Brot ist mehr als Mehl und Wasser

 
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Brot ist mehr als Mehl und Wasser

Unser täglich Brot gib uns heute - wie wichtig dieses alltägliche Nahrungsmittel für uns ist, zeigt schon die Tatsache, dass es Erwähnung im Vaterunser findet, dem wichtigsten Gebet der Christen.

Brot - ist mehr als Mehl und WasserAls Synonym für Nahrung schlechthin beherrscht der Begriff Brot viele Sprichwörter und Redewendungen.

Deutschland, bzw. das deutschsprachige Gebiet ist nicht nur das Land der Dichter und Denker, sondern auch das der tausend Brotsorten. Naja, laut WikiPedia sind es zwar keine tausend, aber immerhin gut über 600 Sorten, und auch damit liegen wir an der Spitze. Die Franzosen haben ihr Baguette, ihre Flute, wir haben Gerster-, Roggen-, Paderborner, Vollkorn-, Krusten-, Ausgehobenes, Bauernbrot und noch viele weitere Sorten.

Doch zunächst gehören alle Brote einer von zwei Arten an. Ungesäuertes Brot wird gebacken, bevor die Sauerteiggärung beginnt. Meist sind dies Fladenbrote. Im Judentum werden zum Pessachfest Matze gegessen, ungesäuerte Brote, die an den Auszug aus Ägypten erinnern sollen.  Gesäuertes Brot wird mit Hilfe von Sauerteig oder Heffe hergestellt. Durch den Gärprozess wird der Teig lockerer und leckerer. Das ist die Art von Brot, die hier zu Lande am häufigsten anzutreffen ist.

Dass Teig sich durch Gärung verändert, ist eine der großen Entdeckungen der Kultur. Wahrscheinlich haben schon vor über 5.000 Jahren die Ägypter als erste Hefen kultiviert. Nicht umsonst hatten sie auch den Beinamen Brotesser.

Die ersten Brote wurden in der Asche oder auf flachen Steinen gegart. Auf diese Art konnten nur flache Fladenbrote zubereitet werden. Die hohen, voluminösen Brote der heutigen Zeit wären außen verbrannt und innen noch nicht durchgegart gewesen. Erst durch die Erfindung des Backofens, bei dem die Hitze das Brot von allen Seiten gleichmäßig gart, wurden Brote möglich, wie wir sie heute kennen.

Auch hier haben die Ägypter großen Anteil an der Geschichte des Brotes. Statt nur einen Topf oder etwas Ähnliches über das Brot auf dem heißen Stein zu legen, bauten sie richtige Lehmöfen, in denen das Brot sehr heiß gebacken werden konnte. Die Römer verfeinerten die Techniken der alten Ägypter, erfanden Teigknetmaschinen und legten die Grundlage für die europäische Art des Brotbackens.

Als eines der wichtigsten Nahrungsmittel in Europa findet sich Brot in vielen Sagen und Gebräuchen wieder. Noch immer bringt man zum Einzug Brot und Salz mit, noch immer gehören an bestimmten Festtagen z. B. in der Eiffel Brotsegnungen zum Gottesdienst.

Eine Internetseite widmet sich in den heutigen Zeiten des Fast Foods ganz der Rettung des Butterbrotes (http://butterbrot.de) und auch die CMA, die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft, hat sich etwas einfallen lassen und veranstaltet seit 1999 den Tag des deutschen Butterbrotes. Es gibt mehrere Brotmuseen, die Hilfsorganisation Brot für die Welt und der KiKa, der Kinderkanal von ARD und ZDF hat sogar eine bekannte und beliebte Figur in Brotform geschaffen. Bernd das Brot leitet jeden Abend das Programmende ein.

Brot ist also allgegenwärtig in unserem Kulturkreis. Erstaunlicherweise gibt es für das Endstück des Brotes keine offizielle Bezeichnung. Dafür aber eine Unmenge liebevoller regionaler Namen. Aber ob Riebele, Knäppchen, Knust, Knörzel oder einer der vielen anderen Koseworte, ob Schwarzbrot, Ausgehobenes oder Paderborner, Brot lagert meist im Brotkasten oder im Brotbeutel. Es kann zwar eingefroren und wieder aufgebacken werden, sollte aber nie im Kühlschrank gelagert werden, da es zwischen -7 °C und 7°C am schnellsten altert. Und frisch schmeckt Brot immer noch am besten, auch wenn ein Spruch in manchen Bäckerläden verkündet: „Altes Brot ist nicht hart. Kein Brot, das ist hart.“

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 01.03.2007
Quelle: Kochmix
 
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