Brotaufstrich - Ein Marmeladen Wegweiser

 
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Brotaufstrich - Ein Marmeladen Wegweiser

Marmelade kennt in Deutschland jedes Kind: Sie ist fruchtig, süß und wird aufs gebutterte Frühstücksbrötchen gestrichen.

Verschiedene Marmeladen SortenOder aber in Backwaren eingearbeitet, in den Quark gerührt, manchmal sogar pur genascht. Eine Marmelade wird aus Früchten und Zucker eingekocht und damit auch haltbar gemacht. Richtig? Jain. Marmelade ist zwar ein gängiger Überbegriff in der Umgangssprache.

Doch die Konfitürenverordnung regelt, was in deutschen Supermärkten wie genannt werden kann – und der Begriff Marmelade trifft für das, was wir morgens essen, meistens nicht zu. Denn zwischen Marmelade, Konfitüre und Gelee gibt es feine Unterschiede, die bei einer bewussten Ernährung eine wichtige Rolle spielen können.

Die wenigsten Menschen haben heute die Zeit und Muße, ihre Marmelade selbst einzukochen. Der Gang zum Supermarkt ist schneller und unkomplizierter – und was erwartet uns da für eine Fülle an Geschmacksrichtungen, Verpackungen und Verheißungen. Doch die exakten Bezeichnungen unterscheiden sich. Das hat auch seinen Sinn: Die verschiedenen Fruchtaufstriche basieren auf verschiedenen Zusammensetzungen und Zubereitungsweisen.

Marmelade:

Die klassische Marmelade muss – und da mag sich manch einer wundern – laut EU-Definition ausschließlich aus Zitrusfrüchten gekocht worden sein. Ein typischer Vertreter der waschechten Marmelade ist also die englische Orangenmarmelade, die hauchdünne Schalenstücke enthält und einen unverkennbar bitteren Geschmack aufweist.

Konfitüre:

Die meisten vermeintlichen Marmeladen, die wir uns morgens auf unser Brötchen streichen, sind also eigentlich Konfitüren – sie können wiederum in zwei Qualitätsstufen aufgeteilt werden: die normale Konfitüre und die Konfitüre extra.

Bei der normalen Konfitüre werden 350 Gramm Früchte oder Fruchtbestandteile pro ein Kilogramm Zucker veranschlagt, bei der Konfitüre extra, der edleren Variante, müssen es 450 Gramm sein. Das gilt jedoch nicht ausnahmslos: Johannisbeeren zum Beispiel verlangen wegen ihrer starken Säure automatisch nach einer anderen Zusammensetzung.

Doch im Großen und Ganzen schmeckt die Konfitüre extra nicht nur intensiver, sondern ist auch ärmer an Kristallzucker und damit gesünder. Konfitüre muss nicht aus ganzen Früchten bestehen, darf aber nicht das Fruchtmark als Grundlage haben.

Gelee:

Gelee ist bei vielen Süßfrühstückern besonders begehrt, da ein Gelee keine Fruchtstücke enthält und damit besser aufs Brot gestrichen werden kann. Tatsächlich wird für die Zubereitung des Gelees nur der Fruchtsaft verwendet. Gelees können sehr süß und klebrig geraten. Einen angenehm säuerlichen Geschmack hingegen haben meistens Johannisbeer- oder Quittengelees.

Fruchtaufstriche und Wellness-Marmeladen:

Groß im Kommen sind Brotaufstriche, die auf Fruchtmark basieren, deshalb sehr luftig und cremig ausfallen, aber eine höhere Verderblichkeit haben als die klassischen Varianten. Deshalb müssen sie nach dem Öffnen immer gekühlt aufbewahrt und rasch verbraucht werden.

Ein weiterer Trend ist die Wellness-Marmelade – hier wird der Zucker reduziert und durch natürliche Zuckersorten wie Fruktose ergänzt. Durch den hohen Fruchtgehalt schmecken diese Aufstriche deutlich säuerlicher als ihre Konfitüren-Pendants und werden von vielen Verbrauchern als erfrischend empfunden. Manchmal werden sie zusätzlich mit Vitaminen versetzt oder aus mehreren Fruchtsorten hergestellt.

Apfelkraut:

Das dunkle, malzige Apfelkraut ist eine rheinische Spezialität. 100 Gramm Apfelkraut muss aus mindestens 270 Gramm Äpfeln gewonnen werden, die mit Zucker gesüßt und mit Pektin gefestigt werden. Apfelkraut wird nicht nur aufs Brot gestrichen, sondern auch in Soßen gemischt oder zu Reibekuchen gereicht.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 18.07.2008
Quelle: kochmix
 
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