Ernährung in der Schwangerschaft - Essen für zwei

 
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Ernährung in der Schwangerschaft - Essen für zwei

Vor allem die ersten drei Monate der Schwangerschaft stellen den Appetit werdender Mütter auf eine harte Probe.

Ernährung in der Schwangerschaft - Essen für zweiPlötzliche Übelkeits-Attacken wechseln sich mit ungeahnten Heißhungergelüsten und Phasen sensibelster Geruchswahrnehmung ab, in denen jeder Essensduft zur Zumutung wird. Doch gerade die ersten Wochen sind entscheidend für die gesunde Entwicklung des Fötus, weshalb die Schwangeren auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten müssen.

Mit ein paar Tricks und einem wachen Instinkt lässt sich die Schwangerschaftsübelkeit in den Griff bekommen und die Nahrungsauswahl optimal regulieren.

Schwangerschaftsübelkeit ist eine tückische Angelegenheit: Die genauen Ursachen sind noch nicht hinreichend erforscht; auch weiß man inzwischen, dass Angst, Stress und Unruhe das Unwohlsein verstärken und es sogar Naturvölker gibt, in denen die Schwangerschaftsübelkeit ein völlig unbekanntes Phänomen ist.

Auch die Bekämpfung der unangenehmen Attacken erscheint zunächst unlogisch, ist aber meistens äußerst wirksam: Die werdenden Mütter fühlen sich besser, wenn sie oft kleine Mahlzeiten zu sich nehmen und einen völlig leeren Magen vermeiden. Nicht selten haben sie dabei eine natürliche Abneigung gegen fettes Fleisch und Fisch und bevorzugen stattdessen knackige Rohkost, Gemüse und Mahlzeiten auf Basis von Getreide und Milchprodukten.

Wer auf seinen Körper hört, tut gut daran, die Signale zu befolgen – denn der Fötus braucht für eine gesunde Entwicklung Vitamine, Folsäure, Jod und Eisen. Für die spätere Milchproduktion der Brüste ist außerdem die regelmäßige Zufuhr von Kalzium unverzichtbar.

Da die deutschen Ackerböden durch die ständige Bewirtschaftung nicht mehr viel Folsäure enthalten, sollte in den ersten zwölf Wochen ein Nahrungsergänzungspräparat mit Folsäure, Jod und Eisen eingenommen werden. Eine ausgewogene Ernährung hilft nicht nur dem Fötus bei seiner stetigen Entwicklung, sondern lindert auch typische Schwangerschafts-Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit, Blähungen und Verstopfung.

Damit es gar nicht erst zum morgendlichen Unwohlsein kommt, empfehlen Ärzte und Hebammen, vor dem Aufstehen ein kleines Frühstück im Bett einzunehmen, das aus Kräutertee (am besten mit Pfefferminze oder Ingwer), Zwieback, Vollkornkeksen oder einer Scheibe Vollkornbrot besteht.

So wird im Magen ein kleines Polster geschaffen, der Blutzuckerspiegel kommt ins Lot und der Kreislauf wird stabilisiert. Danach sollte alle zwei bis drei Stunden „geknabbert“ werden, damit der Magen arbeiten kann – doch diese Zwischenmahlzeiten sollten keinesfalls schwer und belastend sein.

Ideal sind Möhren, Apfelschnitze, Müsliriegel, milde Joghurts und Vollkorn-Zwieback. Völlig vermeiden sollten schwangere Frauen hingegen rohe Fleischgerichte wie Mett oder Tartar, rohen Fisch und Rohmilchkäse.

Ansonsten ist erlaubt, was schmeckt, so lange die Mischung stimmt und Zucker wie auch ungesunde Fette nicht Überhand nehmen. Tatsächlich muss nämlich erst ab dem 5. Monat aktiv für das Baby mitgegessen werden – und auch dabei handelt es sich nur um zarte 200 Kalorien zusätzlich pro Tag.

Die werdende Mutter muss also insgesamt nur um die zwei Kilogramm Fettgewebe aufbauen, um dem Fötus ein kuscheliges Zuhause zu bieten, in dem er alles bekommt, was er braucht. Was sich ansonsten auf der Waage bemerkbar macht, ist Fruchtwasser, Plazenta und eingelagertes Wasser.

Ist die Morgenübelkeit erst einmal vorüber – in der Regel ist das nach der 12. bis 14. Woche der Fall -, genießen schwangere Frauen ihre Mahlzeiten aber oft um so mehr und empfinden eine natürliche Lust, sich rundum gesund zu ernähren.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 02.04.2008
Quelle: kochmix
 
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