Der Schwertfisch: Gladiator der Meere

 
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Der Schwertfisch: Gladiator der Meere

Die Schwertfische fühlen sich eigentlich in warmen oder sogar tropischen Gewässern wohl und nur dort laichen sie auch.

Gegrillter Schwertfisch mit GemüseDennoch ist es nicht undenkbar, den Xiphias gladius hin und wieder in einheimischen Gefilden zu entdecken - so geschehen im Sommer 2008 bei Zingst an der Ostsee. Dort fand man am Strand einen mehr als zwei Meter langen toten Schwertfisch. Möglich ist das, da die Schwertfische fabelhafte Schwimmer sind und langsam aber sicher die Weltmeere erobern – nur zum Laichen brauchen sie warmes Wasser.

Herausragendes Merkmal der Schwertfische ist natürlich der markante, schwertförmige Oberkiefer. Anderen Meeresbewohnern flößt allerdings nicht nur das Schwert des Xiphias gladius Respekt ein, sondern auch dessen Körpermaße. Ein ausgewachsener Schwertfisch misst zwei bis drei Meter und bringt bis zu 200 Kilogramm auf die Waage.

Da Schwertfische nicht nur außergewöhnlich gut, sondern mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde auch sehr schnell schwimmen können, gestaltet sich die Jagd auf den begehrten Fisch als durchaus schwierig.

Schwertfische mit Bedacht verzehren

Einmal erlegt und fachmännisch zubereitet, verspricht der Schwertfisch ein sehr leckeres Geschmackserlebnis zu werden. Das feste Fleisch des Raubfisches vergleichen Kenner mit dem des Thunfisches oder dem eines Kalbs.

Schwertfisch ist sehr mager - eine Tatsache, die bei der Zubereitung unbedingt berücksichtigt werden muss, wenn der Schwertfisch nicht zäh und trocken, sondern saftig und zart auf dem Teller landen soll. 100 Gramm Fischfleisch enthalten etwa 5 Gramm Fett und 19,5 Gramm Eiweiß, an Vitaminen findet man beim Schwertfisch A, B1 und B2, dazu Mineralien wie Kalium, Natrium und Calcium sowie das Spurenelement Phosphor.

Nun zählt Fisch ja generell zu den sehr gesunden Lebensmitteln und der Schwertfisch würde da eigentlich keine Ausnahme bilden - wäre da nicht der leidige Punkt mit dem Quecksilber. Da der Schwertfisch ein Raubtier ist und somit am Ende der Nahrungskette steht, übersteigt mit zunehmender Lebensdauer die Quecksilberkonzentration in seinem Fleisch das gesundheitlich unbedenkliche Maß, so dass die Verzehrempfehlung hier leider lauten muss: weniger ist mehr.

Die Fischmanufaktur „Deutsche See“ weist auf ihrer Website darauf hin, dass sie z. B. Schwertfisch aus dem Indischen Ozean, die „im Verdacht stehen, belastet zu sein ... bereits vor Ort untersucht“. Es empfiehlt sich in jedem Fall, den Fischhändler zu befragen, ob die Schwertfische untersucht und für unbedenklich befunden worden sind.

Schwertfisch im Tomatenbett

Aus den Küchen des Mittelmeeres ist der Schwertfisch nicht mehr wegzudenken und folgendes Rezept zaubert, unabhängig von der Jahreszeit, mediterrane Gefühle. Sie benötigen für zwei Esser: zwei Schwertfischsteaks, 25 Milliliter Olivenöl extra vergine, zwei Zehen Knoblauch, 25 Gramm Schalotten, zwei in kleine Stücke geschnittene Tomaten, ein Lorbeerblatt, zwei Esslöffel Pinienkerne, zehn grüne Oliven, einen Esslöffel Kapern, Salz, schwarzen Pfeffer, sowie wenn möglich frische Kräuter, nämlich Oregano, Petersilie und Rosmarin.

Dünsten Sie Knoblauch und Schalotten im Olivenöl glasig. Geben Sie dann Tomaten, Oliven, Pinienkerne und das Lorbeerblatt hinzu. Während die Sauce – die hinterher mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden muss - für gut zehn Minuten köchelt, braten Sie parallel dazu den Schwertisch kurz an.

Geben Sie dann erst die Sauce, anschließend die Schwertfischsteaks in einen Bräter und garen alles bei 200° C im Ofen. Vor dem Servieren bestreuen Sie den Fisch mit den fein gehackten frischen Kräutern. Dazu passen als Beilage Salzkartoffeln oder Reis. Guten Appetit!

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 11.01.2010
Quelle: kochmix
 
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