Esskastanien - Kastanien zum Essen der Knabberspass für den Winter

 
Rezepte, Kochen, Kochbuch, Kochrezepte, TV-Guide usw.

Kategorien für das Kochmagazin:

Kochmagazin: Live Search

Kochmagazin - saisonales

Esskastanien - Kastanien zum Essen der Knabberspass für den Winter

Von September bis November ist Erntezeit für die igeligen Früchtchen: die rotbraunen, zwiebelförmigen Kastanien im Stachelkleid platzen aus ihren Hüllen. Genau die richtige Zeit für ein gesundes Knabbervergnügen.

Esskastanien – Kastanien zum Essen der Knabberspass für den WinterDenn Esskastanien enthalten neben reichlich Stärke Kalium sowie die Vitamine B1, B6 und C, Folsäure, Magnesium, Eisen und Phosphor.

Mancherorts heißen sie Maroni, anderswo, nämlich in der Pfalz, Käschde, aber eins stimmt immer: wo der Wein gedeiht, gedeiht auch die Edelkastanie (Castanea sativa), deren Heimat der Schwarzmeerraum ist. Die Römer brachten mit dem Wein auch die edlen Kastanien in nördlichere Gefilde, so dass sie heute von der Türkei bis nach Großbritannien zu finden ist.

In der Landgüterordnung Karls des Großen, Capitulare de villis, die um das Jahr 800 aufgeschrieben wurde, wird der Baum mit den essbaren Früchten unter den wichtigen Nahrungsbäumen aufgeführt, “castanarios” heißt er für Karl den Großen. In vielen Gegenden waren sie über lange Zeiten ein Grundnahrungsmittel - mit Esskastanien konnte man den Winter überstehen, und zwar „pro Maul ein Baum“, wie man im Tessin sagte. Die Blüten sind außerdem eine gute Bienenweide, und das Holz eignet sich für widerstandsfähige Gartenzäune wie zum Hausbau und der Möbelschreinerei.

Es gibt in Mitteleuropa mehr als 100 Esskastaniensorten - aber mit der Roßkastanie, die zu den Seifenbäumen zählt, ist die Esskastanie botanisch nicht verwandt. Übrigens gibt es einen Unterschied zwischen Maroni und Kastanien: Maronen sind größer, milder im Geschmack als Esskastanien und herzförmig, während die Kastanien eine eher runde Form haben.

Esskastanien können mehrere hundert Jahre, sogar bis zu tausend Jahre alt werden. In Deutschland wachsen sie beispielsweise im Pfälzerwald, im Taunus und am Westrand des Schwarzwalds. In Frankreich findet man Kastanienwälder etwa in den Cevennen. Im Départment Ardèche werden die traditionsreichen Nussfrüchte auch heute noch (oder wieder) zu den unterschiedlichsten kulinarischen Genüssen verarbeitet, pro Jahr erntet man hier zwischen 3.000 und 5.000 Tonnen Maroni.

Man kann Esskastanien nicht nur kochen oder rösten, sondern auch getrocknet zu Mehl vermahlen. Das macht sie so vielfältig. Maronenkonfitüre ist ein Klassiker aus Frankreich, der „Lou pisadou“ ist ein beliebter Kastanienkuchen, und auch kandierte Maroni sind eine  bei unseren französischen Nachbarn eine beliebte Leckerei. Châtaignettes heißen Plätzchen aus Kastanienmehl, die mit Nüssen, Mandeln oder Orangenschale aromatisiert warden.

Maroni rösten
Gekocht oder geröstet schmecken jedoch beide Sorten der stärkereichen Früchte leicht süßlich. Für ein leckeres Knabbervergnügen ritzen Sie die Früchte kreuzweise ein. Die Schalen lösen sich am leichtesten, wenn Sie die Kastanien erst etwa 20 Minuten kochen. Rösten Sie sie dann in einer Pfanne bei hoher Temperatur, bis die Schale schwarz wird und aufplatzt.

Mit einem spitzen Kochmesser entfernt man nun die schön gemaserte, braune Außenhaut und die pelzige Innenhaut – am besten, solange die Maroni noch heiß sind. Das ist eine recht mühselige Arbeit – lustig wirds aber in geselliger Runde bei neuem Wein mit Freunden. Kastanien schmecken pur, leicht gesalzen oder karamellisiert.

Anzeigen zum Artikel:


Weitere Interessante Artikel aus der selben Kategorie: Saisonales
» Kornelkirschen - Würziges Kornellen-Zwiebel-Chutney
» Himbeeren - Rubus ideaeus sind aromatisch, erfrischend und lecker
» Ostern - Ein Osterlämmchen zum Backen
» Kokosnuss - exotische Frucht aus der Karibik
» Aprikosen - süße Früchtchen, bei Aprikosen zählt Qualität

Kategorie: saisonales
Hits: 39047 mal gelesen
Erfassung: 20.11.2007
Quelle: kochmix
 
nach oben


Copyright © Pixel Trader Ltd. 2005 2006 2007 All rights reserved.