Eintopf - Eintöpfe beleben die Tägliche Speisekarte

 
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Eintopf - Eintöpfe beleben die Tägliche Speisekarte

Nichts wirkt heimeliger als ein dampfender Kupferkessel, der über einem offenen Feuer sanft hin und her schaukelt und dabei einen köstlichen Duft nach Fleisch und Gemüse verströmt: eine Szenerie wie aus dem Märchen.

Eintopf - Eintöpfe beleben die Tägliche SpeisekarteTrotzdem ist der Eintopf in den vergangenen Jahrzehnten aus der Mode gekommen – zu Unrecht. Eintöpfe sind einfach zuzubereiten, preiswert, sättigen, wärmen von innen und können portionsweise eingefroren und wieder aufgekocht werden. Es ist also kein Zufall, dass sich in fast jedem Land ein Eintopf unter den Nationalgerichten befindet.

Was der Borschtsch in Russland und der Pichelsteiner für die Bayern, ist die Minestrone für die Italiener und das Ratatouille für die Franzosen: eine traditionelle Mahlzeit, für die es nicht viel Koch-Utensilien, Geld und Aufhebens braucht und die trotzdem ihre eigene, charakteristische Note hat.

Eintöpfe sind unkompliziert, aber deshalb nicht automatisch banal und derb im Geschmack. Eine gute Minestrone oder ein aromatisches Ratatouille können auch Gourmets entzücken; ein feuriges Chili ist auf Partys ein unangefochtener Dauerbrenner. Eintöpfe überzeugen durch ihre Bodenständigkeit: Alle Zutaten werden in einem einzigen großen Kessel gegart, können ohne Verluste lange warm gehalten werden und lassen sich problemlos einfrieren.

Kenner behaupten sogar, dass Eintöpfe nach dem Aufwärmen noch einen Tick besser schmecken als frisch zubereitet. Und nach ausgedehnten Winterspaziergängen heizt kaum ein Essen besser ein als ein Teller Gemüse- oder Kartoffeleintopf mit Würstchen oder Speck. Deshalb hat die Lebensmittelindustrie ein beeindruckendes Sammelsurium an nationalen und internationalen Eintopfgerichten in praktischen Konservendosen auf den Markt gebracht. Die fertigen Suppen müssen nur kurz in der Mikrowelle oder auf dem Herd erhitzt werden.

Geschmacklich geht aber nichts über einen selbst gemachten Eintopf mit frischen Zutaten. Die Basis eines Eintopfs besteht meistens aus Gemüse- oder Fleischbrühe, Suppengrün, Kartoffeln, Kohl oder Hülsenfrüchten. Weil ein Eintopf durch das lange Köcheln nicht immer ganz so köstlich aussieht, wie er mundet, betrachten viele Kinder das Suppengericht eher kritisch bis ablehnend - die mahnende Fabel vom Suppenkasper ist also nicht ohne Grund entstanden. Den Kleinen kann jedoch ihre Skepsis genommen werden, indem man sie in den Kochvorgang einbindet. So können sie genau sehen, welche Zutaten in den großen dampfenden Topf wandern.

Früher bestand der Eintopf aus den Gaben, die Feld, Stall und Wald saisonal boten. Dank des weltweiten Handels kann heute das ganze Jahr über sowohl Heimatliches als auch Exotisches den Kessel Buntes bereichern. Fertiggewürzmischungen erleichtern das Eintopfkochen zusätzlich. Dennoch lohnt es sich, für eine Minestrone oder einen Fischeintopf die Brühe selbst herzustellen.

Ein Chili hingegen mausert sich mit Hilfe von Gewürzmischungen und dem Tim Mälzer Schokoladen-Trick zu einem raffinierten Soulfood Schmaus: Frisches Hackfleisch kross anbraten und mit etwas Cayennepfeffer bestreuen, dann mit Wasser oder Brühe aufgießen, die Gewürzmischung hineinrühren, mit geschälten Tomaten aus der Dose, Mais, Bohnen und Paprikastückchen strecken und mindestens eine halbe Stunde lang auf kleiner Hitze schmurgeln lassen.

Kurz vor dem Servieren einige Ecken dunkle Bitterschokolade im Chili schmelzen lassen und gut umrühren. Chili passt hervorragend zu Reis, frischem Weißbrot und Tortillafladen. Ein Klecks Creme fraiche setzt dem Ganzen einen Farbtupfer auf und bildet einen sahnigen Kontrast zu der angenehmen Schärfe des mexikanischen Nationalgerichtes.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 12.11.2007
Quelle: kochmix
 
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