Fruktose-Unverträglichkeit - Krankheitsbild und Ernährungstipps

 
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Fruktose-Unverträglichkeit - Krankheitsbild und Ernährungstipps

Verschiedene Formen einer Fruktose-Unverträglichkeit verursachen Magen-Darm-Probleme, doch gelegentlich wird nicht die richtige Diagnose gestellt. Eine Stoffwechselstörung, die Obst-Genuss beeinträchtigt.

Fruktose-Unverträglichkeit - wegen ObstDarmbeschwerden liegen immer häufiger an einer Fruktose-Unverträglichkeit. Schmerzen, Blähungen und Durchfälle sind nur ein Ausschnitt der Symptome, wenn der Körper mit Fruktose nicht zurecht kommt. Steht die Diagnose fest, beginnt die Suche nach Nahrungsmitteln, die verträglich sind.

Formen der Fruktose-Unverträglichkeit

Der Fachausdruck für eine Fruktose-Unverträglichkeit ist Fruktose-Malabsorption, von der es zwei verschiedene Formen gibt. Die primäre Fruktose-Malabsorption ist zumeist genetisch bedingt. Ist die Fruktose-Unverträglichkeit angeboren, wird man mit ziemlicher Sicherheit in Leben lang Probleme mit Fruktose haben.

Die sekundäre Fruktose-Malabsorption wird durch Krankheiten wie Morbus Crohn oder Zöliakie ausgelöst, indem diese Erkrankungen die Dünndarmschleimhaut schädigen. Tritt die Fruktose-Unverträglichkeit als Folge einer Erkrankung auf, kann die sekundäre Fruktose-Malabsorption wieder verschwinden, muss sie aber nicht.

Die Ausprägung ist bei beiden Formen unterschiedlich und abhängig von der Menge an Fruktose, die durch die gestörte Darmschleimhaut noch aufgenommen werden kann. Unterschieden werden muss die Malabsorption von der Fruktose-Intoleranz. Die Fruktose-Intoleranz ist ein Enzymdefekt, der angeboren ist. Die Fruktose kann bei dieser Erkrankung aufgenommen, aber nicht verarbeitet werden und kann zu Vergiftungserscheinungen führen.

Was im Körper geschieht

Fruktose ist Fruchtzucker, der vor allem in Obst und diversen Gemüsesorten vorzufinden ist. Auch Honig enthält Fruktose. Wird Obst oder Gemüse beziehungsweise Honig gegessen, treten Beschwerden auf. Ist die Nährstoffaufnahme gestört, kann die Fruktose nicht aufgenommen werden. Dies liegt an einem Protein, das nicht korrekt arbeitet und eigentlich für die Beförderung der Fruktose zuständig ist. Verstärkt wird die Fruktose-Malabsorption durch Sorbit (ein Zuckeralkohol). Sorbit ist in manchen Obstsorten enthalten, wird aber auch als Süßstoff verwendet. Da die Fruktose nicht zur Verwertung im Körper aufgenommen wird, landet sie im Dickdarm.

Beschwerden der Fruktose-Malabsorption

Werden Fruktose haltige und Sorbit haltige Nahrungsmittel verzehrt, wird die Fruktose im Dickdarm bakteriell abgebaut. Die Folgen sind Blähungen, Durchfälle, aber auch damit verbundene Darmgeräusche, Schmerzen, Appetitlosigkeit und Übelkeit. Wer nach dem Verzehr von Obst und Honig und bestimmten Gemüsesorten bei sich oder seinen Kindern solche Symptome feststellt, sollte sich an einen Arzt wenden.

Diagnose

Der Arzt kann mit einem simplen H2-Atemtest feststellen, ob eine Fruktose-Malabsorption vorliegt. Dazu muss der Patient eine Fruktose-Wassermischung in der Praxis trinken und nach einer Weile wird die Atemluft über rund zwei Stunden mit einem Atemgerät getestet, ob Darmgase, die für die Fruktose-Malabsorption üblich sind, mit der Atemluft abgeatmet werden. Auftretende Beschwerden des Patienten werden zudem in einem Protokoll festgehalten. Weitere Diagnose-Formen sind ein Ernährungs-Symptomtagebuch, zudem kann abgeklärt werden, ob eine angeborene Fruktose-Unverträglichkeit bzw. –Intoleranz vorliegt, was besonders wichtig bei Kindern ist.

Ernährungstipps

Ein vollständiger Verzicht auf Fruktose ist bei einer Malabsorption meist nicht notwendig, jedoch sollte der Verzehr von Fruktose stark eingeschränkt werden. Zudem ist es ratsam, Fruktose in Verbindung mit Glukose zu essen. Bei Glukose handelt es sich um Traubenzucker und dieser erleichtert die Aufnahme der Fruktose im Darm. Durch eine Auslass-Diät kann festgestellt werden, welches Obst und Gemüse gut verträglich ist. Außerdem kann in Näherwerttabellen der Fruktose-Wert der Früchte ermittelt werden. Wurde die Diagnose Fruktose-Malabsorption gestellt, wird ohnehin ein Ernährungsberater bzw. der Arzt gemeinsam mit dem Betroffenen einen Ernährungsplan erstellen.

Um Mangelerscheinungen zu verhindern und eine ausgewogene Ernährung ohne Obst zu gewährleisten, sollte möglichst viel Gemüse gegessen werden, das vitaminschonend zubereitet oder roh verköstigt wird. 500 Gramm Gemüse am Tag sind optimal. Das Gemüse sollte zudem nicht gewässert werden. Fruktose haltige Lebensmittel sind häufig besser verträglich, wenn sie im Anschluss an eine Hauptmahlzeit gegessen werden. Zudem lohnt es sich, wenn man zu einer Fruktose haltigen Mahlzeit Glukose (Traubenzucker) zugibt und/oder auf Obstsorten mit niedrigem Fruktosegehalt, aber hohem Glukosegehalt ausweicht (beispielsweise Mandarinen). Probiotischer Joghurt ohne Sorbit und Fruktose kann außerdem eine positive Wirkung auf die Darmflora zeigen.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 05.04.2009
Quelle: kochmix
 
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