Galettes - herzhafte Crêpes

 
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Galettes - herzhafte Crêpes

Bei den Galettes handelt es sich um die korrekte Bezeichnung für die herzhafte Variante der Crêpes. Normalerweise ist es hierzulande eher nebensächlich, ob die Crêpes nun mit einem süßen Belag wie Marmelade oder herzhaft belegt serviert werden.

Galettes, Mardi-Gras-KuchenUrlauben Sie jedoch in der Bretagne, der Heimat der Galettes, wird streng zwischen diesen Pfannkuchenvarianten unterschieden. Genau genommen handelt es sich bei den Crêpes um eine Verfeinerung der Galettes. Letztere dienten einst als Brotersatz und haben ihre Entstehung einem Resteessen zu verdanken, denn die ersten Galettes wurden aus dem hergestellt, was von einer Buchweizensuppe übrig blieb.

Streng nach damaligem Rezept wird der Teig dieser bretonischen Pfannkuchen nur mit Buchweizenmehl, Wasser und Salz hergestellt, wohingegen dem Crêpesteig noch Milch und Eier hinzugefügt werden.

Der Name der Galettes leitet sich aus der Zubereitungsform ab, für die ganz traditionell ein flacher und heißer Stein benötigt wird, der in der Bretagne „jalet“ heißt. Wem gerade kein heißer Stein zur Verfügung steht, kann auf eine der kreisrunden, gusseisernen Crêpes-Platten zurückgreifen, die entweder per Strom oder Gas betrieben werden.

Die Zubereitung dieser hauchzarten Pfannkuchen erfordert nicht nur Fingerspitzengefühl, sondern auch einen speziellen Teigrechen, mit dessen Hilfe die Teigmasse gleichmäßig verstrichen wird.

Die typisch-bretonischen Galettes werden mit Schinken, Speck, Fisch, verschiedenen Gemüsesorten oder Käse belegt und noch warm serviert. Bezüglich des Belags sind der Phantasie hier wahrlich keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist alles, was herzhaft ist und schmeckt und auch der Teig darf, den heutigen Gewohnheiten entsprechend, ein wenig verfeinert werden.

Galette des rois & Mardi-Gras-Kuchen

Um eine ganz besondere Variante der Galettes handelt es sich bei der Galette des rois, dem Dreikönigskuchen. Wie die Übersetzung schon verrät, wird diese Galette vornehmlich am Dreikönigstag, dem 6. Januar eines jeden Jahres, verzehrt. Die Galette des rois wurde erstmalig im Mittelalter erwähnt und ist seit damals in allerlei Formen erhältlich.

Ins Obere dieser Galette wird ein Bild aller drei Könige eingeritzt und ins Innere eine Münze, eine Bohne oder eine kleine Figur eingebacken, die das Jesuskind symbolisiert. Wer beim Essen der Galette diese Figur findet, ist der König für diesen Tag und darf sich mit einer Krone schmücken – diese ist allerdings leider nur aus Pappe oder Plastik.

Während die einfache Galette des rois aus Hefeteig gebacken wird, besteht die anspruchsvollere Version des Dreikönigskuchens aus Blätterteig. Die Galette de rois diente wohl auch als Vorlage für den kunstvollen Blätterteigzopf, der in New Orleans zu Mardi Gras, dem dortigen Faschingsdienstag, serviert wird.

Dieser Feiertag wurde ursprünglich vor allem von den aus Frankreich stammenden Katholiken zelebriert und so waren sie es auch, die die traditionelle Galette des rois dem Anlass entsprechend adaptierten. Der Mardi-Gras-Kuchen wird kunstvoll mit den an diesem Tag vorherrschenden Farben Gold, Purpur und Grün dekoriert und in das Innere wird auch hier ein kleines Figürchen eingebacken.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 11.10.2009
Quelle: kochmix
 
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