Exotisches Essen aus Vietnam

 
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Exotisches Essen aus Vietnam

In allen Kulturen haben sich gewisse Essgewohnheiten gebildet und einiges hat seinen Weg schon nach Deutschland gefunden. Doch wie Kochen die Menschen in Vietnam?

Essen ist ein Ereignis

Vietnamesisches Essen ist ExotischWährend hierzulande eine Mahlzeit nicht mehr allzu häufig ein gemeinsam erlebtes Ritual darstellt, ist in Vietnam die Nahrungsaufnahme ein wichtiges Ereignis, das fest in die Kultur der Vietnamesen integriert ist. Hierbei spielen die zubereiteten Gerichte ebenso eine wichtige Rolle, wie die traditionelle Weise, wie die Mahlzeiten eingenommen werden. In Vietnam wird der Tisch mit allen zubereiteten Speisen reichlich gedeckt und gegessen wird gemeinsam aus allen Schüsseln, viel Reis als Beilage darf dabei nicht fehlen. Daher muss unter den Gästen und der Familie Sympathie bestehen, denn es wird  nicht mit Menschen gemeinsam aus einer Schüssel gegessen, die man nicht leiden kann. Wer also vom Essen ausgeschlossen wird, hat einen schlechten Stand und weiß, wie die Meinung über ihn gestaltet ist. Vor allem isst man in Vietnam Reis, Gemüse und Früchte, und Fischsoße ist aus der vietnamesischen Küche nicht wegzudenken.

Verschiedene Einflüsse prägten die vietnamesische Küche

Verschiedene Besatzungen und Mächte haben ihren Einfluss auf die Esskultur Vietnams genommen. Der Norden Vietnams wurde vor allem durch den Nachbarn China beeinflusst, der lange Zeit hier das Sagen hatte, und die Gerichte erinnern an die chinesischen Speisen. Die französische Kolonialzeit dagegen nahm ihren Einfluss in der Gegend um Saigon, die Franzosen brachten europäische Kräuter und Gemüsesorten mit, bestanden auch in Vietnam auf ihr Baguette und in dieser Region findet man auch heute frisch gebackenes Weißbrot in Stangenform. Ebenso fand Rindfleisch durch die französische Machteinnahme ihren Platz in der vietnamesischen Küche. Um das Mekong-Delta haben die Inder ihre kulinarischen Spuren hinterlassen, die zu früheren Zeiten das Delta eingenommen hatten. Nicht vergessen werden dürfen die Einflüsse des Volks der Cham, die die Zentralküste Vietnams einnahmen und für weniger scharfes Essen in Vietnam sorgten.

Typisch Nord-Vietnamesisch

Durch die Chinesen finden sich im Norden Vietnams tolle kurzgebratene Gerichte aus der Pfanne, aber auch Schmorgerichte, Reisbrei und diverse Süppchen mit Nudeln und Gemüse. Die Vegetation ist hier nicht sonderlich reichhaltig, weil es sich um eine relativ trockene Gegend handelt. Darum werden die Speisen weniger gewürzt zubereitet. Nach dem Aufstehen stärken sich die Vietnamesen im Norden des Landes gerne mit Pho, einer kräftigen Nudelsuppe. Gelegentlich wird sie auch mit Rindfleisch gekocht und nennt sich dann Pho bo. Auch im restlichen Land wird diese Suppe angeboten. In der kalten Jahreszeit essen die Nordvietnamesen gerne den Feuertopf Lau, ähnlich wie bei einem Fondue werden Fleisch und Gemüse kleingeschnitten und in einer Brühe gegart, gegessen wird um einen Holzkohleofen.

Typisch Zentral-Vietnam

In der Mitte Vietnams befindet sich die Stadt Hue, eine Kaiserstadt. Durch die hochherrschaftlichen Bewohner verlangte man den Vietnamesen ab, dass die Speisen besonders ansprechend angerichtet und die Gerichte pfiffig garniert wurden. So avancierten die Speisen zu einer Kunst, die auch die Lebensart der kaiserlichen Gesellschaft widerspiegelte. So werden auch heute noch Rindfleischröllchen in Betelblättern, Shrimps und andere Köstlichkeiten serviert.

Typisch Süd-Vietnam

Die deftigste Küche besitzt der Süden Vietnams. Hier wachsen reichlich Kräuter und Gewürze, Gemüse und Früchte, mit denen das Essen in alle Geschmacksrichtungen verstärkt aromatisiert wird. Salzig, süß und sauer, mit einer intensiveren Note als im Rest des Landes, sind die dortigen Speisen. Die meisten Gerichte werden in der Pfanne kurzgebraten, doch auch der Tontopf kommt zum Einsatz, wenn Fleisch oder Fisch geschmort werden soll. Dazu reicht man gerne und reichlich Karamellsoße.

Kulinarische Gemeinsamkeiten aller Regionen Vietnams

Natürlich ist Reis eines der wichtigsten Nahrungsmittel wie in Gesamt-Asien. Doch er wird nicht nur gedünstet gegessen, sondern auch zu Reisbrei, Reisnudeln oder Reispapier verarbeitet. Mit dem Reispapier bereitet man beispielsweise vietnamesische Frühlingsrollen zu, die in Fett knusprig frittiert werden. Gedämpft nennt man Reispapier-Rollen, in denen verschiedenes Gemüse und andere Zutaten eingewickelt werden, Mandarinrollen. Ohne die Rollen beziehungsweise die Reisblätter nach dem Wickeln zu garen, spricht man von Glücksrollen. Zudem wird bei fast allen Gerichten die traditionelle Fischsoße zum Abschmecken verwendet, die salzig im Geschmack ist. Kein Wunder, besteht sie doch zum Großteil aus salzig eingelegten Sardellen-Filets (Anchovis). Diese Zutaten erhält man auch in Asia-Läden in Deutschland. Die Hauptkräuter der Küche Vietnams sind Thai-Basilikum, Zitronengras und Koriander, aber auch der von den Franzosen mitgebrachte Dill und die Minze.

Wer die Gelegenheit hat, sich von Vietnamesen ein traditionelles Essen zuzubereiten zu lassen, sei es im Restaurant oder privat, sollte sich dieses leckere und besondere Geschmackserlebnis nicht entgehen lassen. Außerdem ist es nicht schwierig, sich selbst mit vietnamesischen Rezepten zu versuchen und Gäste damit zu überraschen.

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Kategorie: lifestyle
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Erfassung: 05.04.2009
Quelle: kochmix
 
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