Gemüsekultur quer durch den Garten und die Jahrhunderte

 
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Gemüsekultur quer durch den Garten und die Jahrhunderte

Wer kennt den Guten Heinrich? Die Schinkenwurzel und das Burzelkraut? Topinambur und Pastinake? Rätselraten im Gemüsegarten ist angesagt.

Gemüsekultur quer durch den Garten und die JahrhunderteEin halbes Hundert Gemüsepflanzen, darunter gute Bekannte wie Bohne und Rettich, aber auch Sorten wie Taglilie und Malve mit ihren essbaren Blüten oder die Klettenwurzel, die früher gern gegessen wurde, heute jedoch auf dem Markt kaum zu finden ist, versammelt das Buch „Bekannte und vergessene Gemüse”.

Spannend und kenntnisreich stellen der Ethnobotaniker und Kulturanthropologe Wolf-Dieter Storl und Paul Pfyl, Naturheilpraktiker und Ernährungstherapeut die Gemüse- und Salatpflanzen vor. Neben der botanischen Einordnung finden sich ausführliche Hinweise zur Heilwirkung, die den Pflanzen in den Bräuchen verschiedenster Völker (z. B. der traditionellen indischen Medizin Ayurveda) aber auch von der modernen Medizin zugeschrieben werden.

Auch geschichtliche Einzelheiten über den Werdegang der Gemüse von der Wild- zur Kulturpflanze haben die Autoren zusammengetragen. Aubergine (Heimat Indien) wie Kartoffel (Heimat Amerika) wurden beispielsweise in Europa zunächst als Gartenzierde angebaut. Man hielt sie als Nachtschattengewächse für ungenießbar, hatte sie gar im Verdacht, eine Hexenspeise zu sein.

Das Buch ist reich an Anekdoten und interessanten Details: wer weiß schon, dass Marshmallows, diese schwammig-weiche amerikanische Süßigkeit, ursprünglich aus der schleimhaltigen Wurzel einer Malvenart hergestellt und als Arzneikonfekt verwendet wurde? Dass die Samenschoten von ins Kraut geschossenen Rettichen oder Radieschen hervorragend als Salat oder Gemüse zu essen sind?

Zu jeder Pflanze gibt es außerdem ein oder mehrere Rezepte, mit denen man die heimische Speisekarte erweitern kann – wenn man einen Garten oder unbelastete Wiesen hinter dem Haus hat oder aber die Bauern aus der Umgebung davon überzeugt, ihr Sortiment zu erweitern.

Schinkenwurzeleintopf mit Brennnesselpesto, Gemüsestrudel mit grünem Fuchsschwanz, Klettenblüten mit Kräutersauce, kalte Erbsensuppe mit Wasserminze – schon beim Lesen der raffinierten, aber unkomplizierten Gerichte läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Rezept- und Stichwortverzeichnis erleichtern den raschen Zugriff auf die gewünschten Informationen.

Wolf-Dieter Storl & Paul Silas Pfyl: Bekannte und vergessene Gemüse. Heilkunde – Ethnobotanik – Rezepte.
ISBN 3-85502-808-7
Gebunden, 280 Seiten
Aarau (CH): AT Verlag, 2002.
€ 22,90

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 27.02.2007
Quelle: Kochmix
 
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