Hafer - Ist ein besonderes Getreide

 
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Hafer - Ist ein besonderes Getreide

Hafer ist neben Weizen, Roggen und Gerste eine der Hauptgetreidearten, auch auf den heimischen Feldern. Hafer wird in vielfältigen Produkten verarbeitet und versorgt mit vielen Nährstoffen.

Hafer früher und heute

Getreide - Hafer als Haferflocken oder im BrotEinst war Hafer einfach nur ein Unkraut, das auf unbekannten Wegen von Mesopotamien ins mittlere Europa gelangte. Schon in der Bronzezeit wurde Hafer als Nahrungsquelle für Mensch und Vieh angebaut, dies belegen Funde in Pfahlbausiedlungen, die in der heutigen Schweiz entdeckt wurden. Als „Hafenfresser“ waren später die Germanen verschrieen, die diese Betitelung von den Römern erhalten hatten. Denn die Germanen aßen sehr gerne Hafer in Form von Hafergrütze. In Mitteleuropa und Nordeuropa war Hafer bis zum Mittelalter das wichtigste Getreide, das am meisten verzehrt wurde. Der Haferanbau nahm erst durch den großflächigen Einsatz von motorisierten Landwirtschaftsgeräten nach dem zweiten Weltkrieg ab. Man musste keine Pferde mehr halten, die für den Ackerbau eingesetzt wurden und Hafer fraßen. In Schottland und England ist der tägliche Verzehr von Haferbrei auch heute noch durchaus typisch. Dort schätzt man seine magenschonenden und nährstoffversorgenden Eigenschaften. Seinen Namen erhielt der Hafer von dem Tier, das in ursprünglich am meisten gefressen hatte, dem Bock, der im germanischen habra geheißen wurde.

Wertvoll für die Ernährung

Hafer ist ein Rispengras, das zu den einjährigen gehört. Zudem gehört der Hafer zum Spelzgetreide, da sie Spelzen besitzen (Hochblätter an den Ähren), auch wenn mittlerweile Sorten gezüchtet wurden, die spelzfrei sind. In diesem Fall spricht man vom Nackthafer. Das besondere allgemein an jedem Hafer sind seine vielen Nährstoffe. Keim und Randschichten des Haferkorns bleiben auch nach dem Schälen unbeschadet, und hier sind Vitamine, Mineralstoffe und Eiweißstoffe versteckt. Diese Umstände machen Hafer auch zu einem Vollkorn. Kein Getreide ist so reich an Eiweiß und vor allem an essentiellen Aminosäuren. Zudem ist Hafer reich an Pflanzenfett. Beim Vitamingehalt überwiegen B-Vitamine, vor allem das B1-Vitamin kann mit Hafer aufgenommen werden. Vitamin B1 und die anderen B-Vitamine sind unentbehrlich für die Gehirnfunktion und die Funktion des Nervensystems. Abgesehen davon enthält Hafer viel Eisen, aber auch Zink, Kupfer und Mangan.

Produkte aus Hafer

Im Handel sind kernige Haferflocken und zarte Haferflocken erhältlich. Für erstere werden nur die größeren Haferkörner verwendet. Hierfür werden sie lediglich nach  dem entspelzen gepresst und abgefüllt. Diese Form der Haferflocken benötigt eine längere Garzeit. Die kleineren Haferkörner allerdings werden kleingeschnitten, im Resultat erhält man die sogenannte Grütze, die wiederum die zarten Haferflocken darstellt. Darüber hinaus wird aus Hafer auch Hafermehl gemahlen, es ist ein Vollkornmehl, da Keim und andere Teile des Hafers enthalten sind, ebenso wie bei beiden Haferflocken-Arten.

Bei der Haferkleie handelt es sich um die Randschichten und die Keimlinge sowie den äußeren Randschichten des Mehlkörpers. Genau dort sind besonders viele Nährstoffe enthalten, aber auch Ballaststoffen. Weil Hafer natürlich sehr wertvoll für die Ernährung ist, wird in Reformhäusern auch aus Hafer gepresster Hafersaft, aber auch Hafermilch angeboten. Sie enthält kein Gluten und ist daher bestens für Glutenallergiker geeignet. Doch Hafer wird ebenfalls bekanntermaßen unter Müsli gemischt und für das Backen von Keksen und Kuchen verwendet. Des Weiteren kann Hafer als Braubestandteil von Bier oder als Verdickungsmittel von Suppen und Pasteten eingesetzt werden. In der Medizin kommen Haferextrakte zum Einsatz.

Gesundheitliche Aspekte des Hafers

Wie beschrieben besitzt Hafer Bestandteile wie Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Ballaststoffe, die wertvoll für die tägliche Ernährung sind. Es sollte nicht vergessen werden, dass Hafer, insbesondere Haferschleim und Haferbrei sehr gut für die Krankenkost und Kleinkindkost geeignet sind. Hafer enthält lösliche Ballaststoffe, die im Magen und Darm einen Schleim bilden, der den Magen schont und sogar heilende Wirkung bei Gastritis besitzt. Die löslichen Ballaststoffe des Hafers haben zudem eine senkende Wirkung auf den Cholesterinspiegel und verbessern die Blutfettwerte. Dagegen wirken sich die unlöslichen Ballaststoffe positiv auf den Blutzuckerspiegel aus, was Diabetikern zum Vorteil gereicht. Aus diesen Gründen sollte man Hafer und Haferprodukte in einer vollwertigen Ernährung als festen Bestandteil einplanen.

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Kategorie: bio
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Erfassung: 28.02.2009
Quelle: kochmix
 
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