Christiane Detemple-Schäfer: die junge Spitzenköchin aus dem Hunsrück

 
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Christiane Detemple-Schäfer: die junge Spitzenköchin aus dem Hunsrück

Während es manche Kollegen von Christiane Detemple-Schäfer ständig ins Rampenlicht zieht, ist die junge Köchin selbst auffällig unauffällig – zumindest, was ihre Medienpräsenz betrifft.

Christiane Detemple-SchäferNur wenig ist bekannt über die Frau, die bereits mit 24 Jahren ein eigenes Restaurant eröffnete und nur zwei Jahre später einen Michelin-Stern erhielt.

Christiane Detemple-Schäfer steht nicht alleine hinter dem Herd, sondern bildet gemeinsam mit ihrem Mann Oliver Schäfer ein unschlagbares Team. Detemple-Schäfer lernte ihr Handwerk von der Pike auf und hatte unter anderem Helmut Thieltges (3 Sterne im Guide Michelin, 19,5 Punkte und vier Hauben im Gault-Millau) als Lehrmeister.

In Thieltges’ „Waldhotel Sonora“, einem der drei besten deutschen Gourmet-Restaurants, lernte die junge Köchin auch ihren zukünftigen Ehemann Oliver Schäfer kennen. Mit einer soliden Ausbildung im Hintergrund wagten dann auch beide das Abenteuer der Selbstständigkeit, denn der Zeitpunkt war ideal. Die Eltern Detemple-Schäfers planten, ihre eigene Hotel-Gaststätte in der Ortsgemeinde Neuhütten (Landkreis Trier-Saarburg) aufzugeben, um sich zur Ruhe zu setzen.

Kritische Stimmen ließen nicht lange auf sich warten, ist dieser Standort in einem 800-Einwohner-Dorf im südwestlichen Hunsrück für ein Gourmet-Restaurant sicher nicht erste Wahl. Das junge Ehepaar ließ sich davon jedoch nicht schrecken – und der Erfolg spricht für sie.

Le Temple du Gourmet – Ein Fest für alle Sinne

Der „Temple du Gourmet“ ist wahrhaftig ein Tempel des Genusses. Für das 1992 gegründete Haus regnet es Auszeichnungen, und die Binsenweisheit, nach der zu viele Köche den Brei verderben, trifft hier definitiv nicht zu.

Den Gourmetkritikern waren die kulinarischen Kreationen von Christiane Detemple-Schäfer und ihrem Mann Oliver unter anderem einen Michelin-Stern wert, der dem erfolgreichen Paar im Jahr 1994 verliehen wurde, und 2008 erhielten sie 16 Gault Millau-Punkte (von 20 möglichen) – die Testesser waren eindeutig begeistert von ihren „kunstvollen Kompositionen wie Kalbsfilet im provenzalischen Kräutermantel mit Salbeijus, gebratenen Nieren, Shii-Take-Pilzen und Gnocchi“.

Der „Schlemmeratlas für das Jahr 2009“ verlieh Christiane Detemple-Schäfer den 3. Platz unter den zehn besten Köchinnen des Jahres 2009 in Deutschland.

Sinn fürs Detail

Besonderes Augenmerk legen Detemple-Schäfer und ihr Mann auf die Ausgewogenheit der Menüs, die bis ins kleinste Detail und äußerst liebevoll aufeinander abgestimmt sind. Ebenso wichtig sind beiden natürlich die herausragende Qualität der Zutaten sowie der saisonale Bezug.

Zubereitet wird nur, was beiden Köchen schmeckt, daher stehen auch keine Austern auf der Speisekarte. Die besondere Leidenschaft von Detemple-Schäfer gilt kunstvoll verzierten Desserts. Nicht nur die Menüs verzaubern, denn Christiane Detemple-Schäfer und ihr Mann haben eine wahre Wohlfühloase geschaffen.

Das luxuriöse Ambiente des Hauses mutet mediterran an und die malerische Landschaft des Naturparks Saar-Hunsrück - die sich besonders gut auf der hauseigenen Terrasse genießen lässt – rückt den Alltagstrubel in weite Ferne.

Die Hohe Kunst der Suppe

Der Köchin selbst steht an den wenigen arbeitsfreien Tagen der Sinn weniger nach Gourmetkost. Sie bevorzugt eine reichhaltige Gemüsesuppe, in der alles Verwendung findet, was der Garten hergibt. Dazu einige Apfelküchlein mit Zucker und Zimt – und fertig ist eine leckere Mahlzeit, die sogar nicht preisgekrönten Köchen gelingt.

Das Suppe keine langweilige Hausmannskost sein muss, zeigte Christine Detemple-Schäfer beim Suppentag 2007: Für das Deutsche Suppen-Institut kreierte sie vier Suppen, für jede Jahreszeit eine. Als Frühlingssüppchen servierte sie Kohlrabisuppe mit Kaninchenrücken-Spieß. Der Hoch-Zeit der Tomaten im Sommer erwies sie mit weißer Tomatenschaumsuppe mit Langustinos und Basilikum ihre Referenz. Mit exotischen Aromen kam die Herbstsuppe als Pot au Feu von Kokos und Zitronengras mit Jakobsmuscheln daher, und für den Winter wartete sie mit einem Erbsensuppen-Capuccino mit gebratener Gänsestopfleber auf.

Wer Lust bekommen hat, sich im Gourmettemple Detemple-Schäfers verwöhnen zu lassen, sollte vorbestellen – Gäste reisen für ihre Köstlichkeiten von weither an.

Le Temple du Gourmet, Saarstrasse 2, 54422 Neuhütten, Tel. 0 65 03 / 76 69
Restaurant mit 20–30 Sitzplätzen, separate Dorfgaststätte; 5 DZ, 1 EZ.

Photo: Deutsches Suppeninstitut, Christiane Detemple-Schäfer

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Kategorie: Koeche
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Erfassung: 08.12.2009
Quelle: kochmix
 
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