Codex Alimentarius - Schutz für Konsumenten und Verbraucher

 
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Codex Alimentarius - Schutz für Konsumenten und Verbraucher

Bereits in der Antike war die eine oder andere Regierung bemüht, die eigene Bevölkerung vor schlechten oder minderwertigen Nahrungsmitteln zu schützen:
Lebenmittel im SupermarktDie alten Ägypter etwa stellten besondere Regeln für die Reinheit von Bier und Wein auf. Die Assyrer erließen einige Vorschriften über das korrekte Wiegen und Messen von Nahrungsmitteln, damit weder die Kundschaft noch die Steuereintreiber übervorteilt werden konnten. Auch in Europa wurden schon im Mittelalter Gesetze erlassen, die bestimmten, wie die Qualität beispielsweise von Bier und Käse zu sichern sei.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden erstmals systematische Gesetze für Lebensmittel und staatliche Kontrollsysteme. 1963 war es dann so weit, die Food and Agriculture Organization FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation) und die World Health Organization WHO (Weltgesundheitsorganisation) gründeten gemeinsam den Codex Alimentarius (lateinisch für „Lebensmittel-Kodex“), an dem rund 170 Staaten inklusive Entwicklungsländern beteiligt waren.

Ziel des Codex war es, Standards für Ernährung, Sicherheit und Gesundheit festzulegen, die vor allem den Dritt- und Viertweltländern als Basis für die Entwicklung im Gesundheits- und Umweltbereich dienen sollte.

Heute ist der Codex Alimentarius ist das einzige weltweite Forum, das Behörden, Handel, Industrie, internationale Organisationen, Konsumenten, Verbände und Wissenschaftler beiderlei Geschlechts an einem Tisch zusammenbringt, um Lösungen für lebensmittelrechtliche Fragen zu erarbeiten. Seine Aufgabe besteht in der Koordinierung und Förderung der Entwicklung von Normen und Bestimmungen im Lebensmittelbereich, was schließlich auch den internationalen Handel erleichtern soll.

166 Länder sind am Codex Alimentarius beteiligt. Im internationalen Gremium, der „Codex Alimentarius Commission“, hat jedes Mitgliedsland eine Stimme. Die Komission bestimmt über den Codex Alimentarius und macht ihn öffentlich. Die Kommission tagt alle zwei Jahre abwechselnd in Rom und Genf, den Hauptsitzen der FAO bzw. WHO.

Der Codex Alimentarius umfasst unter anderem die Gebiete der Lebensmittelchemie, Nahrungsmitteltechnologie, Laboranalyse und Pestizid-Kontamination.

Obwohl die im Codex Alimentarius enthaltenen Normen nicht rechtsverbindlich sind, sind sie doch international von großer Bedeutung und als wissenschaftlich fundiert anerkannt. Die World Trade Organization WTO (Welthandelsorganisation) greift in Notfällen auf die Codex-Standards zurück, wenn es um Handelsstreitigkeiten in Sachen Lebensmitteln geht.

Der Codex Alimentarius leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und fairer Handelspraktiken. Allgemeine Standards im Codex Alimentarius sind zum Beispiel Hygienevorschriften, die Kennzeichnung der Lebensmittel, Import- und Exportkontrollen, Analyse- und Probeentnahmen, Lebensmittelzusätze, Fremdstoffe und Kontrolle auf Pestizide. Spezielle Standards gibt es außerdem für frische und tiefgefrorene Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Fisch und Milchprodukte.Anzeigen zum Artikel:


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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 08.08.2008
Quelle: kochmix
 
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