Der Stint - ein ganz besonderer Fisch

 
Rezepte, Kochen, Kochbuch, Kochrezepte, TV-Guide usw.

Kategorien für das Kochmagazin:

Kochmagazin: Live Search

Kochmagazin - kochen

Der Stint - ein ganz besonderer Fisch

Der Verzehr von Fisch ist fraglos sehr gesund, doch immer eine Geschmacksfrage. Nicht jeder kann sich mit dem typischen Eigengeschmack anfreunden und besonders Kinder tun sich oft schwer damit, ab und an eine Fischmahlzeit zu verzehren.

Der Stint auf SalatDer Stint ist jedoch eine interessante Alternative für all jene, die herkömmlichen Fisch bisher verschmäht haben und höchstens zur panierten Variante in Stäbchenform gegriffen haben.

Osmerus eperlanus, wie der Stint oder Spierling unter Biologen korrekt heißt, ist im Nordatlantik und an der Ostsee in Küstengewässern zuhause, wagt sich im Frühjahr aber wie der Lachs zum Laichen in die Flüsse. Mit seinem starken Unterbiss, nadelspitzen Zähnen und silbernen Glubschaugen ist er nicht gerade eine Schönheit.

Die silbrige Köstlichkeit trägt nicht ohne Grund den besonderen Beinamen „Gurkenfisch“. Als Gurkenfisch wird er nicht etwa bezeichnet, weil er äußerlich einer Gurke ähneln würde, sondern weil er in frischem Zustand tatsächlich deutlich den Geruch von Gurken verströmt.

Der Geschmack des Stints ist, den Fischfreunden zufolge, ein wenig nussig. Ein Fisch, der zwar aussieht, wie ein Fisch, aber anders riecht und nicht unbedingt nach Fischfleisch schmeckt. Diese Besonderheit hat den Stint mittlerweile zu einer beliebten Delikatesse werden lassen.  

Einst verschmäht und heute hoch geschätzt: der Stint

Abhängig von der Wassertemperatur, die im Idealfall circa neun Grad Celsius beträgt, beginnt die  Stint-Saison um den Jahresanfang und reicht bis in den März. In dieser Zeit laichen die Fische. Aus diesem Grund wandern die Stinte aus der Ostsee und dem Atlantik erst ins brackige Wasser der Flussmündungen, um sich dort den veränderten Wasserbedingungen anzupassen, ehe sie weiter flussaufwärts ziehen, um sich geeignete Plätze zum Ablaichen zu suchen.

Hervorragende Stint-Reviere sind die Nordseeküste und die Elbe. Wurden die Stinte früher in so großen Mengen aus dem Wasser gefischt, dass sie teilweise als Dünger auf den Feldern verteilt, oder an die Tiere verfüttert wurden, ist die Ausbeute heute nicht mehr so üppig. Vielleicht hat auch diese Tatsache dazu beigetragen, dass der Stint heute nicht mehr als Essen der „armen Leute“ verschmäht, sondern von Gourmets hoch geschätzt wird.

Übrigens wissen nicht nur Feinschmecker einen gut zubereiteten Stint zu schätzen, sondern auch Raubfische und Reptilien. Ihnen dient der Stint nach wie vor als Futterfisch, allerdings wird er für diesen Zweck nicht erst mühsam aus der Elbe gefischt, sondern extra für die Verfütterung gezüchtet.

Einfach zubereiten und genießen

Die Zubereitung des Stints ist einfacher als gedacht und haben Sie sich bisher noch nicht an die Zubereitung eines Fisches getraut, so ist der Stint genau der richtige Einstieg. Mühsames Ausnehmen entfällt beim Stint, da die Gräten so zart sind, dass sie bedenkenlos mitverzehrt werden können. Gleiches gilt für den Schwanz, den Sie – im Gegensatz zum Fischkopf - vor der Zubereitung nicht entfernen müssen.

Kinderleicht ist die Zubereitung, wenn Sie den Stint nur salzen, pfeffern und anschließend unter Zugabe von Butter in der Pfanne knusprig und goldbraun braten. Gegessen wird der Stint am besten mit der Hand. Schmackhafte Beilagen sind Bratkartoffeln oder ein würziger Kartoffelsalat.

Anzeigen zum Artikel:


Weitere Interessante Artikel aus der selben Kategorie: Kochen
» Raclette - Raclette-Käse und viel Zeit zum genießen
» Leinöl, Kaltgepresst und Bioqualität rund um Gesund
» Nudelsalat - Frische Ideen für den Grillabend und die Party
» Saltimbocca alla Romana - Dolce Vita auch für Kochanfänger
» Nationalgerichte - jedes Land hat eine Spezialität und ein Nationalgericht ?

Kategorie: kochen
Hits: 14250 mal gelesen
Erfassung: 22.07.2009
Quelle: kochmix
 
nach oben


Copyright © Pixel Trader Ltd. 2005 2006 2007 All rights reserved.