Butterkeks von Leibniz - der Klassiker unter den Keksen

 
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Butterkeks von Leibniz - der Klassiker unter den Keksen

Seit fast 120 Jahren zählt der knackige Klassiker zur Standardausrüstung der Mütter kleiner Kinder. Und wie beim Highlander gilt auch beim Butterkeks: es kann nur einen geben. Und der heißt Leibniz-Keks.

Leibniz Butterkeks - Klassiker seit GenerationenSein besonderes Merkmal ist die rechteckige Form mit 52 Zähnen, an der man den knusprigen Butterkeks seit 1891 erkennt. Und seitdem besteht er aus Weizenmehl mit einem Butteranteil von mindestens 10 Prozent.

Zunächst hießen die Produkte der Hannoverschen Cakes-Fabrik H. Bahlsen noch wie die Originale in England: Cakes. Denn als die Rezeptur 1889 entwickelt wurde, wollte Herrman Bahlsen hochwertige, haltbare, leckere und preiswerte Cakes herstellen, wie er sie in England kennengelernt hatte.  

Das gelang ihm ausgezeichnet, und so wurden die Kekse immer beliebter. Zunächst allerdings noch unter dem alten Namen Cakes. Erst 1911 deutschte Herrmann Bahlsen den Begriff ein und erfand das Wort Keks. Der Duden nimmt den Begriff auf: Keks, der oder das, heißt es. Pluralform: die Keks. Die Eindeutschung war ein folgerichtiger Schritt in einer ganzen Reihe von Maßnahmen, die Bahlsen als einen der großen Industriepioniere zeigen.

So warb er schon 1898 am Potsdamer Platz mit einer ersten Leuchtreklame für Leibniz-Kekse. Der Name Leibniz stammt übrigens von einem der bedeutendsten Hannoveraner überhaupt: Gottfried Wilhelm Leibniz, ein Universalgelehrter, der  in ganz Europa als Philosoph, Physiker, Mathematiker, Jurist und Sprachforscher bekannt war. Schließlich war es damals nicht unüblich, berühmte Namenspaten zu wählen, wie die Beispiele Mozartkugel, Schillerlocke oder Bismarckhering belegen.  

1904 war das Jahr, in dem sich der schon erfolgreiche Leibniz-Keks zum echten Verkaufsschlager entwickelte. Grund dafür war die inzwischen schon legendäre TET-Verpackung. Wachspapier schützte den Leibniz-Keks vor Staub und Feuchtigkeit und machte ihn so zum idealen Reiseproviant. Die ägyptische TET-Hieroglyphe, die die Verpackung schmückte, sollte das symbolisch ausdrücken. TET bedeutet soviel wie ewig oder dauernd.

1905 wurde der Leibniz-Keks auf der ersten Fließförderanlage der europäischen Industrie produziert - acht Jahre, bevor Henry Ford diese Technik in den USA in der Automobilproduktion einführte. Wieder eine Pioniertat Herrmann Bahlsens. Diese Produktionsart war dringend notwendig, denn 1912 wurden jährlich schon 12 Millionen Packungen produziert.  

Die Weltkriege gingen natürlich nicht spurlos an den Keksen vorbei. 1919, ein Jahr nach Ende des ersten Weltkriegs, startete die Produktion, die während des Krieges unterbrochen werden musste. 1923 kostete eine Packung 400 Milliarden Mark. Die Inflation war schuld. Doch 1936 konnten schon wieder 100.000 Kekse täglich produziert werden. Ein paar Jahre später folgte der zweite Weltkrieg, der wieder fast das Aus für den Leibniz-Keks bedeutete.

Erst 1948 konnte man den Original Leibniz-Keks wieder kaufen und genießen. Seitdem geht es nur bergauf. Die Verpackung wurde weiter verbessert und die Produktfamilie wuchs. Neben dem Original-Keks gibt es heute auch eine extra lockere Version, Vollkornkeks, Schoko Leibniz sowie Leibniz Minis. Und heute gilt das gleiche wie um 1900, nur mit anderer Rechtschreibung: „Was ißt die Menschheit unterwegs? Na selbstverständlich Leibniz-Cakes!“

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Kategorie: lifestyle
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Erfassung: 22.05.2007
Quelle: Kochmix
 
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