Hartz IV - Tag 3 Montag, was esse ich heute?

 
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Hartz IV - Tag 3 Montag, was esse ich heute?

Im tiefsten Innern bin ich ein Gewohnheitstier: Deshalb frühstücke ich auch heute wieder Müsli. Übrigens habe ich die vergangenen zehn Monate kein Müsli gegessen...

Hartz IV - Selber kochenAber zu meinen Gewohnheiten gehört auch, dass ich regelmäßig kleine Änderungen einfüge. Also gibt es heute zwar wieder vier Esslöffel Haferflocken, dazu einen Esslöffel Rosinen und vier Esslöffel Joghurt. Aber diesmal süße ich das Breichen mit etwas Apfelsaft. So wird man den auch los. Denn bisher habe ich davon noch nicht weiter getrunken. Kaffee und Wasser genügen mir normalerweise einfach.

Sie haben es sicher schon gemerkt, liebe Leserinnen und Leser: Süß ist offenbar ein Thema für mich. Dass ich gern Süßigkeiten esse, ist nichts wirklich Neues, soviel Selbsterkenntnis habe ich. Was mir aber auffällt ist, dass ich diesen Appetit offenbar sonst regelmäßig befriedige, andernfalls würde ich jetzt nicht ständig durch die Gegend tigern auf der Suche nach etwas, was diese Gelüste befriedigt und mein Budget nicht sprengt. Wieder etwas gelernt, kann man da nur sagen.

Es könnte natürlich sein, dass mir irgendein Nahrungsbestandteil fehlt, den ich sonst automatisch zu mir nehme. Und mit meiner eingeschränkten Auswahl für das Experiment fehlen vielleicht genau die Lebensmittel, die sonst den entsprechenden Stoff liefern.

Mal sehen, was die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) dazu meint. Da ich ja nur wenig Fleisch eingeplant habe, aber stattdessen Milchprodukte, interessiert mich beispielsweise, wie viel Proteine aus pflanzlichen oder tierischen Quellen die DGE pro Tag vorsieht für eine gesunde Ernährung. Als Frau mittleren Alters sollte ich zusätzlich besonders darauf achten, dass meine Nahrung genügend Calcium enthält, um einer Entkalkung der Knochen vorzubeugen.

Morgen mehr dazu, doch jetzt ist es schon wieder Zeit, sich um die Mittagsmahlzeit zu kümmern.

Mittagessen: Indische Gemüsepfanne mit Reis

Hartz IV - Eine indische Gemüsepfanne zum MittagessenEine Tasse Instantbrühe wärmt mir den Magen vor, während ich das Mittagessen zubereite. Als erstes setze ich einen Topf mit zwei Tassen Wasser und etwas Salz auf, sobald das Wasser kocht, gebe ich eine Tasse Reis hinein und lasse den Reis dann auf niedrigster Stufe zugedeckt garen, bis er das Wasser komplett aufgesogen hat.

Zeit genug für die Gemüsepfanne: Zunächst schneide ich eine große Zwiebel in kleine Stückchen und brate sie in der Pfanne in einem Löffel Öl sanft an. Dann schneide ich zwei Möhren in Rädchen, die mit den Zwiebeln weiterbraten dürfen.

Während ich nun eine Knoblauchzehe schäle und gemeinsam mit einem Stück Ingwer in kleine Würfelchen verwandle, rühre ich immer mal wieder das Gemüse um, damit nichts anbrennt, denn mittlerweile habe ich das Feuer höher gestellt. Sobald Zwiebeln und Möhren Farbe angenommen habe, stelle ich die Temperatur wieder niedriger und schiebe das Gemüse an den Pfannenrand.

In die Mitte gebe ich wieder einen Schluck Öl und streue etwa zwei Teelöffel Currypulver auf das Öl, dazu den Ingwer, den Knoblauch und eine halbe kleingebröselte Chilischote. Diese Gewürze brate ich unter ständigem Rühren an. Schnell beginnen sie, ganz appetitlich zu duften. Das ist der Richtige Zeitpunkt, Gewürze, Zwiebeln und Möhren zu verrühren und das letzte Gemüse dazuzuwerfen. Ich schnibbele einen Spross Chicorée in dicke Scheiben und werfe ihn, tropfnass vom Abspülen, in die Pfanne.

Nun noch einmal die Flamme höherstellen, mit Instantbrühwürze und etwas Sojasauce abschmecken. Hm – es fehlt etwas Süßes (bin ich eigentlich von diesem Thema besessen??). Schnell würfele ich noch einen halben Apfel, der ebenfalls in die Pfanne wandert und gebe zusätzlich einen Teelöffel Zucker sowie einen Esslöffel Essig über das Gemüse. Fertig ist die indische Gemüsepfanne mit Reis.

Nachmittagskaffee

Ein Joghurt zum KaffeeHeute wird wieder ein bisschen geschummelt – im Gewürzschrank hat sich auch noch etwas Instant-Kakao gefunden, keine großen Mengen, aber genug, um im Versuchszeitraum wenigstens dreimal einen Kakao oder einen mit Kakaopulver verfeinerten Kaffee zu trinken. Zum Beispiel heute.

Aber das genügt mir Süßschnabel noch nicht. Also esse ich noch eine kleine Süßspeise aus zwei Esslöffeln Joghurt mit einem Teelöffel Zucker und etwas Vanillinzucker. Auch lecker. Aber eigentlich würde ich jetzt gern ein paar Kekse essen, meine süßen Gelüste befriedigt der Joghurt jedenfalls nicht richtig.

Tja – von drei Euros pro Tag kann man wirklich nicht jedem Essenswunsch nachgeben, das ist klar. Und ich bin froh wirklich froh, dass ich mir im Alltag keine größeren Gedanken machen muss, ob das Budget diese Woche zusätzlich eine Packung Kekse oder eine Tafel Schokolade hergibt, ob es noch für einen Ein-Personen-Sonntagsbraten reicht oder nicht.

Andererseits ist es natürlich ein Segen und durchaus nicht selbstverständlich, dass man in Deutschland vom sozialen Netz aufgefangen wird, wenn man – aus welchen Gründen auch immer – den Arbeitsplatz verliert. In anderen Ländern, beispielsweise in der dritten Welt, hat man nicht die Chance, langfristig mit einem Dach über dem Kopf zu leben und feste monatliche Zuwendungen zu erhalten, wenn man arbeitslos wird. Da geht es oft gleich an die Existenz.

Hier aber braucht eigentlich niemand zu hungern – ein Luxus, wenn man es recht bedenkt. Unsere Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern, die ein oder zwei Weltkriege miterlebt haben, kennen vielleicht noch selbst wirklichen Hunger.

Von meinem Großvater ist überliefert, dass er imstande war, aus der täglichen Brotration für eine mehrköpfige Familie, die für die körperlich hart arbeitenden Eltern kaum genügte, für jeden eine hauchdünne Scheibe Brot abzuschneiden. Damit jeder wenigstens das Gefühl hatte, er oder sie bekäme eine ganze Scheibe Brot für sich allein.

Abendessen

Zum Abendessen gibt es heute eine Scheibe Brot mit Butter und Ziegenkäse, dazu saure Gurken und von den im Gurkenglas herumschwimmenden sauren Zwiebelchen.

Später dünste ich mir noch einen Apfel mit einem Schluck Wasser, streue Zimt und Vanillinzucker darüber und genieße so eine spätabendliche Obstportion.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 09.03.2009
Quelle: kochmix
 
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