Cherimoya - Exotisch und Fruchtig, das Obst aus Südamerika

 
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Cherimoya - Exotisch und Fruchtig, das Obst aus Südamerika

Die spanischen Eroberer Amerikas nannten sie „Weiße Köstlichkeit“ – die Cherimoya. Eine echte Traumfrucht mit exotischem Charakter.

Cherimoya FruchtDie Cherimoya (Annona cherimola) hat ihre ursprüngliche Heimat in Südamerika (Karibische Küche), vor allem in Kolumbien, Ecuador und Bolivien. Die Inkas aßen sehr viel von dieser Frucht, es war ein wichtiges Nahrungsmittel für diese Ureinwohner. Mittlerweile wird sie auch in warmen Ländern angebaut, wo auch Zitrusfrüchte gedeihen. Vor allem Spanien ist einer der größten Exporteure der schmackhaften Cherimoya, die mit dem Rahmapfel  (Annona squamosa, auch Zuckerapfel) verwandt ist. Verführerisch ist ihr Geschmack, der unterschiedlich beschrieben wird.

Wohl soll sie an Erdbeer- oder Himbeercreme erinnern, aber auch eine Geschmacksmischung aus Erdbeere, Mango und Birne ist eine der Beschreibungen. Jedenfalls ist die Cherimoya so lecker, dass Mark Twain sie als „Fleisch gewordene Wonne“ bezeichnete. Cherimoya bedeutet übersetzt soviel wie „kalte Frucht“. Ihr Name entstammt aus dem Quechua, einer indigenen amerikanischen Sprache, die schon die Inkas sprachen.

Aussehen und Sorten der Cherimoya

Die Cherimoya gehört zur Familie der Annonen (Annonaceae; Schuppenapfelgewächse). Die hier am häufigsten käufliche Cherimoya stammt aus Spanien. Diese Sorte der Cherimoya ist herzförmig, etwa so groß wie ein Apfel und besitzt eine dünne, glatte Schale, die aussieht, als sei sie geschuppt. Das Fruchtfleisch ist sehr zart, von weicher, cremeartiger Konsistenz und leicht transparent, fast wie Perlmutt oder Elfenbein. Eingebettet in die Cherimoya-Frucht sind Kerne, die an Kaffeebohnen erinnern. Eine andere Chermoya-Art, die aus Sri Lanka stammt, besitzt eine festere Schale, zudem ist sie etwas kleiner als die spanische und schmeckt intensiver.

Kauft man die Cherimoya, erhält man sie meist in unreifem Zustand, doch sie reift ohne Probleme nach, da sie eine klimakterische Frucht ist. Es wird empfohlen die Cherimoya bei rund 12 °C in Papier eingeschlagen reifen zu lassen. Erst wenn sich die Schale leicht schwärzlich verfärbt und auf Druck ein wenig nachgibt, ist sie reif geworden und kann gegessen werden. Zudem löst sich dann der Fruchtstiel leicht von der Frucht. Lässt man eine Cherimoya besonders lange reifen, wird das Fruchtfleisch sogar zart rosa. Länger als zehn Tage nach der Reifung sollte man mit dem Verzehr allerdings nicht warten.

Inhaltsstoffe der Cherimoya

Die Cherimoya enthält viel Vitamin C, besitzt einen hohen Anteil an Traubenzucker, Calcium und Phosphor. Aber auch Eisen und Kalium ist in der Frucht enthalten. Ihr Energiegehalt liegt bei etwa 62 kcal pro 100 Gramm Frucht. Wie alles Obst und Gemüse ist die Cherimoya reich an Wasser (74 Prozent), des Weiteren enthält sie rund 13 Prozent Kohlenhydrate, 1,5 Prozent Proteine und 0,3 Prozent Fette.

Verwendung der Cherimoya

Meist wird sie längs aufgeschnitten und ausgelöffelt. Wer sich an den Kernen stört und sie nicht ausspucken möchte, kann das Fruchtfleisch durch ein Sieb drücken, dann sollte sie allerdings besonders reif sein, zudem bekommt man so eine Art Creme, die sehr fein schmeckt. Aber auch geschält und entkernt ist sie ein Genuss, eventuell mit etwas Zitronensaft oder Limettensaft verfeinert. Aus der Cherimoya lassen sich auch Eis, Süßspeisen und Fruchteis zaubern, in Chile beispielsweise wird viel Cherimoya-Eis gegessen.

Leckere Milchshakes mit Cherimoya sind ein herrlicher Geheimtipp. In einen Obstsalat geschnitten schmeckt die exotische Frucht ebenfalls lecker, manche schwören auf Chermioya-Kompott oder stellen aus der Frucht eine Konfitüre her. Gelegentlich findet man Cherimoya-Saft und auch Wein im Handel. Achtung! Die Kerne der Cherimoya dürfen nicht verzehrt werden, denn sie sind giftig und außerdem ungenießbar!

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Kategorie: saisonales
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Erfassung: 18.05.2009
Quelle: kochmix
 
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