Der glykämische Index

 
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Der glykämische Index

Der glykämische Index ist von der sogenannten Glyx-Diät abgeleitet. Doch was ist der glykämische Index überhaupt?

Blutzuckermessung zeigt den Blutzuckerspiegel anDer glykämische Index (Glyx-Diät) hat vereinfacht ausgedrückt Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel. Dies soll angeblich entscheidend sein, wenn man sein Gewicht reduzieren möchte, aber auch vor Übergewicht und seinen Folgen wie Diabetes mellitus und Herz-Kreislaufproblemen schützen. Mittlerweile sollen auch Studien belegen, dass dies wirklich der Fall sein soll.

Bedeutung des glykämischen Index

Der glykämische Index ist eine Zahl die angibt, wie sehr sich ein Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Abgekürzt findet man den glykämischen Index als GI. Je höher der GI ist, desto schneller steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr im Blut an. Dies wird durch Kohlenhydrate verursacht, die rasch verdaut werden und so in das Blut übergehen. Ist der glykämische Index niedrig, steigt der Blutzuckerspiegel nur gemächlich an und zudem steigt er nicht so hoch.

Die Folge für den Körper: Es muss weniger Insulin produziert werden. Wer Diabetiker ist weiß, dass Insulin ein körpereigenes Hormon ist. Es wird in der Bauchspeicheldrüse produziert und ist maßgeblich wichtig für die Verwertung des Blutzuckers im Körper. Ist der Blutzuckerspiegel hoch, also hat man Lebensmittelmit einem hohen GI verzehrt, muss viel Insulin hergestellt werden, was wiederum zu noch mehr Hunger führen kann. Letztlich kann daraus logischerweise eine Zunahme des Gewichts resultieren oder eine Gewichtsabnahme extrem erschweren, wenn eine Heißhungerattacke zuschlägt.

Einflüsse auf den glykämischen Index

Nach einer Mahlzeit sind zwei Größen hauptsächlich verantwortlich für den GI, den ein Lebensmittel besitzt. Einerseits der Gehalt von Kohlenhydraten im Lebensmittel, andererseits, die Schnelligkeit der Aufnahme der Kohlenhydrate vom Körper und die Umwandlung in Traubenzucker. Demzufolge haben Lebensmittel wie Limonade, Weißbrot, heller Reis, Kuchen, also Lebensmittel mit viel Zucker- oder Stärkegehalt, einen hohen GI und können Heißhungerattacken verursachen und belasten den Körper, weil viel Insulin produziert werden muss. Lebensmittel die kaum oder gar keine Kohlenhydrate besitzen haben daher einen niedrigen glykämischen Index. Folglich sind dies Lebensmittel wie beispielsweise Käse, Fleisch, Eier und viele Gemüsesorten.

Doch es gibt Ausnahmen. Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte haben trotz ihres hohen Kohlenhydratgehalts (in diesem Fall Stärke) eine niedrigen GI, weil der Übergang der Kohlenhydrate durch Inhaltsstoffe wie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe in das Blut gebremst werden.

GI und glykämische Last (GL)

Allein kann der glykämische Index keine klare Aussage zu einem Lebensmittel geben. Denn der GI berechnet sich immer aus der Menge eines Lebensmittels, das 50 Gramm Kohlenhydrate enthält. Nur werden diese 50 Gramm bei einigen Lebensmitteln, wie beispielsweise bei Gemüse, nicht durch eine übliche Portion, die verzehrt wird, erreicht. Daher existiert neben dem GI die sogenannte glykämische Last (GI). Der GI steht in Abhängigkeit zur Menge, die verspeist werden soll. Die Berechnung ist einfach. Der glykämische Index wird mit der Menge an Kohlenhydrate einer gewünschten Portion multipliziert. Die glykämische Last ist dann als hoch einzustufen, wenn sie höher als 20 ist.

Wie zuverlässig ist der GI?

Es gibt auch Kritik an diesem Konzept. Denn die Kohlenhydratmenge eines Lebensmittels ist immer auch von den Anbauumständen und der Herkunft schwankend. Die heute zu findenden Angaben von GI und GL stammen überwiegend aus den USA, wo die Bedingungen beispielsweise von Gemüseanbau allein klimatisch schon anders gelagert sind als in Deutschland. Auch die Reife von natürlichen Produkten spielt eine Rolle beim Gehalt von Kohlenhydraten. Ein weiterer Kritikpunkt, dem sich der GI stellen muss, ist die Tatsache, dass Lebensmittel vermischt verzehrt werden und diese untereinander den Anstieg des Blutzuckerspiegels beeinflussen. Außerdem sollte man seinen Speiseplan nicht nur anhand des GI planen, um keine Mangelernährung zu produzierten. Selbstverständlich sollte weißer Reis auch weiterhin gegessen werden, ebenso wie Kartoffeln, die sehr stärkehaltig sind.

Schlussfolgerung zum GI

Grundsätzlich ist es für den Körper positiv, wenn der Blutzuckerspiegel langsam und nicht übermäßig hoch ansteigt. Daher sind Lebensmittel mit niedrigem GI vorteilhaft. Zudem bestätigt der glykämische Index, was schon bekannt ist. Lebensmittel wie beispielsweise Gemüse, Milch, Vollkornprodukte und Obst sind der Gesundheit zuträglich (niedriger GI), Lebensmittel wie Pizza, Süßigkeiten und Produkte aus Weißmehl sind eher nicht so gesund (hoher GI), vor allem, wenn zu viel davon gegessen wird.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 02.05.2009
Quelle: kochmix
 
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