Der Speisewagen - reisen und speisen

 
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Der Speisewagen - reisen und speisen

Den Luxus, sich während der Zugfahrt einen kleinen Imbiss oder eine opulente Mahlzeit gönnen zu können, gibt es seit 1868. Damals wurde auf der amerikanischen Chicago & Dalton Railroad der erste Speisewagen der Welt in Betrieb genommen.

Essen und Trinken im SpeisewagenElf Jahre später konnten auch die Europäer zwischen Leeds und London während der Zugfahrt einen Speisewagen besuchen. In Deutschland war es ein Jahr später soweit. Als kleine Entschädigung für eine längere Reisezeit als die auf vergleichbarer Strecke der Konkurrenz, nahm die Thüringer Eisenbahngesellschaft den ersten deutschen Speisewagen in Betrieb.

Anfangs gab es nur diesen einen Speisewagen für das gesamte Streckennetz. Das führte dazu, dass dieser Speisewagen ständig abgekoppelt werden musste, um andere Streckenabschnitte zu bedienen. Erst im Jahr 1892, als die alten Eisenbahnzüge durch D-Züge ersetzt wurden, verkehrten weitere Speisewagen auf dem innerdeutschen Streckennetz. Grund hierfür war, dass die Fahrgäste nun innerhalb der D-Züge von einem Wagen in den nächsten laufen konnten und so auch auf einen kleinen Imbiss im Speisewagen vorbeischauen konnten.

Der Speisewagen in den Wirren der Geschichte

In der Zeit zwischen 1892 und 1917 wurden die Speisewagen von verschiedenen privaten Eigentümern betrieben. Ab 1917 unterstand die Bewirtschaftung der Speisewagen der eigens für diesen Zweck gegründeten Mitropa.

Der vollständige Name der Mitropa lautet Mitteleuropäische Schlaf- und Speisewagen Aktiengesellschaft und verrät, dass sich die Gesellschaft auch um die Schlafwagen kümmert.

Die lebhafte Geschichte Deutschlands in Zeiten der Weimarer Republik und des Zweiten Weltkrieges führte teils zu Einschränkungen im Speisewagen-Verkehr und gipfelte nach Kriegsende in der Spaltung der Mitropa.

Während die Mitropa nun nur noch im ostdeutschen Teil verkehrte, bedienten die Speisewagen der Deutschen Bundesbahn den westdeutschen Teil. Erst nach der Wiedervereinigung wurden die Mitropa und die Schlaf- und Speisewagengesellschaft der Deutschen Bahn unter dem Dach der Mitropa wieder vereint.

Der Speisewagen heute – ein Angriff auf die Gemütlichkeit

Die veränderten Essgewohnheiten der Bahnreisenden haben in den vergangen Jahren dazu geführt, dass die Bahn das Konzept ihrer Speisewagen gründlich überarbeitet hat. Die Wagen mit einer vollständigen Restauranteinrichtung sind kaum noch zu finden. Stattdessen gibt es die so genannten Bordbistros und die Möglichkeit, sich vom Service Personal einen kleinen Imbiss an den Platz bringen zu lassen.

Alternativ sind Büffetwagen im Einsatz, in denen der Kunde einen kleinen Snack zu sich nehmen kann. Die Annehmlichkeit, sich bequem am Tisch niederzulassen und während des Essens die Landschaft an sich vorbeirauschen zu lassen, ist bei dieser Art Verpflegung allerdings vorbei – im Büffetwagen gibt es nur noch Stehplätze.

In den Langstreckenzügen gibt es jedoch noch die stilvollere Möglichkeit, auf Bahnreisen zu speisen, und hier gibt sich die Bahn durchaus Mühe: Angebote von regionalen Köstlichkeiten sollen den Gästen die doch recht gesalzenen Preise schmackhaft machen. Spitzenköche aus ganz Europa haben sich für die Bahn Menüs ausgedacht. Und anders als Autofahrer können Bahnreisende auch ein Glas Wein zur Mahlzeit genießen.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 03.07.2009
Quelle: kochmix
 
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