Hanf im Essen genießen - als Dessert oder Mahlzeit

 
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Hanf im Essen genießen - als Dessert oder Mahlzeit

Wer jetzt an rauscherzeugende Haschplätzchen denkt, liegt voll daneben: die Rede ist von biologisch angebautem Speisehanf für eine gesunde Vollwert-Ernährung.

Speisehanf - HanfsamenWenn es die Hanfpflanze Cannabis sativa nicht gäbe, man müsste sie erfinden. Sie ist relativ anspruchslos, schnell wachsend und lässt sich nahezu komplett verwerten. Levi Strauss nähte seine Jeans zu Beginn aus Hanfstoff, der haltbarer ist als Baumwolle, Henry Ford baute einen Auto-Protoyp, dessen Karosserie aus gepressten Hanffasern bestand und der mit Hanföl angetrieben wurde. Auch Kosmetika und Papiere lassen sich aus Hanf herstellen.

Doch damit nicht genug. Die Inhaltsstoffe von Hanf versetzen jeden Ernährungsphysiologen schier in Ekstase. Und damit meinen wir nicht das psychoaktive THC, welches für die Rauschzustände verantwortlich ist. Die modernen Hanfsorten, die in der EU angebaut werden dürfen, enthalten so gut wie nichts mehr von diesem Stoff - nur darum ist der Anbau und Handel überhaupt gestattet. Zudem findet sich der Stoff nicht in den Samen, die für Lebensmittel verwendet werden, sondern in den Blättern und Blüten.

Hanf enthält in großen Mengen mehrfach ungesättigte essenzielle Fettsäuren, Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium, Ballaststoffe und alle lebenswichtigen Aminosäuren. Und der Eiweißgehalt ist mit 22 Prozent sogar höher als der von Soja. Dazu kommen noch Vitamin A, D, E und die B-Vitamine. Außerdem ist er glutenfrei, was besonders Allergiker freut.

Aber auch der Geschmack ist etwas ganz besonderes. Man muss ihn probieren, beschreiben lässt er sich nur annähernd. Er kann grasig oder pfeffrig sein, leicht bitter und nussig.

Das ist kein Zufall, denn die Hanfsamen zählen - botanisch gesehen - zu den Nüssen, auch wenn sie nur drei bis vier Millimeter groß sind. Man kann sie leicht gesalzen wie Erdnüsse knabbern; sie werden aber auch in Fertig-Snacks mit so schönen Namen wie CannaBiss verwendet, in Brot eingebacken oder statt Croutons und Pinienkernen über Salate gestreut.

Hanföl wird gewonnen, indem man die Samen kalt presst. Man kann damit Salate, Suppen und Saucen verfeinern. Da es schnell anbrennt, eignet es sich nicht zum Frittieren oder Braten. Außerdem sollte man es möglichst frisch verwenden und schnell verbrauchen, denn es wird rasch ranzig.

Hanfbutter erinnert in der Konsistenz an Erdnussbutter und kann als Basis für Brotaufstriche dienen. Sie ist sehr ölhaltig und entsteht beim Pressen der Samen.

Hanfmehl kann zu allen möglichen Teigprodukten wie Nudeln und Broten verarbeitet werden. Beim Backen sollte Hanfmehl immer mit einer größeren Menge Weizen- Roggen- oder anderem Mehl gemischt werden, denn es ist allein nicht backfähig.

In Öko-Läden und im Internet gibt es mittlerweile eine ganze Menge fertiger Hanfprodukte zu kaufen. Von Müsli-Riegeln und Keksen über Vollkornbrot, Gemüsebrühe und Bratlingen bis hin zu Limonade und Bier (Hanf ist ein naher Verwandter des Hopfens).

Wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind und selbst einmal ein Gericht mit Hanf zaubern wollen, hier ist ein Rezept:

Leckerer Brotaufstrich mit Hanf

Für einen leckeren Brotaufstrich vermischen Sie mit einer Gabel 250 Gramm Ziegenfrischkäse, vier Esslöffel geschälte Hanfsamen, einige fein gehackte Oliven und eine gepresste Knoblauchzehe. Mit Pfeffer, Salz, Oregano und Rosmarin würzen und etwas Zitronensaft dazugeben. Mit etwas Hanföl geschmeidig machen. Wenn Sie es etwas schärfer mögen, können Sie auch eine kleingehackte Chilischote dazugeben.

Das Ganze auf frischem Hanf-Vollkornbrot serviert, und sie haben eine berauschend leckere Mahlzeit ganz ohne Nebenwirkungen – und völlig legal.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 25.07.2008
Quelle: kochmix
 
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