Die Berberitze ist ein aromatisches Wildobst

 
Rezepte, Kochen, Kochbuch, Kochrezepte, TV-Guide usw.

Kategorien für das Kochmagazin:

Kochmagazin: Live Search

Kochmagazin - saisonales

Die Berberitze ist ein aromatisches Wildobst

Die Berberitze gehört zu den Wildfrüchten, die schon seit Urzeiten den Menschen als Nahrung dienen.

Berberitze auf dem WochenmarktDas belegen ihre zahlreichen Namen. Viele weisen darauf hin, dass die gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris) ein ziemlich saueres Nahrungsmittel ist – die Beeren enthalten Vitamin C und verschiedene Fruchtsäuren, z. B. Äpfel- und Zitronensäure. Und je reifer die Beeren werden, desto saurer schmecken sie.

So heißt die Berberitze also auch Essigdorn, Essigbeere und Essigscharf, Sauerach und Sauerdorn, Zitronenbeere. Weinnägelein oder Weinscharl nennt man sie in Österreich.

Ab September sieht man in den Berberitzensträuchern die Beeren heranreifen: leuchtend orange bis dunkelrot glänzen sie bis weit in den Winter hinein zwischen den herbstroten Blättern und später den graubraunen Ästen hervor.

Die Früchte sind auch im Tierreich beliebt: Vögeln wie Dompfaffen, Amsel und Kernbeißer schnabulieren die Früchtchen, außerdem wird der dornige Strauch als sicheres Brutgehölz genutzt.

Häufig findet man den Strauch übrigens als Gartenhecke genutzt – seine leuchtend gelben Blüten sind eine gute Bienenweide, die Stacheln schützen besser als jeder Zaun und die Früchte sind eine dekorative Zierde während der kalten Jahreszeit.

Wer die Rinde einer Berberitze abkratzt, ist sicher erstaunt über das leuchtend gelbe Holz. Hildegard von Bingen nannte den Strauch ‚Gelboum’, und er wurde in früheren Zeiten als Färbepflanze für Leinen, Wolle und Leder verwendet.

Gift- und Heilpflanze Berberitze

Obwohl ihre Früchte essbar sind, ist die Berberitze mit Vorsicht zu genießen: Blätter, Rinde, Holz und Wurzeln enthalten ein giftiges Alkaloid, Berberin, das in geringen Mengen Magenbeschwerden, in hoher Dosierung schwere Vergiftungserscheinungen bis zum Tod hervorrufen kann. In der Homöopathie wird potenzierte Berberitze bei Leber- und Nierenerkrankungen eingesetzt.

Gut bei Erkältungen: Berberitzensirup, Berberitzenmarmelade & Co.

Man schreibt den roten Berberitzenbeeren eine appetitanregende und fiebersenkende Wirkung zu. Der Saft lässt sich an Stelle von Essig oder Zitronensaft verwenden. Man gewinnt ihn, indem man die gewaschenen und entstielten Früchte in wenig Wasser weichkocht und dann vorsichtig auspresst. Die Kerne sollte man nicht zerdrücken, weil sie eher bitter schmecken.

Für Berberitzensirup verkocht man den Saft mit Zucker im Verhältnis 1:1, also pro Liter Saft ein Kilogramm Zucker. Den schönen rötlichen Sirup zieht man auf Flaschen und sterilisiert ihn. Man kann ihn aber auch bis zur Marmeladenprobe kochen und die Berberitzenmarmelade als Pfannkuchenfüllung oder Brotaufstrich verwenden.

Lecker ist auch ein Orangen-Berberitzenmarmelade. Vermischen Sie frisch gepressten Orangensaft (am leckersten aus Bio-Orangen), Berberitzensaft und Zucker im Verhältnis 1:1 und würzen Sie die Mischung mit Zitronensaft und Zimt nach Geschmack. Nun die Mischung unter ständigem Rühren zum Kochen bringen und bis zur gewünschten Dicke einkochen. Diese ungewöhnliche Marmelade eignet sich auch hervorragend als Geschenk.

Anzeigen zum Artikel:


Weitere Interessante Artikel aus der selben Kategorie: Saisonales
» Erdbeeren das Süße etwas
» Durian - Tropenfrucht aus Südostasien
» Loquat: Japanische Wollmispel - lecker und gesund
» Granatapfel - Granatäpfel sind Gesund
» Mangold ein würziges Gemüse mit Nudeln in Senfsoße

Kategorie: saisonales
Hits: 8973 mal gelesen
Erfassung: 04.10.2008
Quelle: kochmix
 
nach oben


Copyright © Pixel Trader Ltd. 2005 2006 2007 All rights reserved.