Fruchtzucker - eine gesunde Alternative?

 
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Fruchtzucker - eine gesunde Alternative?

Schokolade, Bonbons & Co. sind lecker – außerdem hilft der in ihnen enthaltene Zucker dem Glückshormon Serotonin auf die Sprünge, so dass sich automatisch gute Laune einstellt.

Fruchtzucker ist in Obst enthaltenDie Gesundheit freut der Zuckerkonsum indes nicht – und es drohen schnell Karies und Übergewicht, wenn man den Zuckerkonsum übertreibt.

Ganz ohne Zucker geht es allerdings kaum, also muss eine gesündere Alternative her – doch welche? Mal gilt der Honig als optimales Süßungsmittel, dann wieder verschiedene Sirupsorten wie Ahornsirup oder Birnendicksaft. In den vergangenen Jahren wurde vor allem Fruchtzucker beworben, verspricht er scheinbar doch Bestes aus Obst.

Verschwiegen wird dabei jedoch zum einen gerne, dass der den Lebensmitteln zugesetzte Fruchtzucker industriell hergestellt wird. Zudem wird der Fruktose, wie der Fruchtzucker auch heißt, von Seiten der Ernährungswissenschaftler mittlerweile unterstellt, ein echter Dickmacher zu sein.

Tatsache ist in jedem Fall, dass der Energiegehalt von einem Gramm Fruchtzucker ebenso hoch ist wie der von einem Gramm Haushaltszucker. Ein Vorteil ist jedoch, dass Fruktose eine um rund ein Fünftel höhere Süßkraft hat als gewöhnlicher Zucker – man benötigt für die den gleich süßen Geschmack also etwa 20 Prozent weniger Fruktose, als man Rohrzucker oder Rübenzucker bräuchte. Vom Körper werden die beiden Zuckerarten Saccharose und Fruktose allerdings unterschiedlich verwertet.

Fruchtzucker-Verdauungsstörungen

Haushaltszucker enthält übrigens ebenfalls Fruktose – allerdings ist sie auf Molekülebene chemisch an Traubenzuckermoleküle gebunden. Auch unser Körper kann Fruktose selbst produzieren.

Doch bei der Aufnahme von Fruktose über den Nahrungsweg können sich Probleme ergeben: Denn geschätzt zwischen 30 und 40 Prozent der Bevölkerung in Mitteleuropa leidet unter der so genannten Fruktose-Malabsorption, einer Stoffwechselstörung.

Deren Symptome, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, „ähneln denen des Reizdarmsyndroms“ und gehen einher mit „Blähungen und osmotischer Diarrhö“ (also Durchfall), weiter können Bauchschmerzen und ein Gefühl der Übelkeit auftreten.

Fruchtzucker – gut für den Blutzuckerspiegel aber schlecht für die Blutfette?

Einen Zusammenhang zwischen Fettpölsterchen und Fruchtzuckerkonsum entdeckten Wissenschaftler im Deutschen Institut für Ernährungsforschung bereits im Jahr 2005 – allerdings bei Mäusen.

Die Nager, denen eine Fruktoselösung verabreicht wurde, legten deutlich mehr Körperfett zu, als die Vergleichsgruppen, denen lediglich Lösungen mit Haushaltszucker, Süßstoff oder reinem Wasser angeboten wurde. Parallelen zum Menschen dürfen gezogen werden: Ernährungsforscher aus Minneapolis entdeckten, dass der Fruchtzucker besonders bei den männlichen Probanden ihrer Ernährungsstudie die Bluttfettwerte ansteigen ließ.

Somit kann der Fruchtzucker auch nicht mehr uneingeschränkt als Süßungsmittel für Diabetiker empfohlen werden, wie das bislang gern gemacht wurde. Zwar lässt er den Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe schießen, doch ist das angesichts womöglich steigender Blutfettwerte nur ein Pyrrhussieg.

Zuckerfrei leben? Gar nicht so einfach und auch nicht nötig

Wer den ungesunden Zucker nebst Fruchtzucker jetzt komplett vom Speiseplan streichen möchte, kämpft gegen Windmühlen. Nicht nur Süßigkeiten droht die Verbannung, sondern auch Frühstückscerealien, Wurst, Fertiggerichten, Senf, Saucen oder Ketchup.

Ein Blick aufs Etikett verrät, dass ihnen wahlweise Zucker (Saccharose), Sirup, Glucose, Fruktose oder sonstige Zuckeraustauschstoffe zugesetzt wurden. Ein Leben ohne Zucker wäre daher sehr eintönig und auch unnötig.

Der Griff zum frischen Obst ist - ungeachtet der Fructose - immer eine gesunde Wahl, liefert es doch Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und sättigt hervorragend. Sich allerdings lediglich auf die industriell verarbeiteten und vermeintlich gesunden Lebensmittel zu fokussieren, denen anstelle des üblichen Haushaltszuckers Fruchtzucker beigesetzt wurde, bringt keinen Vorteil.

Die Menge der täglich empfohlenen Zuckerzufuhr – laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind das bei gesunden Männern 60 Gramm, bei Frauen 50 Gramm - sollte nicht überschritten werden. Welche Zuckerart dabei die Gesamtenergiebilanz belastet, ist dem Körper relativ egal.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 12.02.2010
Quelle: kochmix
 
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