Die britische Küche, einfach bis genial

 
Rezepte, Kochen, Kochbuch, Kochrezepte, TV-Guide usw.

Kategorien für das Kochmagazin:

Kochmagazin: Live Search

Kochmagazin - kochen

Die britische Küche, einfach bis genial

Viele Spottlieder wurden auf die britische Küche gesungen und wolle man behaupten, es träfe nicht zu, würde man sich unglaubwürdig machen. Andererseits besteht die englische Gastronomie nicht nur aus Fish und Chips, sondern hat durchaus mehr zu bieten.

Die britische Küche, mit Fish und ChipsWahrlich, es gibt kaum eine englische Kleinstadt, die nicht eine beträchtliche Anzahl an chinesischen, italienischen und indischen Restaurants zu bieten hätte, auch der Fast Food-Gourmet kommt in den zahlreichen Imbissen und Lokalen voll auf seine Kosten. Sicher gehören knackige Salate oder Gemüse nicht unbedingt zu den Klassikern des Landes, jedoch finden gute Pasteten, Geflügel, Fischgerichte und Roastbeef großen Anklang bei Feinschmeckern.

Durch frühere Kolonialherrschaften und zahllosen Immigranten, die in England leben, wurden ebenfalls viele leckere Gerichte, wie beispielsweise das berühmte indische Curry „eingebürgert“. Bis ins 19. Jahrhundert galt die englische Küche sogar als eine der besten Europas. Durch das britische Empire hatten es englische Köche leicht, an exotische Gewürze zu kommen und setzten diese auch gekonnt ein. So erfanden sie beispielsweise das „Chutney“, das sie von der asiatischen Kochkunst abschauten. Leider genossen Spitzenköche in der damaligen Zeit nicht das Ansehen, wie bei ihren französischen Gleichgesinnten.

Aus diesem Grunde erlernten immer weniger junge Leute das Kochhandwerk. Schließlich war der Mangel an Nachwuchskräften so groß, dass nach dem allmählichen Zusammenbruchs des britischen Kolonialreichs nach dem Ende des 1. Weltkrieges weder Fachpersonal noch Zutaten vorhanden waren, um die englische Küche aus dem gastronomischen Tief zu holen.

Englische Küche ganz traditionell

In englischen Küchen wird viel Fleisch gegessen, sicherlich wird in verschiedenen Gebieten weniger davon verzehrt, dennoch ist die britische Cuisine von Fleisch geprägt. Meist kommt es in Form von Braten auf den Tisch. Als Beilage zum Fleisch werden Kartoffeln in verschiedenen Varianten gereicht. Kartoffelbrei, halbierte Kartoffeln mit Öl bestrichen, gesalzen und im Ofen geröstet und Chips, die englischen Pommes Frites. Daneben gibt es Gemüse, wie Karotten, Erbsen, Rosenkohl, Blumenkohl oder Brokkoli. Nach Belieben wird auch der Yorkshire - Pudding serviert.

Pies sind ein sehr beliebter Bestandteil der englischen Küche. Dabei handelt es sich entweder um Speisen, die aus gegartem Hackfleisch oder Fisch mit Gemüse bestehen, die mit Kartoffelpüree bedeckt im Ofen überbacken werden, oder um Teigpasteten, die eine Füllung aus Fleisch, Geflügel, Hackfleisch, Kartoffeln und Gemüse enthalten. Die Hülle besteht aus Blätterteig. Baked Potatoes, also gebackene Kartoffeln, zählen ebenfalls zu den Delikatessen auf der Insel. Dafür werden extra große Kartoffeln verwendet, die aus speziellen Züchtungen stammen und sich deshalb gut für dieses Gericht eignen. Die rohe Kartoffel wird in Grillfolie eingewickelt und im Ofen gebacken. Dazu wird Quark oder Sour Cream mit viel knackigem Salat, ganz nach Belieben, gereicht.

English Breakfast

Natürlich kennt fast jeder das traditionelle englische Frühstück, die sogenannten „Beans, Bacon and Sausages“ – zu deutsch „Gegrillter Schinken, Bohnen und Würstchen“. Selbst dieses Gericht variiert und ist von Region zu Region verschieden. In manchen Gegenden bevorzugt man die bereits genannte Version, in anderen Gebieten des Landes wird noch Rührei, gegrillte Tomaten oder gebratene Champignons gereicht.

Zum Würzen gibt es eine braune Sauce, die „Brown Sauce“ mit würzig-saurem Geschmack, auch Senf und Ketchup dürfen nicht fehlen. Da dieses Frühstück sehr reichhaltig ist, kann man davon ausgehen, dass in englischen Haushalten kalorienbewusster gespeist wird, da das „Full English Breakfast“ mehr als deftig ist. Hier kommen meist, wie bei uns auch, Toast, Butter, Marmelade oder Cornflakes mit Milch auf den Tisch.

Tea Time

In vielen Gebieten Englands wird zum klassischen fünf Uhr Tee statt Gebäck und Kuchen Cream Tea gereicht. In der Grafschaft Devon, unweit von Cornwall, wird die Delikatesse auch als Devonshire Tea bezeichnet. Dies ist eine spezielle Variante von Brötchen mit oder ohne Rosinen, daneben wird eine spezielle Crème, die sogenannte Clotted Cream und Marmelade serviert. Sehr kalorienreich aber hervorragend im Geschmack.

Anzeigen zum Artikel:


Weitere Interessante Artikel aus der selben Kategorie: Kochen
» Bratwurst - Bratwürstchen auf dem Grill und in der Pfanne
» Die britische Küche, einfach bis genial
» Soßen - Soße aus Fleischsaft und Gemüseessenz zubereiten
» Spätzle - schwäbische Küche mit Rezeptideen
» Fasan - Fasane (Wildhühner) für Feinschmecker

Kategorie: kochen
Hits: 5930 mal gelesen
Erfassung: 22.06.2009
Quelle: kochmix
 
nach oben


Copyright © Pixel Trader Ltd. 2005 2006 2007 All rights reserved.