Die Abalone - ein delikater Meeresbewohner

 
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Die Abalone - ein delikater Meeresbewohner

Ob Meerohr, Seeohr, Seeopal, Ormer oder Paua - gemeint ist immer die Abalone (Haliotis midae), eine Meeresfrucht, von der es weltweit um die 100 verschiedene Arten gibt.

Abalone - MeeresfruchtWohl fühlt sich dieser Meeresbewohner, der es wohltemperiert schätzt, in den Küstenregionen fast aller wärmeren Gewässer – und mit einem Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern ist er auch leicht zu entdecken.

Obgleich das Meerohr zu den Meerwasserschnecken gehört, sieht es doch eher wie eine ohrenförmige Muschel aus. Anstatt eines Gehäuses besitzt das Meerohr eine Oberschale, mit dem darunter liegenden Muskel saugt es sich am Meeresboden oder Felsen fest. Dieser feste und fleischige – der Abalone eigentlich nur zur Fortbewegung dienende – Saugmuskel ist es auch, der aus der Schnecke eine Delikatesse macht.

Besonders in der südamerikanischen und der asiatischen Küche sind Meerohren begehrt. Ob gebraten oder gedämpft, roh und mit einem passenden Dip serviert, getrocknet, gekocht oder in der Konservendose – das Fleisch ist eine exklusive Spezialität und gilt im ostasiatischen Raum zudem als potenzstärkend.

Genuss in schmucker Verpackung mit opalartigem Schimmer

Während die Nahrungsaufnahme der Abalonen selbst äußerst sanft abläuft - sie bevorzugen Algen, welche sie sich mit Hilfe von Wimpernhärchen in ihren Mund transportieren – verfährt der menschliche Koch bei der Abalonen-Zubereitung rabiater.

Denn der muss das rohe, recht zähe Fleisch zuerst einmal mit einem Fleischklopfer kräftig bearbeitet, ehe es für die Weiterverarbeitung taugt. Doch die Seeohren bieten nicht nur besonderen kulinarischen Genuss, sondern auch eine äußerst ansprechende Verpackung, die sich allerdings erst auf den zweiten Blick offenbart.

Von außen präsentiert sich das Gehäuse bis auf seine Ohrenform und die raffinierte, erst unter dem Mikroskop zu erkennende Ziegel-Konstruktion relativ unspektakulär. Im Inneren zeigt das muschelähnliche Gebilde allerdings seine wahre Schönheit – wenn man es ein wenig poliert.

Denn im Inneren der Abalone schillert eine zarte Perlmuttschicht in allen nur erdenklichen Farben – kein Wunder, dass diese aparte Schönheit auch als Seeopal mit ihrem schillernden Genossen aus dem Reich der Steine in Verbindung gebracht wird.

Wenn es sich bei der Abalone zudem um ein Exemplar der Haliotis gigantea handelt, kommt womöglich sogar eine kleine Perle zum Vorschein, wenn man sie öffnet. Der „Opal der Meere“ inspiriert noch heute viele Künstler, die aus der kleinen Kostbarkeit wunderschöne Schmuckstücke fertigen. 

Meerohren – rare Spezialität

Abalonen gelten als eine der teuersten Meeresdelikatessen. Der Preis für ein Kilogramm Abalonen kann durchaus 200 Euro erreichen. Zum Schutz der mittlerweile stark dezimierten Abalonen wird ihr Fang weltweit rigoros reglementiert, wobei in jedem Land andere Regeln gelten.

Vielleicht führen die starken Kontrollen seitens der Behörden und der Plan, die minimierten Bestände mit nachgezüchteten Meerohren wieder aufzufüllen tatsächlich dazu, dass für Taucher auf dem Meeresgrund etwas ganz Besonderes anzutreffen ist: Ein Meerohr im „biblischen“ Alter von 13 Jahren – denn so alt können diese Meeresschnecken werden, wenn man sie lässt.

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Erfassung: 18.03.2010
Quelle: kochmix
 
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