Granatapfel - Granatäpfel sind Gesund

 
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Granatapfel - Granatäpfel sind Gesund

Sein Name leitet sich her von der Form und von der Farbe seiner Kerne: Granatapfel.

Frischer Granatapfel aufgeschnittenDer Granatapfel  (Punica granatum L.) ist rund wie ein Apfel, und seine Samen sind in kleine Pakete aus leuchtend dunkelrotem, saftigem Fruchtfleisch gehüllt. Den Granatapfel schätzte man schon im 16. Jahrhundert.

Der Botaniker Hieronymus Bock (1498–1554) beschreibt ihn folgendermaßen „die runden öpffelein seind durchauß mit safftigen rothen harten kernlein außgefüllt / je eins am anderen / gantz echt / anzusehen / als die edelen Granaten steinlein“ und nennt ihn „ein lustig holdseliges Obs“.

In der damaligen Volksmedizin werden auch die Granatapfelschalen als Heilmittel gegen Würmer genutzt, wie Bock überliefert: „Constantinus schreibet / so man der Granaten schelet im Wein kocht / und denselben zu trincken gibt / der soll alle Würm im Leib tödten und außtreiben“.

Saft oder Kerne, die Qual der Wahl

Vor den Genuss der saftigen, süßlich-herben und erfrischenden Granatapfelkerne haben die Götter jedoch die Arbeit gesetzt: Die sie umgebende orange bis rot gefärbte Schale ist ledrig und zäh, und das Obst ohne Verluste von den ebenfalls zähen weißen Zwischenwänden zu befreien ist schier unmöglich. Doch es lohnt die Mühe.

Wer es sich leicht machen will und nur den erfrischenden Saft gewinnen möchte, schneidet die Frucht einfach in der Mitte durch und drückt sie auf einer Zitronen- oder Orangenpresse aus – voilá, fertig ist ein köstlicher Fruchttrank.

Wenn man die Kerne vollständig herauslösen möchte, ritzt man mit einem scharfen Kochmesser die Schale einmal rundum an und bricht die beiden Hälften mit einer drehenden Bewegung auseinander. Nun kann man die Kerne herauspulen.

Oft wird empfohlen, das mit einem Löffel zu machen – wir empfehlen stattdessen, die Finger zu bemühen. Sie nehmen zwar etwas Farbe an, sind aber dennoch die besten weil feinfühligsten Werkzeuge, um die zarten Fruchtfleischstückchen zwischen den Trennwänden herauszuklauben.

Vorsicht ist übrigens sowohl beim Auspressen als auch beim Entkernen geboten: Der gerbsäurehaltige Saft wurde nicht von ungefähr zum Wollefärben verwendet. Wer also seine Kleidung liebt, wird entweder schwarz oder sonstige tiefdunkle Farben tragen oder eine Schürze beziehungsweise Arbeitskleidung, der ein paar hartnäckige Flecken nichts ausmachen.

Grenadine – der Sirup des Granatapfels

Kocht man den Saft mit Zucker zu einem Sirup, erhält man die berühmte Grenadine, die vielen Cocktails, etwa dem ‚Tequila Sunrise’ oder die ‚Pink Lady’ das besondere Etwas verleiht, sich aber auch als Sauce für Vanillepudding hervorragend eignet.

Doch auch pikanten Speisen verleiht der Granatapfel eine spritzige Frische, er macht sich beispielsweise sehr gut im Salat.

Herbstlicher Feldsalat mit Granatapfelkernen

Mischen Sie für vier Personen ein Dressing aus Walnussöl und weißem Balsamico (Menge nach Geschmack) und geben Sie angebratene Würfel aus rohem Schinken dazu, etwas feingeriebene Zwiebel und 12 feingehackte Walnüsse.

Gießen Sie das Dressing über 200 Gramm gut gewaschenen und trockengeschleuderten Feldsalat (Nüsslisalat) und heben Sie die Kerne von einem Granatapfel unter. Fertig ist ein köstlicher, knackiger Salat. Guten Appetit!

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Kategorie: saisonales
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Erfassung: 14.11.2008
Quelle: kochmix
 
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