Einkochtipps - Was sollte man beim Einkochen beachten!

 
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Einkochtipps - Was sollte man beim Einkochen beachten!

Die Menschen versuchten schon vor ewigen Zeiten, ihre Nahrung auf jede erdenkliche Weise vor dem Verderb zu bewahren. Einkochen ist eine naheliegende Stufe auf dem Weg zwischen Einlegen und Dörren.

Einkochen von LebensmittelNach dem Vorbild von eingekochtem Obst (z.B. Pflaumen-Latwerge) experimentierte der französische Physiker und Erfinder Denis Papin (1648-1712) um 1700 mit einem Vorläufer des Dampfdrucktopes, um Nahrungsmittel wie Fleisch oder Gelees dauerhaft haltbar zu machen. Das gelang zwar, geriet aber wieder in Vergessenheit.

Erst Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Einkochen erfunden, dessen Prinzip wir noch heute nutzen: Der Koch François Nicolas Appert hatte sich seit etwa 1780 mit der Frage beschäftigt, wie man die Haltbarkeit von Lebensmitteln erhöhen kann. Lazzaro Spallanzani, ein italienischer Geistlicher, brachte ihn vermutlich auf die richtige Idee.

Der hatte nämlich schon 1769 nachgewiesen, dass luftdicht abgeschlossene und durcherhitzte organische Stoffe kein Leben hervorbringen (sprich: nicht von Insekten oder Schimmel befallen werden). Dieses Prinzip wandte Appert auf Lebensmittel an und gründete 1804 die erste Konservenfabrik der Welt. Doch sein Wissen war noch kein Allgemeingut.

Das sollte sich bald ändern: Napoleon suchte für die Ernährung seiner Truppen nach einem Verfahren, mit dem man Lebensmittel dauerhaft konservieren könne und setzte einen hohen Preis aus, den Appert 1810 prompt gewann.

Er wurde verpflichtet, ein Buch über sein Konservierungsverfahren zu schreiben, das 1822 in Wien auf deutsch erschien: „Die Kunst alle animalischen und vegetabilischen Substanzen nähmlich alle Gattungen Fleisch, Geflügel, Wildpret, Fische, Zugemüse, Kuchen - Arzneygewächse, Früchte, Sulzen, Säfte; ferner Bier, Kaffeh, Thee u.s.w. in voller Frische, Schmackhaftigkeit und eigenthümlicher Würze mehrere Jahre zu erhalten."

Um 1880 besaß der Deutsche Johann Carl Weck das Alleinverkaufsrecht für die klassischen Einkochgläser, die mit Gummiringen abgedichtet wurden. So entstand der Begriff „Einwecken“ für Einkochen, der 1907 in den Duden aufgenommen wurde.

Einkochtipps – was gibt es zu beachten?

• Sauberkeit ist das A und O. Beim Einkochen entscheidet die Sauberkeit, wie lange die eingekochten Speisen halten: Schon kleinste Verunreinigungen können dazu führen, dass das Einkochgut vorzeitig verdirbt. Vor dem Befüllen muss man die Einmachgläser heiß auswaschen, mit klarem Wasser nachspülen oder fünf Minuten lang bei 200°C im Backofen sterilisieren. Danach darf man auf keinen Fall mehr mit den Fingern ins Glas greifen!

• Verwenden Sie am besten Twist-off Gläser: Das heiße Kochgut wird eingefüllt, mit dem Schraubdeckel verschlossen und ca. 5 min auf den Kopf gestellt. Schon ist eingemacht. Diese Methode ist besonders bei Marmelade oder Gelee zu empfehlen.

• Wer Einweckgläser mit Gummiring und Glasdeckel verwendet, sollte den Gummiring in kochendem Wasser sterilisieren und den Glasdeckel vor dem Einkochen mit einer Einweckklammer fixieren.

• Kochen Sie immer kleinere Mengen ein! Größere Mengen brauchen längere Kochzeiten. Das führt zu Vitaminverlust und beeinträchtigt Farbe und Konsistenz der eingekochten Lebensmittel.

• Marmeladen, Konfitüren und Gelees können nach dem Kochen mit einem Schuss Rum oder Likör verfeinert werden. Bei geringen Mengen (bis drei Esslöffel) wird die Gelierung davon nicht behindert.

• Eingekochtes an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahren. Tageslicht und Wärme können Farbe und Konsistenz verändern. Dunkelheit unterstützt zudem die Gelierung im Glas.

• Geöffnete Gläser unbedingt im Kühlschrank aufbewahren und rasch verzerren!

• Beachten Sie, das durch fetthaltige Zutaten, wie Nüsse, Mandeln und Kokosflocken, oder durch nicht mitgekochte Zutaten, wie Minze- und Melissenblättchen, die Haltbarkeit verkürzt wird.

• Eingekochtes ist bis zu einem Jahr haltbar

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 25.07.2008
Quelle: kochmix
 
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