Die Birke – Frühlingsbote und Lieferant von Saft oder Sekt

 
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Die Birke – Frühlingsbote und Lieferant von Saft oder Sekt

Heute gilt die Birke (Betula) vor allem als einer der Frühlingsboten schlechthin. Sie lässt einerseits das trübe Wintergrau vergessen und beschert andererseits leidgeplagten Pollenallergikern manch üble Niesattacke.

Birkensaft und BirkensektIm Volksglauben wurden der Birke magische Kräfte nachgesagt, zudem symbolisierte sie die Jugend oder gar die jungfräuliche Göttin: Die Slawen und die Germanen widmeten die Birke ihrer Liebes- und Ehegöttin Freya.

Und auch den Frühling wollten sie mit einer zuvor im Wald abgeholzten und nun auf dem Dorfplatz platzierte Birke anlocken. Ob es dieser Lockruf war, dem der Frühling folgte oder ob er auch aus freien Stücken vorbeigeschaut hätte, bleibt dahingestellt. Tatsache ist jedoch, dass so die Tradition des Maibaums begründet wurde, die noch heute vielerorts gefeiert wird.

Birkensaft – ein traditionelles Gesundheitselixier

Auch aus heilkundlicher Sicht wird die Birke seit jeher geschätzt. Die Blätter enthalten unter anderem Flavonoide und verschiedene Gerb- und Bitterstoffe, der Birkensaft Vitamin C, Aminosäuren, sowie verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente.

Schon Petrus Andreas Matthioli hob in seinem 1543 veröffentlichten Kräuterbuch die positive Wirkung der Birke auf Blasen und Nieren hervor. Und noch heute wird der Birkensaft vor allem in nordischen Regionen als äußerst belebendes und gesundes Getränk geschätzt.

Egal, ob die Frühjahrsmüdigkeit vertrieben werden soll, der Stoffwechsel auf Trab gebracht, die Entschlackung vorangetrieben oder diverse Leiden kuriert werden sollen: Birkensaft ist immer eine gute Wahl. 

Birkensekt – prickelnd alkoholischer Genuss aus dem Saft der Birken

Eine Renaissance erlebt derzeit ein prickelndes Gebräu aus Birkensaft. Mal als Birkensekt, Birkenwein, Birkenchampagner oder Birkenschaumwein deklariert, verspricht das prickelnde Getränk ganz besonderen Genuss.

Ganz so neu ist die Idee des Birkensekts indes nicht. Schriftlich erwähnt wurde der Birkenchampagner nämlich bereits in einem Hauslexikon aus dem Jahre 1834. Und ein noch älteres Rezept aus dem Jahr 1785 inspirierte den Schweden Peter Mosten zu seinem Birkensekt.

Nach mehreren missglückten Versuchen gelang es dem Ökologie-Ingenieur, einen köstlichen Schaumwein zu kreieren, der im Jahr 2007 mit immerhin 20.000 Flaschen in den Verkauf ging.

Birkensekt - frisch gezapft oder frisch gekauft?

Die Gewinnung des Birkensaftes für den Hausgebrauch ist denkbar einfach. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU e.V.) empfiehlt dazu, einen fingerdicken Birkenzweig abzuknipsen und die Schnittstelle mit einer Flasche zu „verschließen“.

Lässt man der Natur – oder dem Birkensaft – freien Lauf, ist die Flasche einige Stunden später mit dem begehrten Birkensaft gefüllt. Die private Herstellung des Birkensekts gestaltet sich umständlicher, denn hier kommen unter anderem ein Gärballon Hefe und Milchsäure ins Spiel – und natürlich die entsprechende Gärzeit.

Komfortabler ist es da, den fertigen Birkensekt einfach beim Händler seines Vertrauens zu beziehen. Der Birkensekt lässt sich als köstlicher Aperitif genießen oder rundet den Genuss von Fisch und Meeresfrüchten harmonisch ab.

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Kategorie: getraenke
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Erfassung: 08.04.2010
Quelle: kochmix
 
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