Der Ölkürbis aus der Steiermark

 
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Der Ölkürbis aus der Steiermark

Wenn im Spätsommer Felder, Wälder und Gärten in bunter Pracht erstrahlen, steht eine sehr schöne Zeit vor der Tür: die Erntezeit. Was dann appetitlich auf den Teller oder ins Glas kommt, ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch überaus gesund.

Kürbis aus der SteiermarkEin besonders gesundes und vielseitiges Gemüse ist der Kürbis. Die Familie der Kürbisgewächse besteht aus rund 90 Gattungen und 800 Arten, unter anderem der einzigartige steirische Ölkürbis (Cucurpita pepo var. Styriaca).

Die Herkunft des Kürbis

Die Heimat des Kürbis ist Amerika. Von Indianern kultiviert wurde das Gemüse von Christoph Columbus nach Europa gebracht. Bereits die Indianer konnten die Vielseitigkeit des Kürbis geschickt nutzen. Er diente schon damals nicht nur als Speise, sondern wurde auch für Heilzwecke bei Wunden, Entzündungen und Schwellungen eingesetzt oder man fertigte daraus diverse Haushaltsgeräte wie Schöpfer, Löffel oder Vorratsbehälter. Die ältesten Kürbissamen stammen aus dem 17. Jahrhundert und wurden mit Ende der Völkerwanderung im 18. Jahrhundert in die Südsteiermark gebracht und haben sich anschließend rasch verbreitet.

Das „schwarze Gold“ der Steiermark

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden durch die Kreuzung verschiedener Sorten der steirische Ölkürbis. In jeder Frucht stecken bis zu 1000 wertvolle Kerne, die im Herbst zur Ernte reif sind. Bei der Ernte werden die Kerne aus dem Fruchtfleisch herausgelöst, anschließend getrocknet, bei starker Hitze geröstet und zuletzt ausgepresst. Als Abfallprodukt fällt dabei der Ölkuchen an, der als Tierfutter Verwendung findet. Das gewonnene Kürbiskernöl hat eine dunkelgrün schimmernde Farbe und weist einen eigenwilligen, speziellen, nussigen und gehaltvollen Eigengeschmack auf - und ist aufgrunddessen auch als „schwarzes Gold“ der Steiermark bekannt. Das Kürbiskernöl wird nicht nur als Salatmarinade verwendet, sondern darf mittlerweile in keiner regionalen Küche fehlen. So verwendet man das Salatöl zum Kochen, zum Garnieren, zur Bereitung von Süßspeisen usw. Wer im Herbst den Süden Österreichs bereist, kann seinen Gaumen in so manchen Lokalen an den verschiedensten Kürbisgerichten erfreuen, z.B. an einer leckeren  Kürbiscremesuppe.

Ein Kern, der es in sich hat

Der Kürbiskern besitzt beeindruckende Inhaltsstoffe wie die Vitamine A, B1, B2, C, D und E sowie Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Phosphor und Kalium und außerdem die Spurenelemente Eisen, Kupfer, Mangan, Selen und Zink. Diese wertvollen Inhaltsstoffe machen ihn zu einem vielseitig einsetzbaren Genuss- und Heilmittel. So finden die verschiedenen Produkte, die aus dem Kern gewonnen werden, seit Jahrzehnten und Jahrhunderten Anwendung in der Medizin. Es ist weithin bekannt, dass Kürbis wirkungsvoll gegen Prostata- und Blasenleiden erfolgreich eingesetzt wird. Die Produkte aus dem Gemüse werden aber auch sehr gerne im Beauty-Bereich eingesetzt. So gibt es mittlerweile zahlreiche Cremen und Masken aus Kürbiskernen, die die Haut besonders zart machen. Aber auch Massagen mit Kürbiskernöl erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Diese wirken bei Kopf- und Rückenschmerzen sowie bei Verspannungen im Nackenbereich besonders wohltuend.

Der Kürbis als Dekoration

Gerade im Spätsommer und Herbst lässt sich der Kürbis als hervorragendes Dekorationsmittel für Haus und Garten einsetzen, wird in jede Wohnung und jeden Garten einen Hauch von Herbst zaubern und den Betrachter daran erinnern, wie wunderschön der Herbst doch sein kann.

Auf welche Art und Weise der steirische Ölkürbis auch immer genossen wird: ein kulinarisches Erlebnis sowie eine heilende und wohltuende Wirkung auf Körper und Geist sind garantiert.

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Kategorie: gemuese
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Erfassung: 29.01.2010
Quelle: kochmix
 
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