumen sitzen. Es handelt sich dabei also um einen besonders »raffinierten« Honig, der schon einen Läusemagen passiert hat, bevor ihn die Bienen in den Saugrüssel bekommen.

Jede Menge Inhalt
Da Honig ein Naturprodukt ohne jegliche künstliche Zusätze ist, kann er auch einige Stoffe enthalten, die nicht so erfreulich sind. Ca. 0,5 % Blütenpollen beispielsweise, die bei entsprechend disponierten Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können. Auch einige Bakterien können im Honig überleben, darunter Clostridium Botulinum. Dieses Bakterium kann bei Säuglingen zu Lähmungserscheinungen führen. Darum wird empfohlen, Kindern unter 12 Monaten keinen Honig zu geben. Danach ist die Darmflora so weit entwickelt, dass das Bakterium keinen Schaden mehr anrichten kann.

Warum wird Honig nun nicht einfach durch starkes Erhitzen sterilisiert um auf Nummer Sicher zu gehen? Weil so seine wertvollen Inhaltsstoffe zerstört würden. So kann man kristallisierten Honig durch Erhitzen zwar wieder verflüssigen, jedoch sollte man darauf achten, dass die Temperatur nicht über 40 °C steigt, um die wichtigen Enzyme im Honig zu erhalten.

Mehr als nur Nahrungsmittel
Auch äußerlich kann Honig wohltuend wirken. Durch seine leicht antibiotische und antiseptische Wirkung kann er auch bei der Wundversorgung eingesetzt werden. Er verringert Narbenbildung und wirkt entzündungshemmend.

Alles in allem ist Honig ein einzigartiges, gesundes Nahrungsmittel, dessen Zusammensetzung seit Jahrtausenden gleich geblieben ist. Wenn also das nächste Mal beim Frühstück im Freien eine Biene vorbeisummt, denken Sie daran, dass die fleißige Sammlerin wahrscheinlich dabei ist, den Honig zu sammeln, den Sie demnächst genießen.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 27.02.2007
Quelle: Kochmix
 
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