Cranberries die gesunde Frucht der Indianer

 
Rezepte, Kochen, Kochbuch, Kochrezepte, TV-Guide usw.

Kategorien für das Kochmagazin:

Kochmagazin: Live Search

Kochmagazin - lifestyle

Cranberries die gesunde Frucht der Indianer

Pemmican heißt jene abenteuerliche Mischung aus getrocknetem Büffelfleisch, Fett und Cranberries, mit denen die Indianer Amerikas sich auch in schlechten Zeiten zu ernähren wussten. Pemmican schmeckt für europäische Gaumen schlichtweg grausam;

Cranberries die gesunde Frucht der IndianerCranberries allerdings entpuppten sich in den vergangenen Jahren nicht nur als aromatische Beere, sondern vor allem als rundes Gesundheits-Wunderwerk der Natur. Cranberries wirken antibakteriell, beugen Blasenentzündungen vor und stecken voller lebenswichtiger Vitamine.

„Ibimi“ oder „Sassamanesh“ lauteten die klingenden Namen, welche die Indianer von Neuengland den duftenden, leuchtend roten Cranberries verliehen. Erst als die Pilgrim Fathers, Missionare aus Europa, im 17. Jahrhundert an der Küste Amerikas strandeten und sich mit der indianischen Kultur auseinander setzten, lernten sich Erntedank-Truthahn und „Ibimi“ das erste Mal kennen: Anlässlich des großen Festmahls haben die Pilgrim Fathers ihren gebratenen Vogel mit den wild wachsenden Beeren kombiniert und ihnen den Namen „Crane Berry“ verliehen.

Der Grund dieser ungewöhnlichen Bezeichnung liegt in der Form ihrer Blüte: Sie hat die Missionare an den Kopf eines Kranichs erinnert. Auch heute noch werden die Cranberries vorwiegend in den USA und Kanada angebaut; die jährliche Wahl einer Cranberry-Queen spricht für den hohen Stellenwert der einheimischen Beere.

Zum Gedeihen brauchen Cranberries einen nassen Boden und viel Platz. So spielen die Feuchtgebiete, in denen sie kultiviert werden, auch für die Tierwelt Amerikas eine wichtige Rolle. Der seltene weiße Seeadler beispielsweise hat in den weitreichenden Cranberry-Anlagen ein festes Zuhause gefunden.

Von Oktober bis Dezember schmücken frische Cranberries neuerdings auch die deutschen Wochenmärkte. Wer sie pur kostet, wird die Lobgesänge auf die gesunde Frucht kaum nachvollziehen können: Cranberries sind markant sauer und sehr fest; ihre prallen Schalen bieten den Zähnen ungewohnten Widerstand.

Dafür lassen sie sich gesüßt wunderbar zu Kompott, Soßen und Säften weiterverarbeiten. Auch in Kuchen geben sie sich unkompliziert, da sie ihren Saft für sich behalten und den Teig nach dem Backen nicht durchnässen. Getrocknete Cranberries können hervorragend mit Müslimischungen kombiniert werden und entwickeln dabei einen angenehmen, intensiven Duft, der einem Parfum durchaus Konkurrenz machen könnte.

Kulinarisch sind die Cranberries also eher bodenständiger Natur – doch angesichts ihrer inneren Werte geraten Ernährungswissenschaftler ins Schwärmen. Schon die Indianer verwendeten die Beeren unter anderem, um Wunden zu desinfizieren; Walfänger beugten mit dem Verzehr von getrockneten Cranberries dem gefährlichen Skorbut vor.

Umfassende Studien haben ergeben, dass der regelmäßige Genuss von frischem Cranberry-Saft dabei hilft, chronische Blasen- und Harnwegsleiden zu mildern, da vermutlich bestimmte Stoffe aus der Cranberry verhindern, dass sich Bakterien dauerhaft an den Schleimhäuten ansiedeln.

Derzeit wird überdies geprüft, ob Cranberries auch im Verdauungssystem des Menschens segensreich wirken und dort die Vermehrung von schädlichen Kolibakterien eindämmen können. In Grippezeiten ist der Verzehr der Cranberries allemal zu empfehlen: 100 Gramm Beeren enthalten bis zu zehn Milligramm Vitamin C, Kalium, Phosphor und wertvolle Antioxidantien.

Anzeigen zum Artikel:


Weitere Interessante Artikel aus der selben Kategorie: Lifestyle
» Suppen und Suppenbars - einfach lecker
» Milbenkäse der etwas andere Käse aus Würchwitz
» Die Erlebnisgastronomie - Gruseldinner und Co.
» Ratatouille, der Film auf DVD am 14.02.2008
» Das Essen im Mittelalter wie war das?

Kategorie: lifestyle
Hits: 16085 mal gelesen
Erfassung: 22.10.2007
Quelle: kochmix
 
nach oben


Copyright © Pixel Trader Ltd. 2005 2006 2007 All rights reserved.