Frühlingszwiebeln - Lauchzwiebel die Milde Zwiebel

 
Rezepte, Kochen, Kochbuch, Kochrezepte, TV-Guide usw.

Kategorien für das Kochmagazin:

Kochmagazin: Live Search

Kochmagazin - gemuese

Frühlingszwiebeln - Lauchzwiebel die Milde Zwiebel

Manchmal erfindet Mutter Natur überraschend nützliche Dinge – zum Beispiel eine Zwiebel, die nicht geschält werden muss: die Frühlingszwiebel, auch Lauchzwiebel genannt.

Frühlingszwiebeln - Lauchzwiebel die Milde ZwiebelSchlank und elegant in ihrer Gestalt, mit weißem Köpfchen, einer frechen Krausfigur und ihrem grasgrünen Ende, bereichert sie in den Frühlings- und Sommermonaten das deutsche Gemüsesortiment. Auch im Winter sind immer wieder frische Lauchzwiebeln im Angebot – sie stammen dann aber meistens aus dem südlichen Ausland. Frühlingszwiebeln wollen schnell verzehrt werden und eignen sich ideal für die sommerliche, aber auch für die asiatische Küche.

Zwiebeln dienen den Menschen bereits seit Jahrtausenden als wertvolles Nahrungsmittel und Zutat für medizinische Anwendungen – so kommen Zwiebelwickel auch heute noch bei Schwellungen und Erkältungen zum Einsatz. Im alten Ägypten durfte man mit ihnen sogar Rechnungen bezahlen; ebenso wurden sie im Mittelalter als würziges Bollwerk gegen die Pest verwendet. Die Frühlingszwiebel allerdings ist weitaus empfindlicher und kurzlebiger als ihre große Schwester, die Speisezwiebel. Sie ist quasi blutjung und hat deshalb noch keine braune, feste Schale. So muss sie auch nicht unter Tränen und brennenden Augen geschält werden, sondern lediglich mit klarem Wasser von eventuellen Sand- und Erdresten befreit werden.

Auch im Geschmack unterscheidet sie sich von der größeren, braunen Speisezwiebel: Frühlingszwiebeln munden wesentlich milder und ihre grünen Stängel verwöhnen den Gaumen mit einem feinen, leichten Laucharoma. Gesund ist die Lauchzwiebel trotz ihres zarten Alters allemal: Die kleinen Knollen versorgen den Körper mit reichlich Vitaminen und Mineralstoffen – zum Beispiel Kalium, Kalzium und Phosphor. Durch die enthaltenen Senföle wirken Frühlingszwiebel zudem wohltuend auf die Verdauung und regen den Appetit an.

Eine zu lange Lagerung verträgt die Frühlingszwiebel aber nicht, sonst werden die Knöllchen holzig und die Stängel welk. Länger als vier Tage sollte ein Bund Lauchzwiebeln nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Den Frühlingszwiebel-Liebhabern würde dies ohnehin schwer fallen – schließlich kann man sie klein geschnitten in den Frühstücksquark rühren, sie in Röllchen über den Salat zum Mittagessen streuen und abends in die warme Küche integrieren. Dabei dürfen die grünen Stücke aus dem Stängel aber nie zu lange gekocht oder gebraten werden, da sie unter zu viel Hitze matschig werden und ihr schönes Aroma verlieren.

Frühlingszwiebeln lassen sich auch wunderbar als asiatisches Wokgemüse verwenden – besonders delikat ist die Kombination aus Hühnerbrust,  Pilzen und Lauchzwiebeln in einer Kokosmilchsoße. Dafür die Hühnerbrust sehr klein schneiden und in Sojaöl in der Pfanne oder im Wok scharf anbraten. Fleisch herausnehmen und die Pilze in dem Bratfett schmoren. Das Fleisch wieder in die Pfanne geben, den Bratsatz mit süßer Sojasoße ablöschen, nach Belieben Kokosmilch zugeben und mit Knoblauch, Salz, Pfeffer, Zitrone, einer Prise Zucker, einem Schuss Sahne und einem Spritzer scharfer Tabascosoße abschmecken. Zum Schluss die in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln samt ihren in drei Zentimeter große Stücke zerteilten Stängeln unterheben, warm werden lassen und servieren. Dazu passen kleine Muschelnudeln oder Reis.

Anzeigen zum Artikel:


Weitere Interessante Artikel aus der selben Kategorie: Gemuese
» Vogelmiere: ein feines Salat- und Gemüsepflänzchen
» Blumenkohl ein leckeres Gemüse mit Rezeptideen
» Rotkohl - Rotkraut oder Blaukraut, Feinschmecker entdecken das Kraut
» Pastinaken - die Pastinake oder auch Hammelmöhre
» Frühlingszwiebeln - Lauchzwiebel die Milde Zwiebel

Kategorie: gemuese
Hits: 15682 mal gelesen
Erfassung: 14.04.2008
Quelle: kochmix
 
nach oben


Copyright © Pixel Trader Ltd. 2005 2006 2007 All rights reserved.