Eisbein - fett und deftig für kalte Wintertage

 
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Eisbein - fett und deftig für kalte Wintertage

Eisbein, Schweinshaxe, Surhaxe oder einfach nur Haxe – während es manch einen bei dem Gedanken daran schüttelt, läuft anderen das Wasser im Mund zusammen.

Eisbein mit Sauerkraut und KartoffelDie verschiedenen Bezeichnungen des Schweinebeins haben übrigens weniger mit der Region zu tun, in der das Eisbein verzehrt wird. Welchen Namen dieser von einer ordentlichen Fettschicht umhüllte verlängerte Schweinefuß letztendlich trägt, hängt maßgeblich davon ab, wie man ihn zubereitet.

Bein oder Haxe? Alles eine Frage der Zubereitung

Das Eisbein wird erst gepökelt und anschließend gekocht. Das Fett, auch Schwarte genannt, bleibt bei dieser Variante weich und hell, das Fleisch ist zart. Serviert wird das Eisbein gemeinsam mit Kartoffeln und Sauerkraut. In Berliner Traditionsrestaurants gibt es Erbsenpüree dazu. So gut das Eisbein auch schmecken mag – schön anzuschauen ist das blasse, leicht schwabbelige Etwas nicht unbedingt.

Gegrillt, nicht gekocht: knusprige Schweinshaxe

Anders ist es da bei der Schweinshaxe. Sie wird im Ofen zubereitet und dort gebacken oder gegrillt. Die Schwarte, vorher rautenförmig eingeritzt, nimmt so eine goldbraune Farbe an und wird knusprig. Die Haxe schaut auf dem Teller deutlich appetitlicher aus als das blasse Eisbein und kommt meist mit milchsaurem Weißkraut und Knödeln auf den Tisch.

Schweinebeine entfetten für die schlanke Linie

Unabhängig von der Zubereitungsform ist der Fettgehalt sowohl bei dem gepökelten und gekochten wie auch bei dem gegrillten Schweinebein recht hoch. Doch zum Glück ist der fettige Speck klar abgegrenz und lässt sich mit einem kleinen Trick leicht vermeiden: Zwar schätzen echte Eisbeinliebhaber gerade die fette Schwarte, doch das unter dem Fett liegende Schweinefleisch ist durchaus mager und gut bekömmlich. Wer Haxe oder Eisbein also auf die leichte Art genießen möchte, lässt die Schwarte einfach links liegen und spart damit reichlich Fettkalorien ein.

Woher hat das Eisbein seinen Namen?

Eigentlich bedeutet Eisbein nichts anderes als „Eisknochen“. Denn Knochen wurden bis zum 14. Jahrhundert allgemein als „Bein“ bezeichnet – auch das Schienbein erinnert uns heute noch daran. Der Ursprung der Vorsilbe „Eis“ hingegen ist weniger medizinischer, sondern äußerst praktischer Natur und hat seine Wurzeln wohl im Mittelalter.

Da es den Bauern zu damaliger Zeit nicht möglich war, alle Schweine durch den Winter bringen und man zudem Fleisch als Wintervorrat benötigte, schlachtete man im Herbst einen Teil der Schweinderl – dann nämlich, wenn die sich ordentlich Speck für den Winter angefuttert hatten.

Folglich war der Winter die Jahreszeit, in der besonders häufig Schweinebraten auf den Tisch kam. Die übrig gebliebenen Schweineknochen dienten Kindern wie Erwachsenen als „Eisgleiter“. Schlittschuhe gab es noch nicht, der zurechtgeschnitzte Schweineknochen hingegen glitt wunderbar übers Eis. Also wurden die Schweineknochen ganz einfach wie Schlittschuhkufen unter die Schuhe geschnallt – und so war das Eisbein geboren.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 17.12.2009
Quelle: kochmix
 
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