Das Phänomen der Goji-Beere

 
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Das Phänomen der Goji-Beere

Die aus Asien stammenden Goji-Beeren sind nicht nur eine leckere Abwechslung, sondern auch reich an positiven Wirkungen auf die Gesundheit. Korallen-rote Beeren, die es in sich haben.

Goji-Beeren - und Saft aus der Goji-BeereImmer wieder hört man von Wunder-Früchten, deren Verzehr die Vitalität unterstützen soll. Doch bei vielen fehlen echte wissenschaftliche Studien, die dies belegen können. Anders bei der Goji-Beere. Tausende Studien haben festgestellt, wie reichhaltig die Goji-Beeren mit Inhaltsstoffen gesegnet sind, die tatsächlich vorbeugende und heilende Wirkung haben.

Herkunft und Geschichte

Die Goji-Beeren wachsen am Bocksdorn-Busch (lat. Lycium barbarum). Ursprünglich stammt die Pflanze anzunehmender Weise aus einem Wachstumsgebiet zwischen Südosteuropa bis China. Noch heute wächst der Bocksdorn wild in der Inneren Mongolei und im Nordwesten Chinas. Es handelt sich um ein Nachtschattengewächs, dessen Früchte im Sommer und Herbst geerntet werden. Anschließend lässt man sie kontrolliert in der Sonne trocknen, bis sie ein ähnliches Aussehen haben wie Rosinen. Schon im alten China kannte man die gesundheitsfördernde Wirkung der Goji-Beeren. Ärzte der Ming-Dynastie setzten sie vielfältig ein und lobten sie als lebensverlängernd. Ebenfalls ist die Goji-Beere in Tibet ein wichtiges Heil- und Nahrungsmittel, man feiert ihr zu Ehren sogar ein großes Fest. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) findet sie bis heute ihren Einsatz.

Ausgerechnet die Hollywood-Stars machten auf die Goji-Beere aufmerksam, da die Prominenz für ihre Vitalität und Schönheit auf diese Früchte setzte. So richteten bald Nordamerika und Australien sowie Neuseeland ihr Augenmerk auf den Bocksdorn-Busch. Wissenschaftler beschäftigten sich mit der Goji-Beere, es gab einige Buchveröffentlichungen und schließlich erreichte die Goji-Welle auch Europa. Vorreiter in Sachen Goji-Beeren waren auf dem alten Kontinent Großbritannien und Irland. Die Lebensmittelindustrie machte ihren Schachzug  und stellt zahlreiche Produkte mit Goji-Beeren her, unter andrem Goji-Müsli, Goji-Saft und Goji-Schokolade. Der Bio-Handel floriert prächtig mit Goji-Produkten. Goji-Beeren haben eine fruchtig-herbe Note, sie sind länglich und werden bis zu zwei Zentimeter groß.

Vitalstoffe und Wirkung

Da Goji-Beeren boomten und auch in Zentralasien hochgelobt werden, beschäftigten sich zahlreiche Studien mit diesen Früchten. Man untersuchte sie eingehend und stellte fest, dass keine bisher bekannte Frucht so konzentriert verschiedene Vitalstoffe enthält wie die Frucht des Bocksdorn-Buschs. So sind starke antioxidative Stoffe enthalten, die zellschützend wirken. Zudem stellte man fest, dass die Carotinoide Zeaxanthin und Lutein des Bocksdorns den Sehnerv schützen, da sie die Blutversorgung des Auges stärken. Eine wichtige Eigenschaft bei einer Glaukom-Erkrankung. Laborstudien ergaben sogar, dass die Goji-Beere eine Tumor-Behandlung unterstützt und krebsvorbeugend wirkt. Darüber hinaus enthält die Beere viel Vitamin C, B-Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie Aminosäuren (Eiweißbausteine). Das ß-Sitosterol, das ebenfalls in diesen Wunder-Beeren enthalten ist, senkt den Fettgehalt im Blut, was beispielsweise bei einer Vergrößerung der Prostata sehr positive Auswirkungen hat. Gefäßablagerungen werden durch Anthocyane (antioxidative Pflanzenfarbstoffe) der Goji-Beere vorgebeugt, weil das schädliche LDL-Cholesterin nicht oxidieren kann. Doch die Goji-Beeren haben noch mehr positive Wirkungen, so unterstützt und stärkt es das Immunsystem, insbesondere auch Antikörper, die Krebszellen vernichten. In Tierversuchen konnte man außerdem feststellen, dass Gehirnzellen durch den Verzehr von Goji-Beeren geschützt werden. Wichtig bei der Vorbeugung gegen Alzheimer. Aus diesen vielfältigen Gründen werden Extrakte der Goji-Beere als Wirksubstanzen in Medikamenten eingesetzt.

Verzehrempfehlungen und Bezug der Goji-Beere

In Studien stellte man fest, dass durch die tägliche Aufnahme von 30 Gramm Goji-Beeren der Bedarf an zellschützenden Stoffen dem menschlichen Organismus zugeführt werden können. Goji-Beeren sind in einigen Müsli und Müsliriegeln enthalten, aber es gibt auch Tee und Saft aus Goji-Beeren und viele weitere Produkte, die man im Bio-Laden oder im Internet-Handel erstehen kann. Lose, getrocknete Goji-Beeren sind auch köstliche Zutaten für Soßen und Suppen oder in Salaten. Selbst Kuchen und Brot kann mit diesen Beeren verfeinert werden. Viele essen die getrockneten Goji-Beeren gerne pur.

Goji-Beeren aus eigenem Anbau

Besitzt man einen eigenen Garten, kann der Bockshorn-Busch selbst angebaut und die Goji-Beere geerntet werden, die frischeste Art, um von der Goji-Beere zu profitieren. Einige Gärtnereien, Gartencenter und Baumschulen führen in ihrem Sortiment selbstgezüchtete Bockshorn-Sträucher. Im Internet kann man Setzlinge ordern. Reife Beeren werden geerntet, um sie zu trocknen, einzufrieren oder sofort zu verarbeiten, beispielsweise um Saft aus ihnen zu pressen. Bockshorn-Sträucher sind winterfest und können ganzjährig im Gartenboden verbleiben.

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Kategorie: saisonales
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Erfassung: 25.02.2009
Quelle: kochmix
 
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