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Brot Backen

Verführerischer Duft aus dem Backofen oder Brotbackautomat, der durch ihre Wohnung zieht, das wäre doch etwas!? Selbst Brot backen macht Spaß, ist lecker, preiswert und kinderleicht.

Brot BackenWerden Sie zum „Eigenbrötler“: Versuchen Sie es mit knusprigem Baguette, kernigem Roggenbrot oder saftigem Hefezopf. Sie werden es nicht bereuen, vor allem, da Ihre Produkte garantiert keine Zusatzstoffe enthalten.

Besonders einfach sind Weizenbrote mit Hefe zuzubereiten, aber auch Brote aus Sauerteig sind keine Zauberei (sie benötigen nur etwas mehr Zeit). Wenn Sie ein paar Grundregeln beachten, klappt es auf Anhieb: In der Küche sollte es möglichst warm und zugfrei sein und Rührschüssel und Mehl sollten Zimmertemperatur haben. Die Flüssigkeit darf  dem Mehl stets nur nach und nach hinzugefügt werden, damit der Teig die richtige Konsistenz erhält.

Die verschiedenen Mehle nehmen die Flüssigkeit unterschiedlich auf, so dass man je nach Rezept mehr oder weniger Wasser/Milch hinzufügt. Teige aus weißem Mehl sollten immer ziemlich fest und elastisch sein, bei Roggenmehl sollte der Teig eher weich und elastisch werden. Ganz wichtig ist das richtige Kneten: mindestens 10 Minuten (mit Küchenmaschine oder Knethaken - von Hand mindestens 15 Minuten), damit der Teig locker und luftig gelingt.

Arbeitserleichternd ist gerade beim Kneten sicherlich ein Brotbackautomat. Er erspart einige Arbeitsgänge. Ganz wichtig hier ist, dass die flüssigen Zutaten vor den festen in den Automat gegeben werden! Allerdings bringt Sie der Apparat auch um das sinnliche Vergnügen einen Teigkloß durchzuwalken…

Nach dem Durchkneten ist noch darauf zu achten, dass der Teig richtig geht: Er sollte zugedeckt an einem warmen Ort (lauwarme Heizung oder je nach Jahreszeit an einem zugfreien Sonnenplätzchen) gehen, bis bei Hefebrotteigen mindestens das doppelte Volumen erreicht wurde und bei Sauerbrotteigen ca. die Hälfte des Volumens zunehmen.

Gebacken werden Hefebrote zwischen 220° und 250°, Sauerbrotteige zuerst auf der höhsten Stufe, später schaltet man auf mittlere Hitze herunter. Damit der Teig beim Backen besonders schön aufgeht, stellen Sie eine Tasse heißes Wasser mit in den Backofen. Das Brot ist gar, wenn es beim Anklopfen des Bodens (Sauerteig) oder der Oberfläche hohl klingt. Hefebrote können Sie sofort nach dem Backen herausnehmen und außerhalb des Ofens auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, Sauerbrotteige kühlen im ausgeschalteten Ofen aus.

Hefeteigbrote schmecken am besten frisch und halten sich 1 - 3 Tage, Roggenmischbrote 8 - 10 Tage und reine Roggenbrote üer 10 Tage. Schwere Sauerteigbrote schmecken sogar besser, wenn sie schon 1-2 Tage alt sind – ganz frisch lassen sie sich zudem schwer schneiden.

Noch ein Wort zum Treibmittel Sauerteig: Backwaren aus diesen Teigen sind deftiger und würziger und werden in der Regel mit schwereren Mehlen (z.B. Roggen, Dinkelmehle mit einer hohen Typennummer) gebacken. Für diese schweren Mehle würde Hefe als Treibmittel nicht reichen um den Teig aufzulockern. Der Sauerteig ist eine Mischung aus Roggenmehl oder -schrot und Wasser, welche man ein paar Tage an einem warmen Ort gehen lässt. Sie bekommen aber auch fertigen Sauerteig im Reformhaus, beim Bäcker oder gut sortierten Lebensmittelhandel.

Hier ein Beispiel für selbstangesetzten Sauerteig:
400 g Roggenmehl (Type 1150 oder 1800), 1 TL Kümmel und 150 ml lauwarmes Wasser, Zutaten zum Brei verrühren, mit einem Tuch bedecken und an einem gleichmäßig warmen Ort bei 20-26°, zwei bis drei Tage gehen lassen, alle 24 h mit einem Holzlöffel durchrühren. Wenn der Brei locker ist und sich Bläschen gebildet haben, noch je 100 g/ml Roggenmehl und lauwarmes Wasser unterrühren, einen Tag gehen lassen. Schließlich noch je 200 g/ml Roggenmehl/lauwarmes Wasser unterrühren und noch eine Nacht ruhen lassen.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 28.02.2007
Quelle: Kochmix
 
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